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Abschluss erzielt Reinigungsbranche zahlt ab 1. Jänner um 2,75 Prozent mehr

Mehr Mindestlohn, mehr Stundenlohn, transparentere Lösungen für Zuschläge: 40.000 Beschäftigte der Reinigungsbranche erhalten einen neuen Kollektivvertrag.

Ab Jänner gibt es mehr Geld für Reinigungskräfte
Ab Jänner gibt es mehr Geld für Reinigungskräfte © Silvia Bogdanski - stock.adobe.c
 

Putzen wird ab 1. Jänner 2020 besser bezahlt: Die rund 40.000 Beschäftigten der Reinigungsbranche erhalten um durchschnittlich 2,75 Prozent mehr Lohn. "Das ist der bisher beste Abschluss dieser Herbstlohnrunde", betonte die Vorsitzende des Fachbereichs Gebäudemanagement in der Gewerkschaft vida, Monika Rosensteiner, und sprach von einem "sauberen Abschluss". Im Vorjahr betrug das Plus 3,5 Prozent.

Die aktuelle Anhebung gelte quer über alle Lohngruppen - auch für die Lehrlinge, wie die Gewerkschaft am Freitag nach Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen bekanntgab. Der Mindestlohn für die Arbeitnehmer in der Denkmal-, Fassaden-, Gebäudereinigung und Hausbetreuung steigt zum Jahreswechsel von derzeit 1.555,34 auf 1.598,11 Euro. Der Stundenlohn wird von 8,98 Euro auf 9,23 Euro brutto erhöht. Im ersten Lehrjahr werden künftig 780,19 Euro pro Monat bezahlt, im zweiten 975,24 Euro, im dritten 1.189,79 Euro und im vierten 1.365,33 Euro.

Urlaubs- und Weihnachtsgeld jetzt alle drei Monate

Zu einer Änderung kommt es auch bei den Sonderzahlungen: Das Urlaubs- und das Weihnachtsgeld werden quartalsweise ausbezahlt. "Somit kommen die Mitarbeiterinnen früher zu ihren Sonderzahlungen und können dadurch ihren finanziellen Alltag sicherlich besser bewältigen", so die Gewerkschafterin.

Zuschläge für Mehrarbeit, Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste sollen fortan transparenter geregelt werden und klarer am Lohnzettel überprüfbar sein. "Ein wichtiger Schritt im Kampf gegen nicht korrekte Lohnabrechnungen", vermerkte Rosensteiner.

Die Rahmenbedingungen insgesamt bezeichnete sie aber als "sehr unattraktiv". In der Reinigungsbranche seien mit einem Anteil von rund 70 Prozent überdurchschnittlich viele Frauen tätig und es gebe sehr viel Teilzeitbeschäftigung auf einer sehr geringen Stundenbasis, so die Gewerkschaftsvertreterin. Über die nun erreichte "kräftige Lohnerhöhung" ist die Arbeitnehmervertreterin aber den Angaben zufolge zufrieden.

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