StreckenausbauÖBB: Milliarden-Spritze für den Klimaschutz

Die Regierung hat beschlossen, dass die ÖBB in den kommenden sechs Jahren 18,2 Milliarden Euro in den Ausbau und den Klimaschutz investieren wird.

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Unter anderem sollen Bahnhöfe modernisiert werden
Unter anderem sollen Bahnhöfe modernisiert werden © Kleine Zeitung / Weichselbraun
 

Im Ministerrat wurde heute der ÖBB-Rahmenplan 2022-2027 beschlossen. Mit insgesamt 18,2 Milliarden Euro Bahn-Investitionen soll der Klimaschutz verstärkt werden und für die Kunden im Personen- und Güterverkehr bessere und schnellere Verbindungen zur Verfügung stehen. Das Infrastrukturprogramm wurde gegenüber 2020 um rund 700 Millionen Euro aufgefettet. Im Rahmen der "Digitalisierung der Schiene" werde das Mobilfunknetz entlang der Strecken verbessert und die Kundeninformation ausgebaut.

Folgende neue Projekte beinhaltet der ÖBB-Rahmenplan laut Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne): Die Finanzierung der Planung für die Zweigleisigkeit der Tullnerfelder Bahn zwischen Herzogenburg und St. Pölten, die Planungen für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Werndorf-Spielfeld-Straß werden vorgezogen, der Ausbau der Pyhrnachse wird vorbereitet, gesichert sind nun auch die Planungen von Kirchdorf an der Krems bis Micheldorf.

3,1 Milliarden für Südbahn

Ein weiterer Fokus liege am Brenner-Nordzulauf als wichtiger Teil im Ausbau des Brenner-Korridors: Für den viergleisigen Ausbau zwischen Schaftenau und Knoten Radfeld (österreichischer Abschnitt) im Unterinntal ist nun die Finanzierung für den Bau hinterlegt. Einige Knotenbahnhöfe werden erweitert, um künftig zusätzliche bzw. längere Züge und mehr Fahrgäste aufnehmen zu können, wie z.B. Villach Hbf, Ried im Innkreis, Innsbruck Hbf oder Imst-Pitztal. Außerdem wird die Attraktivierung der Regionalbahnen und das Elektrifizierungsprogramm weitergeführt, so Gewessler.

Von den 18,2 Milliarden Euro an Investitionen geht der größte Teil in Reinvestitionen in Park & Ride und Lärmschutz (4,3 Milliarden Euro). 3,6 Milliarden Euro fließen in Bahnhofsausbauten, Terminals, Streckenneu- und ausbauten. 3,1 Milliarden Euro gehen in die neue Südstrecke, also Koralm-und Semmeringtunnel. 2,7 Milliarden Euro verschlingt der Brenner-Basistunnel samt Zulaufstrecken. Für die Elektrifizierung und die Streckenattraktivierung sind 2,5 Milliarden Euro vorgesehen, für die Sicherheit 2 Milliarden Euro. Zu den Investitionsausgaben kommen noch 3,9 Milliarden Euro für die Instandhaltung dazu.

Für die Ostregion werden 6,9 Milliarden Euro an Investitionen fließen, nach Oberösterreich gehen 2,5 Milliarden Euro, für Salzburg 704 Millionen Euro. Die Steiermark erhält 3 Milliarden Euro, Kärnten 1,2 Milliarden Euro, Tirol wiederum 3,7 Milliarden Euro. Für Vorarlberg soll es 510 Millionen Euro geben. Laut Verkehrsministerium schafft bzw. sichert eine Milliarden Euro an Bauinvestitionen in die Infrastruktur 15.000 Arbeitsplätze.

Im Oktober 2020 wurde der Rahmenplan 2021 - 2026 der Öffentlichkeit präsentiert, damals waren 17,5 Milliarden Euro budgetiert.

 

Kommentare (3)
melahide
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Wichtig wäre

das es zumindest eine Verbindung in jede Bezirkshaupstadt gibt und von dort für die „letzte Meile“ Scooter, E-Autos oder einen Bus.

goergXV
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Österreichische Bummel Bahnen

wer fährt schon mit den Österreichischen Bummel Bahnen, außer wenn man unbedingt muß oder nicht anders kann ?
Diese Investitionen kommen etwa 20 bis 30 Jahre zu spät ...
Stand der Technik:
Österreichische Bummel Bahnen - 200 km/h
International in Süd- und Westeuropa - über 300 km/h
Mit anderen Worten:
Klagenfurt - Wien in 2 Stunden
Graz - Wien in 1 Stunde
Salzburg - Wien in etwas mehr als 1 Stunde
sollten Realität sein., sobald die Tunnels fertig sind.

Lodengrün
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So viel Unsinn auf einmal

Ich gehe davon aus das Sie nie Bahn fahren. WIR sind statistisch die bravsten Bahnfahrer Europas. Auch bei uns fährt man zum Beispiel über 200 km/h auf manchen Strecken. Die Bahn fährt sicher schneller als Sie von Wien nach Salzburg, Linz, Innsbruck als Sie mit Ihrem Gogomobil. Und schauen Sie nach Deutschland, Schweiz, Frankreich. Dort müssen Sie für Tickets gehörig tiefer in die Tasche greifen. Haben auch Verspätungen und bis auf ICE, TGV älteres Wagonmaterial als wir es haben. Bei uns tut sich etwas beim Bau bei Verkürzungen und die Bahnhöfe Wien, Salzburg, Innsbruck etc. sind Schmuckstücke. Fahren Sie einmal Railjet von Wien nach Feldkirch. Da fahren im 2 Stunden Takt Doppelgarnituren voll mit Fahrgästen. Warum so spät? Weil die ÖVP sich stets gegen eine Modernisierung gestemmt hat. Herr Lopatka wollte sie schon vor Jahrzehnten versilbern. Also bevor Sie erneut Schmutz über unsere Bahn laden fahren Sie damit.