In Brandenburg Umweltverbände machen gegen Tesla-Fabrik mobil

Eilantrag gegen den vorläufigen Baubeginn des Tesla-Werks bei Berlin. Umweltverbände haben Bedenken wegen der Störfallsicherheit der Autofabrik in Brandenburg.

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Elon Musk
Elon Musk © (c) AFP (ODD ANDERSEN)
 

Die Umweltverbände Grüne Liga und der Naturschutzbund (Nabu) gehen mit einem Eilantrag gegen den vorläufigen Baubeginn des Tesla-Werks bei Berlin vor. Der Anwalt der Verbände erklärte, der Antrag sei am Mittwochnachmittag beim Verwaltungsgericht in Frankfurt (Oder) eingereicht worden. Dieser Schritt richtet sich gegen die 15. Zulassung des vorzeitigen Beginns, die unter anderem den Probebetrieb der Anlage des US-Elektroautobauers in Grünheide ermöglicht.

Die Verbände hatten zunächst Widerspruch eingelegt und erklärt, einen Eilantrag zu stellen, sollte die zuständige Behörde nicht bis Mittwoch reagieren. Sie hatten Bedenken wegen der Störfallsicherheit der Autofabrik in Brandenburg geltend gemacht. Zudem seien die Antragsunterlagen geändert worden, so dass an einer positiven Genehmigungsprognose nicht festgehalten werden könne. Tesla hatte erst zu einem späteren Zeitpunkt den Bau einer Batteriefabrik beantragt.

Voraussetzung für die Zulassung eines vorzeitigen Baubeginns ist, dass eine Genehmigung des gesamten Bauvorhabens wahrscheinlich ist. Weil aber die Unterlagen für die Batterieproduktion noch nicht einmal auf Vollständigkeit geprüft worden seien, sei eine derartige Prognose derzeit nicht möglich, hieß es in den Widerspruchsunterlagen der Verbände.

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Pablo63
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Einfach großartig, dass man sich nicht von Querulanten trangsalieren lässt.

So schaut gute Standort-Politik aus. In Österreich kann man als Unternehmer nur weg rennen wenn man seinen Betrieb (auch in der Landwirtschaft) verbessern oder erweitern will.

SoundofThunder
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Turbo,Tempo,Tesla - Elon Musk in Brandenburg

Gute Dokumentation (ZDF). Allein die dortigen Wasserwerke sagen dass das Werk über 30% des dortigen Trinkwassers verbrauchen wird. In einem Gebiet wo es eh schon weniger Niederschläge gibt als früher. Die Berliner werden ein Problem mit dem Trinkwasser bekommen. Und wie die dortigen Politiker geschmiert werden und Baubewilligungen geben ohne dass vorher eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht wird. Die Bevölkerung wird vor fertigen Tatsachen gestellt.