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Exporte und Importe steigenÖsterreich handelt zu 70 Prozent mit EU-Staaten

Mit Abstand wichtigster heimischer Handelspartner ist Deutschland. Der Austrohandel mit China boomte 2019 ebenfalls. Keine Brexit- und Coronavirusspuren in Bilanz.

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Österreichs Außenhandel hatte auch im vergangenen Jahr den Fokus federführend auf Europa gelegt: Rund 70 Prozent des heimischen Außenhandels wurden nämlich mit EU-Staaten abgewickelt.

Der mit Abstand wichtigste Handelspartner war wieder Deutschland, wobei es sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten leichte Rückgänge gab (Einfuhren: -1 Prozent auf 55,3 Milliarden Euro, Ausfuhren -0,2 Prozent auf 45,14 Milliarden Euro). Die USA sind seit 2015 die zweitwichtigste heimische Exportdestination Österreichs. 2019 gingen jedoch die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten um 3,4 Prozent auf 10,25 Milliarden Euro zurück, die Einfuhren stiegen dagegen stark um fast 19 Prozent auf 7,11 Milliarden Euro.

Exporte und Importe in Österreich

In Summe legte Österreichs Außenhandel 2019 abermals zu.

Die Einfuhren stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf knapp 158 Milliarden Euro, die Ausfuhren erhöhten sich um 2,5 Prozent auf fast 154 Milliarden.

Italien, das zurzeit massiv unter der Coronavirusepidemie leidet und nun sogar von der Regierung ein Zehn-Milliarden-Wirtschaftspaket bekommen soll, war im Jahr 2019 wieder Österreichs zweitwichtigstes Einfuhrland. Die Importe aus Italien legten sogar um 4,3 Prozent auf 10,39 Milliarden Euro zu. Im Ausfuhrranking belegte Italien nach Deutschland und den USA erneut Platz drei, die Exporte nach Italien stagnieren bei knapp 9,8 Milliarden Euro.

Der Austrohandel mit China boomte 2019, freilich noch vor Ausbruch der Coronavirusepidemie. In den vergangenen fünf Jahren war das Reich der Mitte stets unter den zehn wichtigsten Handelspartnern Österreichs, 2019 nahm es mit einem Importanteil von 6,2 Prozent (9,82 Milliarden Euro) wieder Platz drei ein. Der Exportanteil war mit 4,46 Milliarden Euro (2,9 Prozent) nur halb so hoch (Rang zehn).

Der EU-Ausstieg Großbritanniens (Brexit) schlug sich nicht groß in der Außenhandelsstatistik nieder. Das Vereinigte Königreich war 2019 wie schon 2018 auf Platz neun der wichtigsten Exportländer, im Importranking stieg das Land um einen Platz auf Rang 12 auf.

Als Motor des österreichischen Außenhandels fungieren Maschinen und Fahrzeuge. Dort betrug der Einfuhranteil im Vorjahr 35,9 Prozent, der Ausfuhranteil lag bei 40,2 Prozent. Die wertmäßig weiteren wichtigen Exportproduktgruppen waren bearbeitete Waren, chemische Erzeugnisse und sonstige Fertigwaren.

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