Angesichts steigender Zahlen"Reisewarnungen hängen wie Damokles-Schwert über uns"

Weil die Infektionszahlen explodieren und die Impfquote niedrig ist, gibt es aktuell die Angst vor Reisewarnungen gegen Österreich. Und die Forderung nach klaren, schnellen und gemeinsamen Maßnahmen.

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"Damokles-Schwert Reisewarnungen" © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Angesichts drastisch steigender Corona-Zahlen sorgen sich Touristiker um die Wintersaison. Susanne Kraus-Winkler, Hotellerie-Obfrau in der WKÖ, rechnet zwar nicht mit Grenzschließungen, aber "Reisewarnungen hängen wie ein Damokles-Schwert über uns", sagte sie am Donnerstag zur APA. Inzwischen seien einige große Wintersportbetriebe "kurz davor, in Richtung 2G zu gehen, und zwar sowohl für Gäste als auch für Mitarbeiter".

Das Risiko sei viel zu hoch, wenn man auch nur einige wenige ungeimpfte Mitarbeiter oder Gäste habe. Das Argument sei: "Lieber mit einer Spur weniger Gästen und Mitarbeitern, aber die sind alle 2G." Wenn es so weitergehe, sei die Wintersaison wohl "teilverloren". Und es sei zu befürchten, dass die Branche nicht mehr die gleiche Unterstützung bekommen wird wie im Vorjahr - aber zumindest müsse die Mehrwertsteuersenkung auf 5 Prozent verlängert werden, sagte Kraus-Winkler. Nach aktuellen Bestimmungen sollte diese Maßnahme mit Jahresende auslaufen.

Die Zweite Forderung an die Politik sei, alles zu unternehmen, dass die Corona-Zahlen wieder herunterkommen. Dazu müsse man "schneller, klarer und gemeinsam reagieren". Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) wolle morgen, Freitagabend mit den Landeshauptleuten zusammenkommen, um über Maßnahmenverschärfungen zu sprechen, aber "ist morgen am Abend nicht vielleicht 5 nach 12?", fragt Kraus-Winkler: "Ich weiß gar nicht, worauf man noch wartet." Auch bei PCR-Tests hätte man sich erwartet, dass schon längst alles für das flächendeckende Ausrollen vorbereitet worden wäre. Dann könnte man es jetzt "mit einem Schalter aufdrehen".

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