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Luftfahrt-Krise dauert anFerienflieger Condor will bis zu 1000 Stellen streichen, die AUA 1100 Stellen

Wegen Coronakrise sollen 25 Prozent der Arbeitsplätze bei Condor wegfallen. AUA-Chef Alexis von Hoensbroech sieht die AUA jedenfalls "dauerhaft gerettet". Mitarbeiterabbau soll über die Fluktuation erreicht werden.

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech: Aus jetziger Sicht 1.100 Mitarbeiter zu viel
AUA-Chef Alexis von Hoensbroech: Aus jetziger Sicht 1.100 Mitarbeiter zu viel © APA/Hans Punz
 

Der deutsche Ferienflieger Condor wird nach Worten von Firmenchef Ralf Teckentrup wegen der Coronakrise bis zu 25 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen. Das wären bis zu 1000 Stellen, sagte Teckentrup der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".

Er äußerte zugleich die Einschätzung, dass die durch die Corona-Pandemie bedingte Krise der Luftfahrtbranche noch bis 2024 dauern werde. Condor wird mit rund einer halben Milliarde Euro Finanzhilfe vom Staat am Leben gehalten.

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech sieht mit dem 600 Millionen Euro schweren Hilfspaket die Fluglinie AUA dauerhaft gerettet, wie er im Interview mit dem "Standard" (Wochenendausgabe) sagt. "Die AUA ist mit dem Geld dauerhaft gerettet. Sie war ja vor der Corona-Krise kein Sanierungsfall, sondern seit sieben Jahren in der Gewinnzone."

Kurzarbeit statt Kündigungen

Nun seien für zwei Jahre Kurzarbeit geplant, so lange könne es keine Kündigungen geben. "Unser Ziel sind 80 Prozent der früheren Unternehmensgröße im Jahr 2022", sagt Hoensbroech. "Da hätten wir dann aus jetziger Sicht 1.100 Mitarbeiter zu viel." Derzeit hat die AUA 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er gehe davon aus, dass ein großer Teil des Abbaus bis zum Jahr 2022 über die Fluktuation erreicht werden könne.

Die AUA-Mitarbeiter verzichten für fünf Jahre auf 300 Mio. Euro. Boden- und Bordpersonal verzichten laut dem AUA-Chef nach der Kurzarbeit auf bis zu 13 bzw. 15 Prozent, der Vorstand auf 15 Prozent des Grundgehalts, Boni werde es wohl nicht geben. "Ich werde auf deutlich mehr als die Hälfte meines bisherigen Gesamteinkommens verzichten", sagt Hoensbroech.

Rückerstattung für Tickets

Die Kunden erhalten eine Rückerstattung ihrer Tickets für gestrichene Flüge. Es gehe um einen "hohen zweistelligen Millionenbetrag", die Servicecenter arbeiten auf Hochdruck, versichert der Manager. "Aber es wird noch viele Wochen dauern, bis wir alles abgearbeitet haben."

"Die eigentliche Dividende der AUA-Rettung ist der Erhalt des Drehkreuzes Wien", meint er. An der AUA hänge eine Wirtschaftsleistung von rund fünf Milliarden Euro im Jahr, und dafür wurden einmalig 150 Mio. Euro in die Hand genommen. "Das ist kein schlechtes Investment."

Das Rettungspaket umfasst insgesamt 600 Mio. Euro: 150 Mio. sind eine nicht-rückzahlbare Subvention des österreichischen Staates, 150 Mio. kommen von der Konzernmuttergesellschaft Lufthansa und 300 Mio. sind ein Kredit, der vom österreichischen Staat zu 90 Prozent garantiert ist.

Kommentare (3)

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Mezgolits
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Luftfahrt-Krise dauert an

Vielen Dank - ich meine: Der umweltfreund-
lichste Weg aus der Krise = - 50 % der Beschäf-
tigten + 50 % Mineralölsteuer auf alle Flugtreib-
stoffe + Körper-Gewicht-gerechte Flugpreise =
Körper-Gewicht + Gepäck-Gewicht - addiert.
Stefan Mezgolits, selbst finanzierter Erfinder.

marcneum
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Falsch

Staatlich (bzw durch Steuergeld) finanzierter Erfinder...

Mezgolits
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Vielen Dank - richtigerweise, habe ich unseren

Staat, mit der Mehrwertsteuer für die Anmelde-
+ Patentanwalt- + Erteilungs- + Erneuerungs- +
Prototyp-Kosten = 20.000.- x 20 % = mit 4.000.-
EUro - für mein erteiltes Patent, mitfinanziert =
Stefan Mezgolits, staatmitfinanzierter Erfinder.