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Einigung bei KVGehälter im Handel steigen im Schnitt um 2,35 Prozent

Einigung in der vierten Runde der Verhandlungen zum Handels-KV Donnerstagnacht: Für Einstiegsgehälter gibt es ein Plus von 2,5 Prozent, für höhere Gehälter plus 2,2 Prozent.

© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Nach vier Verhandlungsrunden und mehr als 200 Betriebsversammlungen haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft am Donnerstagabend auf einen neuen Kollektivvertrag für die rund 413.000 Angestellten und 15.000 Lehrlinge im Handel geeinigt. Im Schnitt steigen die Gehälter per 1. Jänner 2020 um 2,35 Prozent.

Freizeittage nach 10 bzw. 15 Dienstjahren

Bei den ersten drei Gehaltsgruppen gibt es ein Plus von 2,5 Prozent, bei höherer Bezahlung beträgt das Plus 2,2 Prozent. Das kollektivvertragliche Mindestgehalt für Vollzeitangestellte im alten Handels-KV steigt von derzeit 1634 Euro auf künftig 1675 Euro brutto pro Monat, und im neuen KV von 1677 auf 1714 Euro brutto. Die Sozialpartner vereinbarten außerdem, dass es im zehnten und fünfzehnten Dienstjahr jeweils einen zusätzlichen Freizeittag gibt. Die Lehrlingsentschädigung steigt, wie schon im Vorjahr vereinbart, im Durchschnitt um 7,4 Prozent.

Gewerkschaft zufrieden

Die Gewerkschaft zeigt sich trotz ihrer ursprünglichen Gehaltsplusforderung von durchschnittlich 4,4 Prozent mit dem KV-Abschluss zufrieden. "Für uns war wichtig, dass insbesondere die unteren Gehaltsgruppen - und das ist ein Viertel aller Handelsangestellten - eine überdurchschnittliche Erhöhung erhalten", sagte die gewerkschaftliche Chefverhandlerin Anita Palkovich von der GPA-djp nach dem Ende der Verhandlungen. Es habe sich ausgezahlt, "mutige Forderungen" zu stellen. Mit den beiden Freizeittagen sei außerdem "nun ein Fuß in der Tür" für die leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche.

"Positive Elemente"

Für den WKÖ-Handelsobmann und Chefverhandler Peter Buchmüller wurde "ein ganz gutes Ergebnis" erreicht. "Wir sind recht zufrieden." Das Verhandlungsergebnis beinhalte "für beide Seiten positive Elemente". Mit dem Kollektivvertragsabschluss würden die Sozialpartner auf die Konjunktureintrübung Rücksicht nehmen, für die Handelsangestellten gebe es aber auch ein reales Plus, so der Arbeitgebervertreter. Die für die Verhandlungen relevante Inflationsrate betrug 1,7 Prozent.

Wir sind recht zufrieden

Peter Buchmüller

Umstellung auf neuen KV

Die rund 80.000 Handelsbetriebe haben bis Ende 2021 Zeit, auf das neue Kollektivvertrags-Schema umzusteigen. Die großen Handelsketten haben laut Gewerkschaftsangaben noch nicht auf den neuen Handels-KV umgestellt. Laut WKÖ-Angaben verwenden aber schon zahlreiche kleine und mittlere Händler sowie neugegründete Handelsbetriebe den reformierten Handels-KV.

Wir können den Abschluss gut mitragen

Anita Palkovich

 

Kommentare (5)

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jaenner61
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na da freuen wir uns aber wirklich

netto werden da im durchschnitt 20€ euro rauskommen. gott sei dank braucht bzw können wir davon ohnehin nichts aufs sparbuch legen, da würde dann die kest das geld fressen

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zafira5
1
4
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Wowww

Die Handelsangestellten bekommen 2,35% mehr.
Was für ein gigantisches Entgegenkommen der Dienstgeber
speziell von den großen Konzernen.

Die Wahrheit sieht so aus:

Die Konzerne erhöhen stillschweigend bei Artikeln des
täglichen Bedarfs die Preise zwischen 5 und 10%.
Schwupps und schon ist die gigantische Lohnerhöhung ausgeglichen.
Warum steigen die Konzerne nicht auf den KV um und der
Gesetzgeber sieht lächelnd zu.
Ach ja es wird ja immer nur auf die kleinen Betriebe herumgehackt und die größen richten es sich so wie sie es brauchen.

Zur Gewerkschaft:

Sie haben gekämpft um diesen Abschluss. HAHA

Sie haben das gemacht was die Konzerne wollten.

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3baa8be8e08e0edad2407394143f462c
6
36
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Arbeiten wir um zu leben oder leben wir um zu arbeiten?

Einfach nur lächerlich diese 2,2 Prozent, der Kollektivvertrag im Handel ist einer der schlimmsten und schlechtbezahltesten die es gibt!

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martin19
5
1
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Kollektivvertrag Handel

...und wo kaufen Sie ein? Internet hauptsächlich oder, sie geistiger Tiefflieger!

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jan31
2
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Nicht zum schönreden aber

In der Gastronomie wird noch schlechter bezahlt. Da ist der mindest KV unter 1550 Brutto. Von der Arbeitszeit will ich nicht reden. Dazu kommt der große Umbruch in der Gastro. Weniger Umsätze, weniger Trinkgeld. Ein Strudel, der ist nicht mehr zu halten. Die Kaufkraft der unteren Schicht sinkt weiter. Was das heißt in Zukunft muss ich hier nicht weiter ausführen.
Ob sich diese 'super' 2,2 nächstes Jahr noch spielen?

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