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Plus 16,2% im 1. Quartal Automarkt: Nach Dauerflaute steigen Neuzulassungen wieder kräftig

Statistik Austria: Pkw-Neuzulassungen sind im 1. Quartal 2021 um 16,2 Prozent gestiegen; März-Ergebnisse erreichen fast Vor-Corona-Niveau. Autohandel sieht aber nach wie vor viel Unsicherheit bei Kunden.

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Kehrtwende im Autohandel: Die Pkw-Neuzulassungen haben laut Statistik Austria im 1. Quartal 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 16,2 Prozent auf 63.522 Fahrzeuge zugenommen, wobei die positive Entwicklung auf den deutlichen Anstieg im März zurückzuführen war (+177,1 Prozent auf 29.526 Pkw; Jänner: minus 38,4 Prozent, Februar: minus 5,7 Prozent). Damit lagen die Pkw-Neuzulassungszahlen im März 2021 nur 7,6 Prozent unter dem Wert vom März 2019 (31.958). Im März 2020 wurden aufgrund coronabedingter Betriebsschließungen um 66,7 Prozent weniger Pkw-Neuzulassungen gemeldet (10.654) als im März 2019. Insgesamt wurde von Jänner bis März 2021 mit 90.039 neu zugelassenen Kraftfahrzeugen (Kfz) ein Plus von 25,7 Prozent erreicht. Davon entfielen 70,5 Prozent auf neu zugelassene Pkw (Jänner bis März 2020: 76,3 Prozent).

Jänner bis April 2021: Top 20 Neuwagen

Platz 20: Dacia Sandero

Mit einem Plus von 87 Prozent holt sich der Dacia Sandero den 20. Platz. 989 Stück wurden verkauft, der Marktanteil liegt bei 1,2 Prozent.

DACIA

Platz 19: Opel Corsa

Opels neuer Kleinwagen Corsa, den es elektrisch und mit Verbrennungsmotor gibt, fährt den 19. Rang ein. 1025 verkaufte Stück machen 1,2 Prozent Marktanteil und ein Plus von 6,3 Prozent aus.

OPEL

Platz 18: BMW X1

Auf Platz 18 landet der BMW X1 mit einem Plus von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr: 1053 Stück wurden verkauft, damit hält er einen Marktanteil von 1,2 Prozent.

BMW

Platz 17: VW ID.3

Auf Platz 17 fährt der VW ID.3. 1064 Stück wurden verkauft, sein Marktanteil liegt bei 1,2 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 16: Renault Megane

Mit 1096 verkauften Stück und einem Marktanteil von 1,3 Prozent kämpft sich der Renault Megane auf den 16. Platz. Er fährt ein Plus von 95,4 Prozent ein.

RENAULT

Platz 15: Seat Ateca

1122 verkaufte Stück bedeuten für den Seat Ateca ein Plus von 26,6 Prozent, einen Marktanteil von 1,3 Prozent und den 15. Platz in der Zulassungsstatistik.

SEAT

Platz 14: Skoda Karoq

Platz 14 gehört dem Skoda Karoq, der heuer bislang 1173 Kunden fand und damit einem Marktanteil von 1,4 Prozent kassiert. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent.

SKODA

Platz 13: Seat Leon

Der Seat Leon landet mit einem Plus von 67,9 Prozent auf den 13. Platz. Das entspricht 1254 verkauften Stück und einem Marktanteil von 1,5 Prozent.

SEAT

Platz 12: VW Bus

Auf den Platz 12 rutscht der VW Bus ab: Mit 1279 Stück fährt er einen Marktanteil von 1,5 und ein Plus von 14,6 Prozent ein.

VOLKSWAGEN

Platz 11: VW Tiguan

Der VW Tiguan hat mit einem Plus von 29,7 Prozent den 11. Platz verteidigt. Die Bilanz: 1425 Stück und ein Marktanteil von 1,7 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 10: Seat Arona

Platz 10 geht an den Seat Arona: Er holt sich 1497  Verkäufe, einen Marktanteil von 1,7 Prozent und ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von 50 Prozent.

SEAT

Platz 9: VW T-Cross

Der VW T-Cross hat mit 1513 Stück den neunten Platz und 1,8 Prozent Marktanteil erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verbesserung um 68,5 Prozent.

VOLKSWAGEN

Platz 8: VW Polo

Der VW Polo landet auf Platz 8: 1605 Kunden haben sich heuer bisher für den Wolfsburger entschieden. Das macht einen Marktanteil von 1,9 Prozent und ein Plus von 16,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

VOLKSWAGEN

Platz 7: Tesla Model 3

Auf den siebten Rang schafft es das Model 3 von Tesla mit 1617 Stück und 1,9 Prozent Marktanteil. Das ist ein Plus von 89,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

TESLA

Platz 6: Skoda Fabia

Ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr kassiert der Skoda Fabia. Mit 1724 verkauften Stück landet er auf Platz 6 mit einem Marktanteil von 2 Prozent.

SKODA

Platz 5: VW Golf

Der VW Golf hat seinen angestammten Spitzenplatz verloren und fällt auf Rang 5 zurück: Mit 1884 verkauften Stück hält er einen Marktanteil von 2,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr fährt er ein Plus von 3,9 Prozent ein.

VOLKSWAGEN

Platz 4: Seat Ibiza

Der Seat Ibiza ergattert den vierten Platz. Vom Spanier wurden heuer bisher 1896 Stück abgesetzt. Marktanteil: 2,2 Prozent bei einem Plus von 90,6 Prozent.

SEAT

Platz 3: Fiat 500

Platz 3 geht an die Fiat-500-Familie: Vom Kleinwagen 500, der neuen elektrischen Variante, dem SUV 500X und dem Van 500L wurden heuer bisher 2151 Stück abgesetzt. Das entspricht einem Plus von 69,4 und einem Marktanteil von 2,5 Prozent.

FIAT

Platz 2: VW T-Roc

2208 VW T-Roc wechselten heuer den Besitzer. Das macht 2,6 Prozent Marktanteil, ein Plus von 74 Prozent und den zweiten Platz in der Zulassungsstatistik.

VOLKSWAGEN

Platz 1: Skoda Octavia

2020 war er das meistverkaufte Auto Österreichs - und auch heuer hat der Skoda Octavia die Nase vorn. 2363 neue Besitzer hat der Bestseller 2021 gefunden, das macht 2,8 Prozent Marktanteil und ein Plus von 35,7 Prozent.

SKODA
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"Die Zahl neu zugelassener Pkw ist zum ersten Mal seit September 2020 wieder kräftig gestiegen und nähert sich damit dem Vorkrisenniveau an", sagt Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. "Im März 2021 wurden fast dreimal so viele Pkw neu zugelassen wie im März des Vorjahres, in dem der erste harte Lockdown auch den Automobilhandel ausgebremst hatte."

Zulassungen nach Antriebsform

Starke Zuwächse wurden bei rein elektrischen Pkw (6.620, +172,7 Prozent), Benzin-Hybrid-Pkw (10.483, +138,3 Prozent) und bei Diesel-Hybrid-Pkw (3.462, +188,3 Prozent) beobachtet.

Es wurden aber auch mehr benzinbetriebene Pkw zugelassen (26.639, +5,6 Prozent).

Rückläufig waren hingegen die Neuzulassungen von dieselbetriebenen Pkw (16.291, -23,6 Prozent). Der Anteil an neu zugelassenen Pkw mit rein elektrischem Antrieb lag bei 10,4 Prozent und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (4,4 Prozent) mehr als verdoppelt.

Autohandel: Markt weiter von Verunsicherung geprägt

Die Statistik ist die eine Seite, die Realität in den Schauräumen von Österreichs Autohändlern die andere. So verweist Klaus Edelsbrunner, Bundesgremialobmann des Autohandels in der WKO und Peugeot-Händler in Graz, auf eine "weiterhin spürbare Verunsicherung bei vielen Kunden". Die konjunkturelle Lage, die Lockdowns in vielen Branchen und die damit verbundene hohe Zahl von Arbeitslosen und Menschen in Kurzarbeit führe "nach wie vor zu einer Kaufzurückhaltung. Wer Angst um seinen Arbeitsplatz hat, kauft kein neues Auto", sagt Edelsbrunner. "In den Schauräumen ist es nach wie vor relativ ruhig, auch die tatsächlichen Neubestellungen ziehen noch nicht richtig an". Die steigenden Neuzulassungszahlen seien demnach auch auf viele Tageszulassungen zurückzuführen, "das sehen wir derzeit markenübergreifend, viele Hersteller haben die Sorge, dass sonst am Papier Marktanteile verloren gehen", so Edelsbrunner. Zudem dürfe man nicht vergessen, "dass die Neuzulassungszahlen immer in die Vergangenheit weisen, jene Daten, die wir jetzt sehen, sind Bestellungen aus dem November und Dezember des Vorjahres". Positiv sei der abermalige klare Anstieg bei neu zugelassenen E-Autos zu werten. "Hier hat die Investitionsprämie zu einem neuerlichen Schub geführt, wobei man wissen muss, dass neun von zehn neu zugelassenen Elektroautos von Firmen angemeldet werden." 

Die beliebtesten Marken

Die Marken VW (10.197 Pkw, Anteil 16,1 Prozent), Skoda (5.735 Pkw, Anteil 9,0 Prozent) und Seat (5.174 Pkw, Anteil 8,1 Prozent) erreichten im 1. Quartal 2021 einen Marktanteil von insgesamt 33,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichneten alle Top-10-Marken Zuwächse (Audi +44,3 Prozent, Ford +34,7 Prozent, Fiat +29,2 Prozent, Seat +24,9 Prozent, VW +16, Prozent, Renault +13,8 Prozent, Mercedes +8,6 Prozent, Skoda +8,0 Prozent, BMW +5,6 Prozent, Opel +3,5 Prozent).

 

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