Nullzinsen und InflationFehlendes Finanzwissen: Eine Branche kämpft um mehr Gehör

Über Geld reden: In Zeiten von Nullzins und hoher Inflation werden Finanzplaner gefragter. Noch agieren sie häufig im Schatten – seit Kurzem aber vermehrt an Schulen.

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Über Geld spricht man nicht, man hat es. Jeder kennt diese Redewendung – doch das alte Tabu bröckelt. Das Zusammentreffen von Nullzins, Geldschwemme der Zentralbanken und Inflation verändert allmählich das Bewusstsein. Und erhöht zugleich die Chancen einer Berufsgruppe, aus dem völligen Schatten von Banken und Versicherungen zu treten. Soeben hat der Verband Financial Planners in Zusammenarbeit mit der Finanzmarktaufsicht eine Woche lang kostenlos beraten, nicht zum ersten Mal übrigens. Der wenig überraschende Befund – das Finanzwissen der Österreicherinnen und Österreicher sei mangelhaft und ausbaufähig.

Kommentare (8)
VH7F
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Wenn die Ausgaben dauerhaft höher sind, als die Einnahmen,

Macht man etwas falsch. Ausgaben anpassen. Handyrechnung und Versicherungen anschauen. Beim Glücksspiel gewinnt immer das Casino. Sich helfen lassen, wenn man spielen "muss" (wie beim Saufen). Bei Inflationsraten von 2% pro Jahr, kann man sich nach 10 Jahren um 20% weniger leisten, obwohl man gleich viel am Sparbuch hat. Finanzbildung in Schulen wäre wichtig, blockieren da nicht auch die Lehrer externe Fachleute?

Carlo62
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Die Anlage in Aktien ist ein Spiel,

dessen Spielregeln ich nicht kenne und die noch dazu jederzeit von den Spielleitern nach deren Gutdünken geändert werden können. Daher spiele ich da nicht mit.

VH7F
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Aktien sind Sachwerte

Wie Häuser und Wohnungen. Man kann auch mit kleineren Beträgen von z.B 50 Euro im Monat anfangen, indem man Fonds kauft, die breit streuen. Ohne Aktien verliert man bei dem Zinsniveau jedenfalls.

Patriot
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@VH7F: Und mit Aktien kann man ALLES verlieren!

.

Patriot
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@Carlo62: Ich auch nicht!

.

Hildegard11
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20 Jahre mindestens.....

....verkündet die Politik Finanzbildung zu forcieren. Wo sind die Bildungsministwr und anere Berufene? Was hindert euch?

ichbindermeinung
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unvergessen die dot com Blase.........

Die Dotcom-Blase platzte. Im September 2002 waren von den ehemals 235 Milliarden Börsenwert nicht einmal 30 Milliarden übrig. Und auch an den Weltbörsen ging es steil bergab. Vor allem für Kleinanleger war die massive Kapitalvernichtung eine finanzielle Katastrophe.

Pragmatikus
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Da darf ich an den treffenden Sager eines Herrn Flöttl erinnern:

Geld verschwindet nicht, es wechselt nur die Besitzer