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Milliardenstrafe gekipptEU-Gericht: Persilschein für Apples Steuerdeal

Apple erringt Sieg vor EU-Gericht. Der Konzern muss Rekordstrafe in Höhe von 13 Milliarden Euro nicht zahlen. Steuererleichterung ist rechtens.

Apple muss Milliardenstrafe der EU nicht zahlen
Apple muss Milliardenstrafe der EU nicht zahlen © AP
 

Es war eine aufsehenerregende Entscheidung: Im August 2016 verdonnerte die EU-Kommission den IT-Konzern Apple zu einer Zahlung von 13 Milliarden Euro. Der Grund: Steuererleichterungen Irlands seien eine ungerechtfertigte staatliche Beihilfe. Genau das verneint nun das Gericht der Europäischen Union (EuG). Sowohl Apple als auch die Republik Irland hatten geklagt.

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Danke für Ihr Verständnis.

Kristianjarnig
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Und trotzdem wird das "Glump" gekauft.

Beruflich arbeite ich(für eine irische Firma die natürlich auch Apple nutzt) mit dem Apple Zeugs, mich persönlich konnte dieses "geschlossene" System nicht überzeugen(ich verstehe aber das dieses Instrument der feuchte Traum eines jeden Firmen IT Admins ist).

Privat nutze ich Android(Samsung und einmal auch Huawei) und bin mehr als nur glücklich damit. Preislich interessanter.

Die Steuertrickserei die Apple seit langem abzieht(zusammen mit seinen "US Brüdern" Amazon, Google und Co.) geht für mich auf keine Kuhhaut mehr. Schade das die EU sogar noch zustimmt das das alles so legal ist.

Bei den Privatbürgen werden dann natürlich die Samthandschuhe seitens der EU abgelegt - eine zeitlang mußte ich in Irland versteuern(jetzt Italien, auch nicht das gelbe vom Ei aber um Welten besser als die Iren) und das war ein Albtraum.
Obwohl alle Angaben komplett waren wurden gleich 2 Monate "Emergency tax" vom Einkommen abgezogen(mehr oder weniger der Höchstsatz um "auf der sicheren Seite" zu sein - danach darf man dann Jahrelang dem Geld nachlaufen und das schafft man auch nur wenn man sich einen "accountant"(Steuerberater) leistet. Alleine, so wie man es in Österreich überlicherweise macht, keine Chance.

Fazit: Verlogenes und korruptes Steuersystem das Firmen MASSIVST bevorzugt(solange es Riesenkonzerne sind) und beim Normalbürger wird tief in die Tasche gegriffen.
Auf die EU bezogen macht dann noch jedes Land was es will - so wird das nie etwas mit einer funktionierenden EU.

jg4186
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Steuertricksern endlich das Handwerk legen

Da kann man nur zustimmen.
Nur leider: Das ist nicht so sehr eine juridische, sondern eine politische Frage. Diese weltweiten, großen Firmen nützen Möglichkeiten aus, die einzelnen Länder ihnen bieten. Leider auch innerhalb der EU. Solange Irland, Malta, Niederlande u. a. Firmen wie Apple, Google & Co. mit niedrigen Steuern "ködern", wird sich nichts ändern. Innerhalb der EU müssen für alle die selben Steuersätze gelten, sonst sind keine wirkliche Gemeinschaft.
Und: Wo zahlen gr. europäische Firmen ihre Steuern? Wo, z. B. der VW verkauft oder wo er produziert wird?

mostlant
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Das sind keine Steuertrickserein sondern

es werden die legalen Möglichkeiten der freien Marktwirtschaft genutzt. Jeder Unternehmer und somit jeder Konzern kann sich frei jedes Land aussuchen wo eine Niederlassung gegründet wird. Entscheidend ist ,dass alle Unternehmen in dem besagten Land steuerlich gleich behandelt werden. In diesem Sinne hat Irland Apple steuerlich nicht begünstigt; die EU Kommission konnte nicht nachweisen dass eine steuerliche Begünstigung vorliegt. Somit ist dieses Urteil korrekt. Innerhalb der EU bei freier Marktwirtschaft gleichzeitig einen einheitlichen Steuersatz für alle Länder einzuführen ist wohl ein gewünschtes Hirngespinst ; es sei denn wir bekennen uns zu kommunistischen Verhältnissen zu bewegen.

Kristianjarnig
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@mostlant

Sie haben natürlich recht was die rechtlichen Grundlagen angeht. Trotzdem ist es Wortklauberei.

Nur weil etwas rechtens ist heißt das lange noch nicht das es richtig ist. Und Irland ködert diese Firmen, greift als Nettoempfänger auch bei der EU(also wieder uns) doppelt "in die Kasse" und will sich dann nichts sagen lassen.

So kann es nicht sein.

Ich hätte das richtige Wort dafür was die Iren und Co(Malta, Luxemburg - wobei sich letztere ja noch nebenbei mächtig aufspielen in der EU) hier so treiben. Ist aber nicht "Forumstauglich" ;-) .

Diesen Staaten muß endlich mal auf die Finger geklopft werden. Oder sie können sich mit den Briten außerhalb der EU zusammentun. Dann können sie sich gegenseitig die Butter vom Brot stehlen weil es ja wieder EU Zölle geben würde was auch richtig ist(hoffen wir mal sie fallen wenigstens bei den Briten nicht um wie üblich).