Interview nach MAN-Votum Siegfried Wolf: "Verlierer ist der Wirtschaftsstandort Österreich"

MAN-Belegschaft in Steyr lehnt Siegfried Wolfs Konzept ab. Hat er die Übernahme damit endgültig abgehakt? Im Interview sagt er zwar: "Sag' niemals nie", ergänzt aber: "Ich gehe nicht darum betteln, dass ich mein Geld irgendwohin tragen darf."

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Siegfried Wolf
Siegfried Wolf © FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR (FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)
 

Auch wenn Siegfried Wolf im Gespräch mit der Kleinen Zeitung betont: "Ich bin nicht enttäuscht, ich bin immer Realist" – seine Stimme lässt anderes vermuten. Dass sein Übernahmekonzept für das MAN-Werk in Steyr von der Belegschaft so deutlich abgelehnt wurde, dürfte sehr wohl an ihm nagen.

Kommentare (72)
reschal
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Verdienst

Würde Wolf auf 15% seines zukünftigen Gewinns verzichten? Bei ihm geht es zudem nie und nimmer um einen echten Verlust an finanziellen Möglichkeiten und Lebensqualität, so wie den Beschäftigten der Man in Steyer. Sie pokern leichter Hr. Wolf.

vati60
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Verlierer + Gewinner

Alles auf die Roten und die Gewerkschaft zu schieben ist wohl das billigste Argument.
Eines ist wohl sicher die Verlierer sind die Arbeiterschaft der einzige Gewinner ist wohl
der ehrenwerte Hr. Wolf der nur eines im Sinn hat bilige Arbeitkräfte (am besten
welche aus Russland die man Ausbeuten kann wie man will)

glashaus
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Leider

zählt der Arbeiter bei den Managern nichts, im Vordergrund steht nur die Profitgier. Und Wolf ist eben ein Manager.

kritik53
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MAN

MAN schließt, weil es bei diesen Begleitumständen nicht kostendeckend produzieren kann.
Glaubt wirklich jemand, dass Wolf ohne Änderungen einen lebensfähigen Betrieb führen könnte?
Wenn man heute ein Realist ist, muss man deswegen noch lange kein Arbeiterfeind oder größenwahnsinniger Manager sein.
Bei solchen Unterstellungen könnten mir alle (Verkäufer und Arbeiter) den Buckel runter rutschen.
Ich glaube nicht, dass es Wolf nötig hat, dafür zu betteln, weil er Arbeitsplätze erhalten will.

Lodengrün
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Nun

wenn die Ihnen alle dort runterrutschen dann können Sie bald alles alleine stemmen. Es wird alles heute auf dem Buckel der AN ausgetragen. Missmanagement, aufblähen der Vorstandsposten, falsche Strategie,...die Leute sollen es ausbaden.

SoundofThunder
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🤔

Wie gesagt,wir sind nur ein Lohnkostenfaktor und unselbstständige Wertlose.

Peterkarl Moscher
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Dummheit

Super Entscheidung der Gewerkschaft, statt auf 15 % Lohn zu verzichten
und noch über dem KV bezahlt zu werden sagt man nein. Jetzt werden
die Mitarbeiter nur mehr 60% AMS Geld bekommen, eine tolle Rechnung
aber auch die 1250 Mitarbeiter die Wolf übernehmen wollte sind arbeitslos.

Lodengrün
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Überlegen wir einmal

Die Belegschaft macht gute Arbeit, die Auftragslage ist klar, man hat bis auf ein Jahr Gewinne an den Mutterkonzern abgeführt. Mit anderen Worten, - der Betrieb pfeift nicht aus dem letzten Loch. Jetzt fällt dem neuen Vorstand ein wir schließen diesen Laden in Österreich. Grund dafür gibt es keinen. Wie kommt man sich da als AN vor? Spielball von Leuten die vielleicht noch gar nicht lange im Konzern sind. Sicher war und ist das für Wolf attraktiv. Schauen wir uns die Fertigungsstraßen an, alles tipptopp. Er will halt nur die Gewinne hoch blasen und da beginnt man halt bei den Gehaltskürzungen. Und wenn man sich an die MAN Versprechungen erinnert, - verbindliche Zusage bis 2030 dann wird einem gleich nochmals schummrig.

mtttt
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Rollenspiel

Das Böse in dem Fall ist Volkswagen/MAN. Die ziehen ab, auch die Produkte, nicht Wolf zieht ab. Steyr ist eine österreichische Legende, ist Ausdruck der Ingenieurskunst im Land aber auch Beleg das staatliche Unternehmen nicht funktionieren können. Wolf mit 63 Jahren hat Geld genug, er braucht das nicht. Aber klar, dass jemanden aus dem Maschinenbau die Augen leuchten, den Namen Steyr wieder zu beleben. Wäre viel mehr ein Herzblut Projekt, er kann es si h leisten und das know how ist gegeben. Verstehe den sofortigen Neid überhaupt nicht. Der Groll gehört Volkswagen

petera
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Wenn er mit Abbau von einem Drittel

Der Mitarbeiter und einem generellen Lohnverzicht von 15% ins Rennen geht, wundert mich die Reaktion der Belegschaft nicht.

Wenn es Wolf wirklich um Steyr gegangen wäre, wäre er anders ins Rennen gegangen.

Der Standort ist ja profitabel.

kritik53
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Überzahlung

Man vergisst, zu sagen, dass das Lohnniveau im Betrieb extrem hoch ist, wenn man nach einem Lohnverzicht von 15 % immer noch wesentlich über dem KV bezahlt ist. Auch MAN muss sich der weltweiten Kostensituation anpassen.

SoundofThunder
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Mtttt

Und diesem Posting stimme ich vollinhaltlich zu👍🏼

Balrog206
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Wenn

Alles so schlimm ist wie du schreibst , warum bleiben die Ma dann ? Überall werden gelernte Fachkräfte gesucht !!!
Hört sich an als wären alle dort Zwangsarbeiter wie du es schreibst ! Warum strömen tsde gelernte Handwerker zur Magna ?

Lodengrün
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@Bali

wer geht oder fährt schon gerne woanders hin arbeiten?

glashaus
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Balrog

ganz einfach weil das Geld stimmt. Würden andere auch gut zahlen bräuchten sie nicht händeringend nach FA schreien.

glashaus
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Moscher

wie lange wollte Wolf die Mitarbeiter übernehmen? Bis die nächsten Fördergelder nicht mehr fließen? Wolf ist Manager und Investor, da zählt der maximale Gewinn und nicht der Arbeitnehmer.

Balrog206
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Glashaus

Eine Unternehmerin wie du weiß bestimmt auch das ein Unternehmen Gewinne haben sollte für Investitionen usw usw !
Aber die Ma können ja beim Konsum anheuern beim gewerkschaftlichen vorzeige Betrieb !
Wie lange wollte Wolf ? Hast du in eine Glaskugel geschaut od hat er es dir gesagt?

Adler48
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Rote Chaoten

Super gemacht, SPÖ und ihre Betriebsräte! Damit vernichtet man ca. 8.400 Arbeitsplätze in der Region Steyr. Das nennt man rote Zukunftsvision. Eure Kinder und Enkel werden Euch noch verfluchen.

hbratschi
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genau, vogerl,..

...deine tollen blauen freunde machen ja alles so viel besser...🙈😁

Lodengrün
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Geld mitgebracht?

Das ist ein guter, funktionierender Betrieb der bis auf ein Jahr stets positive Zahlen schrieb. Firmenpolitik. Der Mutterkonzern, besser dessen neuer Vorstand hat das Interesse verloren. Spielball sind die Arbeiter und Angestellten.

zigarre
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Gewerkschaft

wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!

makronomic
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Gewerkschaft, Sozialisten etc. ruinieren immer die Betriebe

Wann hat jemals eine sozialistische Führung oder gewerkschaftliche Entscheidung irgendwas ordentlich unternehmerisch gemacht? KONSUM? BAWAG? LEYKAM? etc. - wohin man sieht, sobald Sozialisten versuchen Wirtschaft zu betreiben scheitern die.

MAN - klar, das Werk hat einen Wert, aber es entscheidet der EIGENTÜMER wie und mit wieviel Ressourcen gearbeitet wird denn nur er muss es wirtschaftlich halten und trägt das Risiko.

Wolf ist ein harter Manager, aber nur so gehts. Und wenn er abbauen muss, dann sind wenigstens 60% der Arbeitsplätze erhalten. Jetzt pokert man lieber auf eine Notfallaktion - okay, man wird sehen wer der Verlierer sein wird.

Und der Belegschaft: in Guten Zeiten fordert ihr Metaller immer extrem hohe Gehaltssprünge, gut - aber in schlechten Zeiten seit ihr nicht bereit mit zu helfen.
Das sollte man sich für die nächsten Lohnrunden merken.

petera
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Dann schaust einmal auf den amerikanischen Arbeitsmarkt

Dort ist es wirklich super. 2 Woche Urlaub, nur Krankenversicherung wenn der arbeitest, Krankenstand äußerst ungern gesehen und es gibt da auch nur ein paar Wochen,...

Die kapitalistischen Errungenschaften sind ein Paradies für den Arbeitnehmer.

EvaPlatzer
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...

Wenn in Österreich die Gewerkschaft nach Ihrer Ansicht die Alleinschuld an der Schließung einer Niederlassung hat, bei einem Konzern (MAN) der die letzten Jahre (bis auf 2020) Gewinne im 3 stelligen Millionbereich erzielt hat, bzw. bei allen deutschen Niederlassungen davon auszugehen ist dass dort höherer Löhne als in Steyr bezahlt werden.......
......ist es wahrscheinlich besser Sie wandern nach China aus....dort gibts keine Gewerkschaften, niedrige Löhne, niedrigen Lebensstandard.....und die Regierung ist auch solange nett zu Ihnen solange Sie brav mitmachen...

makronomic
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Realitätsfern

Sorry, natürlich ist die Gewerkschaft interessiert alle Jobs zu erhalten, klar.
Aber Sie haben nicht verstanden dass es eine wirtschaftliche Realität gibt. Man kann in Osteuropa viel billiger produzieren als im teuren Österreich- dank exorbitanten Lohnkostenvorteile / Nebenkosten.
Nirgendwo werden so hohe Löhne im Metaller Bereich bezahlt wie bei uns.
Aber keine Angst - die Lösung wird kommen,. Denke die Gewerkschaft wird das schon machen, vielleicht als Kombinat so wie im Sozialismus. Das sind natürlich extrem erfolgreiche Strukturen wie die Geschichte gezeigt hat.
(Ironie aus)

vati60
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Verlierer + Gewinner

So einen Schmarn habe ich noch nicht gehört

 
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