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AnalyseDie Klimaziele lassen in Österreich keinen Stein auf dem anderen

Österreich soll laut Regierungsplänen bis 2040 CO2-neutral werden. Doch den wenigsten ist bewusst, welchen Kraftakt dieses Ziel in der Praxis erfordert – sofern es wirklich ernst genommen wird.

© drizzd - Fotolia
 

Erst herrschte unter Fachleuten ungläubiges Staunen. Als die türkis-grüne Bundesregierung Anfang des Jahres ihr Regierungsprogramm vorstellte, fand sich im Klimaschutz-Kapitel ein Ziel, das alles bisher da gewesene in den Schatten stellte: Österreich soll „bis spätestens 2040“ klimaneutral werden. Das Land soll also seinen Treibhausgasausstoß binnen 20 Jahren auf annähernd Null reduzieren. Ein Vorhaben, das dem Pariser Klimavertrag entsprechen würde und das EU-Ziel einer CO2-Neutralität bis 2050 sogar um ein Jahrzehnt überträfe.

Kommentare (2)

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Nihiltimeo
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Es gäbe einen Königsweg

Die einzig realistische Chance das Ziel zu erreichen ist auf synthetischen Treibstoff zu setzen. Synthetischen Treibstoff kann man komplett aus der Luft herstellen. Die Fabriken errichtet man in Wüstengegenden wo genügend Sonnenenergie zur Herstellung vorhanden ist. Dann füllt man die existierenden Pipelines/Tankschiffe damit . Die gesamte existierende Infrastruktur kann weiterverwendet werden.
Und das Zuckerl wäre: produziert man mehr Treibstoff als benötigt, speichert man diesen zurück in die Erdöllager und reduziert damit den CO2 Gehalt der Atmosphäre !

Laser19
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Ich denke jedem ist bewußt

dass es sich um leere Versprechen und um eine Mogelpackung handelt. Alternative Energien kommen nicht ohne Backup aus (die Sonne scheint in der Nacht nicht, entsprechende Speicher sind nicht verfügbar). Die CO2 freie elektrische Energie rechnet sich im Durchschnitt über's Jahr, wird aber im Winter ebenfalls nicht ohne Stromimporte (CO2 belastet oder Kernenergie) auskommen und wird über Stromexporte im Sommer schöngerechnet. Die Umwälzungen im Verkehrs-, Gebäude-, Industrie- und Landwirtschaftsbereich werden nicht finanzierbar sein. Wasserstoff ist im angedachten Zeitraum ohnehin unrealistisch, deutsche Firmen steigen aus der Entwicklung schon wieder aus (für 100 km Reichweite braucht ein Wasserstoff KFZ mindestens doppelt soviel Energie wie ein Akku basiertes E- Auto).
Österreich betreibt schon wieder Goldplating - es wird teuer und nicht erreichbar.