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Um 250 Millionen DollarGrößter Zukauf seit 15 Jahren: Wienerberger übernimmt US-Firma

Der österreichische Ziegelproduzent Wienerberger übernimmt für einen Kaufpreis von 250 Millionen Euro die US-Firma Meridian Brick. Sie ist der größte Produzent von Fassadenlösungen in den USA. Wienerberger-Chef Heimo Scheuch: "Ein historischer Schritt."

WIENERBERGER AG - ERGEBNISSE 1. HALBJAHR: SCHEUCH
Wienerberger-Chef Heimo Scheuch © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Der heimische Ziegelproduzent Wienerberger kauft die US-Fassadenfirma Meridian Brick um 250 Millionen Dollar und verdoppelt damit den Umsatz in Nordamerika auf über 800 Millionen Dollar (653 Millionen Euro). Die Business Unit North America erwartet sich nach Synergien ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von über 120 Mio. Dollar bis 2023. Verkäufer ist Boral und eine Tochterfirma von Lone Star Funds.

Das in Georgia beheimatete Unternehmen Meridian Brick ist kapazitätsmäßig der größte Produzent von Fassadenlösungen in den USA und verfügt über eine starke Marktposition in Kanada, so Wienerberger heute in einer Aussendung. Mit über 1.000 Mitarbeitern in 20 Werken in den USA und Kanada erwirtschaftete Meridian Brick demnach im vergangenen Geschäftsjahr (zum 30. Juni 2020) einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Dollar.

Neuer Marktführer

"Diese Akquisition ist unsere größte Übernahme seit fünfzehn Jahren. Wir erweitern unser Angebot in Nordamerika ganz wesentlich, schaffen einen neuen Marktführer und damit eine starke Basis für nachhaltiges Wachstum", so Wienerberger-Chef Heimo Scheuch. Die Finanzierung der Transaktion erfolge aus bestehenden Kreditlinien. Nach erfolgter Übernahme werde Wienerberger nach wie vor über eine starke Bilanz- und Liquiditätsposition verfügen. Es sei zu erwarten, dass das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Ebitda beim rund Zweifachen zum Jahresende 2020 liegen werde.

Die USA seien ein sehr attraktiver Markt mit einem derzeit noch geringen Bauvolumen bei einer wachsenden Bevölkerung. Der Kaufpreis sei "sehr attraktiv" gewesen, Wienerberger werde ihn in weniger als vier Jahren zurückverdient haben, so Scheuch heute vor Journalisten. Er erwartet sich 20 Millionen Dollar an Synergien pro Jahr. Die Übernahme sei ein "historischer Schritt".

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