Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Steigerung um 28 ProzentEnde Dezember waren über eine halbe Million Menschen ohne Job

Der dritte Lockdown führt in Österreich zu einer mehr als Verdopplung der Arbeitslosigkeit in Gastronomie und Tourismus gegenüber dem Vorjahr. Im Dezember gab es mehr als ein Viertel mehr Arbeitslose und Schulungsteilnehmer als vor einem Jahr.

© APA/Georg Hochmuth
 

Seit mehr als zehn Monaten bestimmt die Coronakrise die Lage am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer lag Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um knapp 28 Prozent höher. 520.919 waren arbeitslos gemeldet oder in Schulung. Das sind um 113.047 mehr als vor einem Jahr. Erstmals gibt es im Winter 2020/2021 mehr als 500.000 Arbeitslose.

Der coronabedingte Höchststand war Mitte April mit 588.000 Jobsuchenden erreicht worden. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember in Österreich laut Arbeitsmarktservice (AMS) 11 Prozent. Das ist um 2,5 Prozentpunkte höher als im Dezember 2019.
Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent auf 3,716 Millionen zurück. Die Anzahl der sofort verfügbaren Stellen schrumpfte um 22,7 Prozent auf 50.610. Die Zahl der Personen in Kurzarbeit ist im Vergleich zum Vormonat um 140.000 gestiegen. Derzeit befinden sich laut Arbeitsministerium 417.113 Personen in Kurzarbeit.

"Fehlender Saisonstart"

"Ende Dezember 2020 zeigt der fehlende Saisonstart im Wintertourismus Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit", so Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) am Montag. "Gemeinsam mit den saisonalen Effekten im Bau ist die Situation am Arbeitsmarkt derzeit herausfordernd", sagt die Arbeitsministerin. Der dritte Lockdown führt zu einer mehr als Verdopplung der Arbeitslosigkeit in Gastronomie und Tourismus gegenüber dem Vorjahr.

Die Arbeitsmarktentwicklung unterscheidet sich stark nach Bundesländern. Den niedrigsten Anstieg von Arbeitslosen und Schulungsteilnehmern Ende Dezember im Vergleich zu Ende 2019 gab es in Niederösterreich (plus 15 Prozent), Burgenland (plus 16 Prozent), Oberösterreich (plus 17 Prozent), Steiermark (plus 21 Prozent), Kärnten (plus 21,2 Prozent) und Wien (plus 22,6 Prozent). Deutlich stärker fiel das Plus in Vorarlberg (plus 48,2 Prozent), Salzburg (plus 82,6 Prozent) und Tirol (plus 129,5 Prozent) aus.

Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen lag Ende Dezember bei 136.620, ein Plus von 37,3 Prozent gegenüber 2019.

Das Arbeitsmarktservice veröffentliche am Montagvormittag auch den Arbeitslosigkeit-Jahresschnitt. Im Gesamtjahr 2020 gab es 466.746 Arbeitslose und Schulungsteilnehmer, ein Plus von 28,5 Prozent gegenüber 2019. "Wenn auch schon Licht am Horizont erscheint, noch ist diese Krise nicht vorbei", so AMS-Vorstand Johannes Kopf.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

pianofisch
1
7
Lesenswert?

Nach der Pleitewelle

Nächsten Winter sind es dann 900.000.

scionescio
9
27
Lesenswert?

Und die große Pleitewelle kommt erst noch mit etwas Verzögerung...

... aber die 59 Medienberater des Kanzlers werden sich schon wieder etwas ausdenken, damit selbst diese halbe Million bei der nächsten Wahl wieder ihr Kreuzerl bei den Türkisen macht - denn die 59 Medienberater sind unser Geld wert... im Gegensatz zu Herrn Kurz.

sewizzard
4
8
Lesenswert?

👍

Genauso wird’s werden...