AnalyseWarum Kärntens Tourismus Tausende Mitarbeiter fehlen - und was jetzt hilft

Auf zehn offene Lehrstellen im Tourismus kommt lediglich ein Bewerber, auf zwei offene Stellen ein Arbeitsloser: Mitten in der Hochsaison müssen Gastwirte Betriebe zusperren. Wie konnte es so weit kommen? Und was hilft jetzt?

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© MNStudio - stock.adobe.com
 

Es war ein Sonntag, der 8. August, mitten in der Hochsaison, als Gastwirt Alfred Kreiner entschieden hat, die Notbremse zu ziehen. Er stellte den Mittagsbetrieb ein: „Die Luft bei meinen Mitarbeitern war draußen. Aufgrund von akutem Mitarbeitermangel waren alle schon bereit, Überstunden zu machen.“ Er sah sich gezwungen, die Öffnungszeiten zu reduzieren, „um nicht auch meine fünf Stammmitarbeiter zu verlieren“.

Kommentare (12)
edi99
0
2
Lesenswert?

Die Gastronomie- und Tourismusbranche glänzte schon seit Jahrzehnten

NICHT mit fairer Bezahlung und sozial verträglichen Arbeitszeiten (bis auf wenige Ausnahmefälle).

Und seit März 2020 entblödet sich die Regierung nicht, wegen der Pandemie Gastro, Tourismus und Hotellerie mit einem völlig chaotischen zu/auf/zu Kurs mit Lockdowns und SperrAufs, wechselnden Sperrstunden, ständig wechselnden Maßnahmen und 3G2G1G-Test und anderen Vorgaben zu verwirren, verunsichern und kujonieren, sodass eine geschäftliche Planungssicherung der nächsten Monate nie möglich war - das wäre der Tod für alle anderen Branchen auch!

Den großen Industriebetrieben hat man NIE solche Prügel vor die Füße geworfen, Herr Sternad singt regelmäßig Lieder davon hier in der Kleinen Zeitung!

zafira5
3
16
Lesenswert?

Arbeitsmarkt

Die Aussage von Frau Melanie Jann (AMS Kärnten)
das 62% nur einen Pflichtschulabschluss haben ist
meiner Ansicht eine Frechheit.

Frage an Frau Jahn:

Wieviele der 62% haben doch eine Lehre absolviert.

Weiters möchte ich auch noch erwähnen.

Besser einen Pflichtschulabschluss und einen gesunden Hausverstand
weil mit diesen kommt man im Leben sicher weit
als ein studierter Vollidiot.

hewinkle10
1
8
Lesenswert?

Gute Vorschläge 🤗

Ich bin mir sicher, dass für eine Kärnten Card gleich ganz viele Bewerber anheuern wollen 😂 Und Prämien für verkaufte Betten …das Stubenmädchen oder der Kellner werden sich bestimmt ins Zeug legen 😂 Und dann jetzt soll die Politik ran und die Branche attraktiver machen??? Alter gehts noch? Mir kommt vor ich bin im falschen Film…

Zeitgenosse
3
7
Lesenswert?

Mit dem EU Beitritt ist das

Lohnniveau in der Gastronomie gesunken, in den Neunziger Jahren kamen Ausländer wie die Ostdeutschen und arbeiteten für Hungerlöhne die noch immer höher waren als die in Deutschland.
Die ganze Branche ist nur noch für den Unternehmer attraktiv, aber nicht für die Mitarbeiter.
Ein Kellner verdiente in den Achtziger Jahren mehr als heute 40 ,Jahre später.
Überstunden werden auch heute meistens nicht bezahlt, leider.

hithere
0
4
Lesenswert?

attraktiv wohl nur für den Staat als Steuermelkkuh

wo ist die Gastro attraktiv für Unternehmer? Die Steuern werden immer höher und man kann die Gäste auch nicht zu Tode schröpfen. Mit den Steuern finanziert der Unternehmer die Kontrollorgane für die G Regeln und die AMS Förderung für Umschulungen damit die Arbeitskräfte sich aus der Gastronomie in andere Bereiche 'retten'. Zuerst gehören mal die hohen Beamtengehälter auf ein vernünftiges Maß gekürzt.

Nickl1
1
0
Lesenswert?

Wer

Wird für 1575 € brutto-Überzahlung möglich- als Kellner 8 bis 10 Stunden arbeiten. Mit solchen Löhnen kann man nicht mehr leben. Den Unternehmern, die solche Gehälter zahlen wollen, sollen mehr arbeiten, dann bleibt ihnen noch mehr Geld.

wischi_waschi
1
4
Lesenswert?

Gastgewerbe

Also einmal vor weg, Der Kollektivlohn ist höher als in einer anderen Branch.
Das Gastgewerbe wurde immer schlechter geredet als es in Wirklichkeit ist.
Wen man in" guten Betrieben" arbeitet kann man sehr wohl viel lernen.
z. B. Menschenkenntnis, Fremdsprachen etc.
Ich, gebe auch der Politik, sowie der Wirtschaftskammer die meiste Schuld für dieses Desasster!
Irgend wann , werden wir halt wieder arbeiten müssen statt stempeln!
Bei dieser Verschuldung , wird sich das halt nicht mehr ausgehen.......
Ist meine Meinung !

kreima
2
11
Lesenswert?

Jahrzehnte wurde das Personal in der Gastro ausgenutzt

... der Job ist sowie so hart - nicht unbedingt beziehungs- u. familienfreundlich. Dann kommen sehr oft noch unzumutbare Zustände dazu (nicht in jedem Betrieb!). Aber das Personal ist doch jahrelang ausgenutzt und schlecht bezahlt gewesen. Dann kamen die "Fremdarbeiter"
die fehlen auch jetzt wegen Corona.
Mich wundert es nicht....

Bond
0
21
Lesenswert?

Kein Job fürs Leben

Fragts doch die Schülerinnen der Hotelfschule, wer in der Branche bleiben will. Nur die Hotel-Erben und Übernehmer. Warum wohl!

Guccighost
19
9
Lesenswert?

Ja toll

Als Arbeitsloser brauch ich nur die Rahmenbedingungen nicht akzeptieren schon kann ich Zuhause bleiben.
So einfach ist dass.

hithere
0
0
Lesenswert?

so isses

so isses aber die die das machen die will man sowieso nicht beschäftigen

Zeitgenosse
1
8
Lesenswert?

Die Sklaverei wurde im

Neunzehnten Jahrhundert abgeschafft.