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Arbeitsmarkt "Auch 2021 wird herausfordernd": Mehr als 61.000 Steirer ohne Job

Zum Jahresbeginn sind - inklusive Schulungsteilnehmer - steiermarkweit 61.372 Personen ohne Job. 62.000 Beschäftigte in 6800 Betrieben sind in Kurzarbeit.

© (c) Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

Auf ein enorm schwieriges Arbeitsmarkt-Jahr 2020 folgt nun "ein herausforderndes Jahr 2021", betont der steirische AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe. „Das Jahr 2021 wird herausfordernd für das AMS Steiermark: Neben der Unterstützung der Betriebe und ihrer Beschäftigten über die Kurzarbeitshilfe wollen wir tausenden Arbeitsuchenden attraktive Möglichkeiten zur Weiterbildung anbieten und sie natürlich auf die offenen Stellen vermitteln.“

Die weiter anhaltende Coronakrise sowie saisonale Effekte prägen auch den Jahresstart: Mit Ende Dezember waren 54.668 Personen als arbeitslos beim AMS Steiermark vorgemeldet, das ist im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 10.812 Personen (plus 24,7 Prozent). Zusammen mit den 6704 Schulungsteilnehmern sind damit 61.372 Steirerinnen und Steirer ohne Job (+21,0 Prozent). Im Vergleich zum November 2020 ergebe sich "ein deutlicher Zuwachs der Zahl der Arbeitslosen von 11.637 Personen, ein Plus von 27 Prozent". 514.000 Personen seien geschätzt unselbständig beschäftigt (minus 6000 bzw. -1,1 Prozent), die Arbeitslosenquote liege geschätzt bei 9,6 Prozent (+1,8 Prozentpunkte). 7301 sofort verfügbare offene Stellen sind derzeit beim AMS gemeldet - das entspricht einem Rückgang von 12,1 Prozent oder 1002 offenen Stellen.

62.000 Beschäftigte in 6800 Betrieben in Kurzarbeit

Weiterhin groß sei auch das Interesse der steirischen Wirtschaft an Unterstützung durch die Corona-Kurzarbeitsbeihilfe: "Mehr als 62.000 Beschäftigte in 6800 Unternehmen befinden sich gegenwärtig in Kurzarbeit. Insgesamt wurden bisher 72.782 Abrechnungen bearbeitet und mehr als 700 Millionen Euro an die Betriebe ausbezahlt", teilt das AMS Steiermark mit.

Langzeitarbeitslosigkeit bereitet große Sorgen

"Die Unterstützung der Betriebe und ihrer Beschäftigten über die Kurzarbeitsbeihilfe bleibe jedenfalls zumindest bis ins späte Frühjahr hinein eine zentrale Aufgabe“, betont Snobe. „Darüber hinaus wollen wir den Unternehmen zum einen weiterhin Arbeitskräfte für offene Stellen vermitteln, zum anderen aber auch tausenden interessierten Arbeitsuchenden attraktive Perspektiven für Aus- und Weiterbildung offerieren. Große Sorgen bereitet indes die seit einigen Monaten stark wachsende Zahl an langzeitbeschäftigungslosen Menschen in unserem Bundesland – diese Personengruppe benötigt und verdient gerade jetzt besondere Unterstützung.“

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