Enorme Preiszuwächse Zunehmende Überhitzung des Wohnimmobilienmarktes

In ganz Österreich waren im dritten Quartal laut Österreichischer Nationalbank Preiszuwächse von mehr als zehn Prozent zu verzeichnen. 2021 sei mit Überangebot an Wohnungen zu rechnen.

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Beim Kauf von Wohnimmobilien muss immer tiefer in die Tasche gegriffen werden © Michael Ebardt - stock.adobe.com
 

Die Preise für Wohnimmobilien zeigen weiter markant nach oben. In ganz Österreich waren heuer im dritten Quartal Zuwächse über der 10-Prozent-Marke zu verzeichnen, wie die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Dienstag in ihrer aktuellen Immobilienmarktanalyse festhielt. In Wien kam es den Angaben zufolge zu einer Teuerung von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in den restlichen Bundesländern von 10,6 Prozent.

Die Preisdynamik habe sich weiter beschleunigt, heißt es seitens der Nationalbank. Die Preise wichen immer mehr von Fundamentalfaktoren ab. Der Fundamentalpreisindikator der OeNB für Wohnimmobilien "deutet auf eine zunehmende Überhitzung des Wohnimmobilienmarktes hin".

In Gesamtösterreich belief sich der jährliche Preisanstieg im dritten Quartal 2021 auf 10,4 Prozent, nach einem Zuwachs von 11,7 Prozent im zweiten Quartal.

Trend hält seit fünf Quartalen an

"Der Trend deutlicher Preissteigerungen hält in ganz Österreich nun bereits seit fünf Quartalen an", strich die OeNB hervor. Im Vergleich zum Vorquartal habe sich die Preisdynamik jedoch etwas abgeschwächt. Nach einem Plus von 3,9 Prozent im ersten Quartal stiegen die Preise österreichweit im zweiten und dritten Quartal nur noch um jeweils 2,4 Prozent.

Im ersten Halbjahr sei es heuer zu einer weiteren Expansion der Bautätigkeit und einem starken Anstieg der Baukosten gekommen, betonte die Nationalbank. Die Anzahl der Baubewilligungen befinde sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Der in den letzten Jahren vorherrschende Nachfrageüberhang habe sich bereits im Jahr 2020 abgebaut. Für das Jahr 2021 ist laut OeNB österreichweit bereits mit einem Überangebot an Wohnungen zu rechnen. Für einige Regionen bzw. Marktsegmente herrsche jedoch noch immer ein Wohnungsmangel vor.

Kommentare (1)
GanzObjektivGesehen
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Wo sind alle Moralapostel?

Angebot und Nachfrage? Freie Marktwirtschaft? Stoppt den Immobilienwahnsinn !!!