ImmobilienpreiseNeubau: Österreich wird teuerstes Pflaster Europas

Bei Neubauwohnungen steigen die Preise derzeit rasant an. Österreich liegt beim Quadratmeterpreis inzwischen vor Frankreich oder Deutschland. Kleinwohnungen weiterhin beliebt.

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Bei Wohnungen direkt vom Bauträger ist Österreich inzwischen im Europavergleich sehr teuer
Bei Wohnungen direkt vom Bauträger ist Österreich inzwischen im Europavergleich sehr teuer © (c) kazoka303030 - stock.adobe.com
 

Egal ob am Dorf oder in den Städten: Der Bauboom in Österreich ist kaum zu übersehen. Baustoffe werden bereits knapp und auch die Handwerker sind vielerorts auf Wochen ausgebucht. Inzwischen schlägt sich das auch in den Preisen nieder. Das merken nicht nur Häuselbauer und Wohnungskäufer, auch im internationalen Vergleich erreicht Österreich inzwischen einen Spitzenplatz.

Die Beratungsfirma Deloitte hat im aktuellen Immobilien-Index die Durchschnittspreise für Neubauwohnungen in 23 europäischen Ländern verglichen. Von den EU-Ländern fehlen Daten nur aus Schweden, Finnland, Estland und Litauen. Dafür wurden auch die Immobilienpreise von Israel, Norwegen, Serbien und Bosnien-Herzegowina aufgenommen.

Österreich landet bei der Erhebung erstmals an erster Stelle. Im Schnitt kostete ein Quadratmeter Wohnraum im Vorjahr 4457 Euro. Frankreich landet mit 4421 Euro am zweiten Platz, gefolgt von Deutschland mit 4100 Euro. Wobei Paris mit rund 12.917 Euro pro Quadrat-Meter das Ranking der Hauptstädte anführt. Wien landet hier mit rund 5248 Euro im oberen Mittelfeld. In Graz sind neue Wohnungen dafür im Schnitt sogar teurer als beispielsweise in der EU-Hauptstadt Brüssel.

Hohe Nachfrage in Ballungsräumen

"Die Nachfrage nach Wohnraum ist anhaltend stark", erklärt dazu Andreas Millonig von Immounited. Das Unternehmen analysiert jährlich rund 130.000 Kaufverträge, die im Grundbuch eingetragen werden. Auch wenn die Preise in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, so sei das Verhältnis zur Qualität der Wohnungen eigentlich noch relativ gut, sagt der Experte.

Gerade in Ballungsräumen hätten Bauträger daher kein Problem, ihre Wohnungen zu ordentlichen Preisen zu verkaufen. "Wohnungen mit überzogenen Preisen verkaufen sich jedoch schlecht", sagt Millonig. Was natürlich zur Preissteigerung beiträgt, seien die gestiegenen Rohstoff und Arbeitskosten.

Starkes Plus in Graz und Klagenfurt

Was das bedeutet zeigt der Vergleich der Preise für Neubauwohnungen, also direkt vom Bauträger, der Jahre 2016 und 2020. In Wien sind die Preise in dem Zeitraum im Schnitt um 21,17 Prozent gestiegen, wobei es hier starke Unterschiede je nach Bezirk gibt. Vor allem in den Flächenbezirken außerhalb des Gürtels gäbe es rege Bautätigkeit, sagt Millonig. So gab es in den Bezirken Währing (18) oder Brigittenau (20) einen Preissprung von mehr als 40 Prozent.

Im Süden Österreichs stiegen die Kosten für Wohnraum nicht so rasant, dennoch ist das Plus deutlich - 18,74 Prozent in Kärnten und 14,28 Prozent in der Steiermark. In Kärnten hat Klagenfurt dabei Villach bei den Wohnungspreisen überholt. 2016 kostete der Quadratmeter in der Landeshauptstadt 2920 Euro und 3131 in der Draustadt. 2020 lag Klagenfurt mit 3427 Euro pro Quadratmeter knapp vor Villach mit 3412 Euro.

Der Bauboom in den Landeshauptstädten macht sich auch in Graz bemerkbar. Hier stieg der Preis für neue Wohnungen zwischen 2016 und 2020 um 18,29 Prozent. Zuletzt musste man pro Quadratmeter im Schnitt 3725 Euro bezahlen.

Funktionalität vor Fläche

Vor allem in den Städten halte auch der Trend zur Kleinwohnung weiterhin an, sagt Millonig. Vor allem für Investoren sei diese Kategorie interessant. "Bei einer kleinen Wohnung klingen 50 Euro mehr Miete für Mieter verkraftbar, bringen dem Besitzer aber am Quadratmeter deutlich mehr Rendite." Doch auch in der Eigennutzung spiele die Größe der Wohnung oft eine untergeordnete Rolle.

"Viel wichtiger ist die Funktionalität." Eine kleinere gut geschnittene Wohnung mit drei Zimmern sei für Käufer interessanter als eine größere Wohnung mit zwei Zimmern. Das hätten auch die Bauträger erkannt und würden das in den Planungen bedenken, sagt der Immobilien-Experte. "Vor allem außerhalb der Ballungsräume bekommt man inzwischen sehr gute Grundrisse." Doch eines sei auch klar: Schnäppchen gebe es Österreichs Städten kaum noch.

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Danke für Ihr Verständnis.

Zooropa
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Wenn man die Kommentare hier liest könnte man meinen...

- viele glauben, dass durch WENIGER bauen die Preise sinken würden.
- in Graz 80% Leerstand herrscht.

Beides ist Unsinn bzw. gibt es keine Evidenz dafür. Immopreise werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt und ich kenne keinen privaten oder institutionellen "Anleger", der freiwillig und ohne Eigenbedarf leer stehen lässt.

Die Behauptung von gewaltigem "Leerstand" ist klassische politische Fake News: Klingt natürlich super für "Antikapitalisten", die gleichzeitig nicht wollen, dass in der Stadt (sic!) gebaut wird. Aber vielleicht ist deren Ziel Graz wirtschaftlich so unattraktiv zu machen, dass letztlich weniger Leute hier herziehen wollen?

Irgendeiner
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Es wurde nicht von Leerstand gesprochen es wurde davon

gesprochen, daß über jeden möglichen Bedarf quasi auf Halde gebaut wird,weil Leute aus Motiven die mit Wohnen nichts zu tun haben den Krempel kaufen um ihr Gerstl in Sicherheit zu bringen.Und das treibt die Preise rauf obwohl zuviel da ist.Und jetzt erklär mir das mit Marktrationalität,ich warte..

mtttt
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Bankenblase

Mit ein Grund für die Entwicklung sind auch die Banken. Hypothetische besicherte Kredite werden fast hergeschenkt. Dagegen ist die klassische Unternehmensfinanzierung für Umlaufvermögen und Betriebsmittel für die Banken uninteressant und sie ziehen sich zurück wo es nur geht. Zweifellos ist eine Blase im Entstehen. Die Banken wären gut beraten auch bei Immobilien die Schätzwerte und damit die besicherbare Basis tief zu lassen. Der Kracher kommt !

Irgendeiner
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Ja,da hast du nicht Unrecht,

es könnte was ähnliches passieren wie in Japan vor einiger Zeit.

GanzObjektivGesehen
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Immobilien sind Spekulationsobjekte.

Und damit auch auch alle Menschen, die darin wohnen oder wohnen wollen.
Formen wir die Gleichung um, so kommen wir zum Schluss, dass mit dem Leben der Menschen spekuliert wird. Keine schöner Gedanke.......

SoundofThunder
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🤔

Zieht nach Vordernberg oder Eisenerz! Da stehen massenhaft Wohnungen leer! Gutes Wasser,gute Luft, dafür keine Geschäfte und Arbeitsplätze! 😉

Elli123
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Da...

möchte ich höchstens begraben sein, obwohl ich keine Ahnung hab, was dort ein Grab kostet 😂

Heinz-55
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Genehmigte bauwut

Die politik die genehmigt und fördert müsste vom Wähler zur verantwortung gezogen werden! Die freunderlwirtschaft wo uber flachenwidmungsplan genehmigt wird muss endlich abgeschafft wrrden!!!!!!

heku49
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Förderungen sollte es in erster Linie für Altbausanierungen geben.

Kommende Generationen sollten auch die Chance haben, noch grüne Flächen zu sehen. Zweitwohnsitze sollten stärker besteuert werden!

SoundofThunder
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😏

Grüne Flächen? Wenn das so weitergeht muss man den Beton grün anmalen.😏😏

Lepus52
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Investitionen in Beton

können leicht zu einer Blase werden. Für leerstehende Wohnungen sollte eine zusätzliche Abgabe (Infrastrukturbeitrag) eingezogen werden. Ebenso sollten umgewidmete Baugrundstücke (insbesondere im städtischen Bereich) mit einer Infrastruckturabgabe belegt werden, wenn nicht innerhalb von 10 Jahren gebaut wird. Jungfamilien haben auch wenn beide Eltern arbeiten, kaum mehr eine Chance sich etwas selbst zu schaffen und nicht jeder erbt.

Irgendeiner
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Naja, das ist nicht das ganze Spiel,wir sind in vielen Gebieten,

schon jetzt faktisch über dem Bedarf,warum,nun bei Bauträgern ist es Gier, die wollen verdienen,und auch hier in Klagenfurt wird gebaut wie irre und bei den Käufern ist es nicht nur Wohnbedarf sondern Angst,Krisenangst,Betongold,die wollen ihr Gerstl retten und kaufen Wohnungen und Gebäude.Und mittlerweile,wie mir Praktiker des Feldes versichern,ist der letzte Schrott schon unbezahlbar und die Preise restlos überhöht..Was in the long run heißt,es werden Menschen ihre Anlegerwohnungen nicht mehr zu dem Preis loswerden den sie hingelegt haben und nichtmal Mieter finden,aber gleichzeitig wird für die nicht Betuchten wohnen unerschwinglich und das Einfamilienhaus , heiliger Gral der Österreicher,ein feuchter Traum bleiben.Mir persönlich ist das relativ wurst,denn als Person trifft es mich nicht,mir ist nur wichtig daß wenn man den Markt völlig frei regeln läßt,mitnichten wie theoretische Nullen postulieren,die beste aller möglichen Welten eintritt,man kommt ins Kasino und es wird gezockt und das Ergebnis rennt ins dysfunktionale,völlig irrational.Und dasselbe spielt sich übrigens ab wenn die Propagandisten der IV,die Agenda Austria etwa,Euch aus dem Sparbuch an die Börse treiben will, damit ihr Klientel,mit Eurer Knete spielen kann.

Balrog206
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Irgi

Haben Grünlinge keine Einfamilienhäuser ? Muß ja nicht jedem gefallen in einer Wg zu wohnen ? Und Beton Gold , es ist leider logisch da sehr viele fleißige die etwas Geld haben sich in ihrem Rahmen 1-od2 Anleger Wohnungen zu kaufen , da die Zinsen bei null sind und auch eine Entwertung immer in vielen Hinterköpfen umher schwebt ! In Graz ist man derzeit bei Neubau bei ca 5-5400€ qm b einer Wohnung ! Und da werden zur Zeit tsde gebaut 🙈🙈 wer da einzieht ist das große ??

Irgendeiner
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Roggi,Du hasts nicht verstanden,ich hab nichts gegen den Wunsch

von Einfamilienhäusern,schon weil ich niemandem verbieten kann was ich habe,ich bin ja nicht größenwahnsinnig wie mancher Schnösel,zur Zersiedelung sollte es nicht führen und in Naturschutzgebiete sollte man sich nicht setzen können ,aber daß das hier die große heilige Kuh ist,weitaus mehr als anderswo,ist auch traditionelles Fakt,und ich hab davon gesprochen daß der örtliche Zentralwunsch jetzt manchen verwehr bleibt und du lies genau.Und Wohnung oder Haus im Eigentum, beides hat Vor- und Nachteile,,das sollte man rnicht traditionalistisch sondern rational für sich entscheiden.Und Roggi,ich kenn natürlich die Motive derer die raffen,ich hatte es ja gesagt,aber das Dummspiel der Eigeninteressen führt zu weitaus mehr Wohngelegenheiten als wir brauchen und weniger Menschen die es sich leisten können,ein übliches Dummresultat wenn der Markt und die Gier regelt.Die einzigen die dabei gewinnen können sind die Bauträger,wenn es sie es nicht zu lange halten um den Preis noch höher zu treiben,,sonst kanns krachen.Und vergiß nicht, für jeden Krempel muß die öffentliche Hand und damit wir die Infrasrtruktur stellen,was dort wo es nicht gebraucht wird Irrsinn ist.Und rRggi,wohnen ist nicht ein gut wie jedes andere,das seh ich wie die Linken und es kann uns hier passieren, daß wir nochmal in Taschel greifen müssen für sozialen Wohnbau,bei Wohnungsüberschuß,das wäre die Krönung der Idiotie der Marktschwafler.

Irgendeiner
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Und Roggi noch ein unwesentlicher Nachsatz,weil ich seh

welches Bild du dir offenbar machst,der WGs wegen warats.Ich ,Roggi, hab nie in einer WG gelebt,ich hab schon als junger Mann gewußt daß ich damit inkompatibel bin,mit einer Partnerin Roggi,streitst du dir die Rituale einmal aus und das wars,eine Wg ist immer eine Diskussionsrunde in Permanenz,wenn 5 oder 6 Leute bei jeder Frage in verschiedene Richtungen ziehen,ich bin oft genug als Gast still amüsiert dabeigesessen, faszinierend was da alles aufs Tapet kommt.Um das heil zu überstehen,mußt du ungeheuer duldsam, sozial,zwanghaft freundlich und vergessensbereit sein,ich bins halt nicht,mich nervt schon die Zumutung wenn ich Trivia besprechen muß,wie oft hier und das hast dann täglich als muß.Man muß im Leben,Roggi,immer wissen wofür man gebaut ist und wo man restlos fehl am Platz ist.

feringo
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@Irgendeiner : ... nicht das ganze Spiel

Werter Irgendeiner! Da haben wir fast identische Ansichten. Nur schiebe ich den Ursprungsgrund der rechtsstaatlichen Schwäche global zu. Wenn Privatstaaten (= (inter)nationale Konzerne) finanz- mächtiger sind als Rechtsstaaten, bleibt dem Schwächeren nur das Kuschen.

Irgendeiner
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Naja,feringo, das ist eine schwierige Frage,ich versuche es in nuce,jeder demokratische rechtsstaat hat sehr zentral das recht auf Eigentum, das hat historische und auch faktisch gute Gründe,keiner von uns will daß man ihm willkürlich was wegnimmt.Und in einer repräsentativen Demokratie ist an der Urne jede Stimme gleich,was mich zwar in dunklen Momenten zweifeln läßt wenn ich sehe,was da komplexe Fragen

mitentscheidet die es sichtbar nicht ansatzweise überblickt,aber der Weg ist nicht wen auszuschließen,man muß jeden dorthin bringen seine Meinung behirnt abzugeben, Humboldtsches Bildungsideal, ist aber Kärnerarbeit und nicht unbedingt im interesse vieler Politiker.Aber es kann trotzdem halbwegs klappen solange die Repräsentanten selbst wenigstens Bescheid wissen sich nicht genau auf die intellektuellen Lücken stützen die große Teile der Bevölkerung haben,Populismus.Das eigentliche Problem liegt aber woanders,wir sind nominell an der Urne gleich,mit den genannten Problemen,aber beim Einfluß auf reale Entscheidungen sind manche faktisch gleicher,ich konnte Euch sagen bevor wer drüber sprach,daß ihr den 12 Stunden Tag und die 60 Stunden Woche kriegen würdet,weil ich wußte was die Spender von der Tiroler Adlerrunde und die IV forderten,Du könntest das nicht so durchsetzen, da hama das Strukturproblem.Oder plakativer Feringo,daß potente Erbenszähler mit Erbschein die ungeheure Unverschämtheit haben meine Gesundheit mit ihren Bilanzen abwägen,geht nur unter den Rahmenbedingungen einer strukturellen Differenz im Machtzugang,über einen Biertisch würde es trotzdem nicht kommen,man lacht.

feringo
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@Irgendeiner : ... das ist eine schwierige ...

Biertischdemokratie hin und her und Meinung behirnt abgeben, geht doch nicht, wenn sie vorher schon gezielt und kaum merkbar beeinflusst wurde und dann der Schwarmintelligenz überlassen wird. Gesund bleibt der wechselweise Einfluss von demokratischem Rechtsstaat und Privatstaat nur, solange beide gleich mächtig sind. Ansonsten führt es in die eine oder andere extreme Richtung. Dabei ist der Blick, wenn er nur auf Österreich gerichtet bleibt, lediglich ein Augenblick. Darum bin ich eher für längere Verweildauer.

Irgendeiner
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feringo,mir ist nicht klar wo du hinwillst,

alle Kinder kommen neugierig zur Welt,nur manche kriegen mehr Instrumentarium zum kritischen denken mit als andere und das nachzuholen läge im schulischen Bereich, daß Menschen manipulierbar sind wird immer bleiben,aber du kannst sie bis zu einem gewissen Grad immunisieren,und wer gelernt hat selbst zu denken feringo,hat auch keine Scheu davor in den Dissens zu gehen.Für mich gehts um die Individuen, die sind der Knackpunkt,das beste System hilft nicht wenn die Beteiligten nicht entsprechen und auch nicht sehen wenn was nicht entspricht.Und wären die Verhältnisse besser als sie sind,wäre manches schon lange von der Bühne gelacht worden.Es ist der Einzelmensch um den es geht,bei dem anzusetzen wäre und der wichtig ist.
Und was du mit Privatstaat meinst feringo, da bin ich unsicher,wenn Du sowas wie virtuelle Amtsanmaßung meinst,dafür hama den Rechtsstaat,man muß ihn nur loslassen.

feringo
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@Irgendeiner : ... nicht ganz klar wo ...

Beim einzelnen Menschen anzusetzen und die Ausbildung zu heben ist grundsätzlich richtig. Trotzdem werden Trends in demokratischen Staaten von wenigen mit viel Moneyeinsatz gesetzt. In totalitären Staaten sind es die Staatsvertreter selbst, da gibt es keine Machtdualität mehr. Mit Privatstaaten meine ich jene Organisationen bzw. Konzerne oder Firmen, die ein größeres Budget verwalten als so mancher Kleinstaat. Und so ein "Private State" im Staat wäre durchaus in der Lage die alleinige Macht an sich zu reißen. Ein solcher gescheiterter Versuch wird gerade in einem Untersuchungsausschuss behandelt (nicht in Österreich ;-))
Wohin ich will? Warnen vor mächtigen Private States, die Regierungen vor sich hertreiben.

SeCCi
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klar

weils halt genug leut/"investoren" gibt, die sich finanziell diversifizieren und einen teil ihres herumliegenden schotters in solides betongold anlegen...

Hieronymus01
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Angebot und Nachfrage.

Obwohl tausende Wohnungen in Graz leer stehen, werden diese nicht verkauft.
Es gibt sogar Leute die Wohnungen die annähernd zu 100% fremdfinanzieren und mit der Vermietung den billigen Kredit tilgen.
Immobilien sind nurmehr für finanziell bessergedtellte Anlageobjekte geworden. Siehe Ferienhäuser in der Obersteiermark.

feringo
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@Hieronymus01 : Obwohl tausende ...

Hieronymus01, Sie schreiben:
"Es gibt sogar Leute die Wohnungen die annähernd zu 100% fremdfinanzieren und mit der Vermietung den billigen Kredit tilgen."
Was ist daran so besonders?
Firmen machen das schon seit den Römern als Geschäftsmodell, sonst gäbe es keine Wohnungen zu kaufen.
Jemand, der gerade Geld flüssig hat, wird es dort verwenden, wo es nicht weniger wird. Auf der Bank lagern, wo es jährlich weniger wird? - Nein. Eine Wohnung kaufen und vermieten? - Ja.
Eine Wohnung mit Krediten kaufen, vermieten und damit die Kredite finanzieren? - Ja. Das ist zwar riskant, aber es entspricht dem freien Unternehmertum.
Etliche Wirtschaftskenner warnen allerdings vor einer hier entstehenden Immobilienblase.
Wer gewinnt, wenn siese platzt? - Genau, die Bank, weil sie über den Kreditvertrag Zugriff auf die Wohnung(en) hat.

Mein Graz
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Wohnungspreise

In Graz-Ragnitz eine Neubauwohnung mit knapp 120 m² um etwa 820.000 €, wo natürlich noch Kosten dazu kommen.
Unser - neuer - Nachbar entschied sich, einen Altbau zu kaufen und zu sanieren und auszubauen...

Griesson
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Und?

Irgendwer stolz darauf?
Außer Immobilienentwickler, deren Investoren und diversen Baugermeistern?
Eher beschämend, dass man hierzulande Fehler macht, die in anderen Ländern in der Vergangenheit gemacht wurden und mittlerweile bereut werden.

petera
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500.000 € für eine 08/15 100m2 Wohnung

Vor einigen Jahren hatte man gesagt verrückt, heute Standard.

Im das Geld habe ich vor 10 Jahren ein Haus mit 170m2 und hochwertiger Ausstattung gebaut.