Ombudsstelle wird eingerichtetNeues Gesetz soll Bauern vor "unfairen Praktiken des Handels" schützen

Landwirtschaftsministerin Köstinger schickt Entwurf einen Wettbewerbs- und Nahversorgungsgesetzes gegen "unlautere Praktiken des Handels" in Begutachtung. Kritik von Handelsverband. Lob gab es für die geplante Ombudsstelle. NEOS-Kritik an Köstinger. Lebensmitteldiskonter Hofer begrüßt neues Gesetz.

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CORONA: PRESSESTATEMENTS ZU OeFFNUNGSSCHRITTEN / KOeSTINGER
© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Bäuerliche Familienbetriebe gerieten "durch die Übermacht von Handelskonzernen zunehmend unter Druck", kritisiert Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). Sie beklagte bereits mehrfach  "erpresserische Praktiken“ der Handelsketten. Nun soll ein Gesetz  "einen Meilenstein im Kampf gegen unfaire Geschäftspraktiken" des Handels gegenüber der Landwirtschaft setzen.

Kommentare (5)
Markus5
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Vorstoß der Ministerin zum Schutz der Bauern

In den meisten Medienberichten wird das neue Gesetz gegen "unlautere
Geschäftspraktiken " der Lebensmittelketten als großer Erfolg der
Ministerin Köstinger dargestellt. Ohne diesen Erfolg in Frage zu stellen muss
doch eine wesentliche Korrektur zu dieser Darstellung erfolgen:
"Basis dieses Gesetzes ist ein EU-RICHTLINIE FÜR DIE GESAMTE LEBENS-
MITTELVERSORGUNGSKETTE, die vorsieht, dass unfaire Praktiken in diesen
Bereich eingedämmt werden sollen. Wenn man solche Tatsachen nicht
erwähnt, dann ist es nicht verwunderlich dass die EU von der Bevölkerung
so negativ bewertet wird :Also Schluss mit:. Alles Gute was von der EU kommt wird
national vereinnahmt, alles national Schlechte zur EU verschoben!!!

melahide
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Wir

haben dieses Triopol im Handel ja erst zugelassen. Der Handel kauft bei Großhändler/Grossproduzenten. Da meist 1-2 große Produzenten einen Handelskonzern beliefern ist der Erzeuger machtlos! Also entweder gehen wir Kunden direkt zum Erzeuger, ohne Zwischenhandel … oder man öffnet eine Einkaufs-/Verkaufsgenossenschaft … mit regionalen Produkten

zill1
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Handel

Bin selber seit 40jahrrn im Handel! Das was jetzt verlangt und auch umgesetzt wird schadet ja nicht dem Handel sondern den Konsumenten! Natürlich werden die Mehrkosten die jetzt der Handel tragen muss auf die Preise aufgeschlagen ! Und wer ist der Dumme ? Wir Konsumenten die jetzt mehr bezahlen müssen ! Danke Frau Ministerin!

Zwiepack
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Schmeißen*s halt weniger weg!

Statistisch landet ein Drittel der Lebensmittel am Müll.
Mehr Mitdenken beim Einkaufen sorgt dafür, dass man/frau hochwertiger u n d günstiger einkauft!

Zwiepack
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Ministerin beschimpft Handel

kommt auch nicht alle Tage vor!

Auch Bauern sind Selbstständige und hoffentlich keine k.u.k. privilegierten Erzeuger!
Wenn die Bauern es einfach nicht schaffen - wie jeder andere Produzent es auch tun muss - eigene Vertriebskanäle aufzubauen, sind sie vielleicht auch ein wenig Mitschuld!

Und nebenbei: Wem gehören denn die Anteile an Molkereigenossenschaften, etc.??