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Digitalwährung LibraWeitere Firmen steigen aus: Rückschlag für Facebook-Währung

Auch Ebay, Stripe und Mastercard ziehen sich zurück. Start der Digitalwährung aber weiterhin für Jahresmitte 2020 geplant.

Facebook-Währung Libra
Facebook-Währung Libra © APA/dpa/Kay Nietfeld
 

Rückschlag für die Kryptowährung Libra des Internetkonzerns Facebook: Ebay und der Online-Bezahldienst Stripe steigen aus der für den Aufbau der weltweiten Digitalwährung gegründeten Libra Association aus, wie beide Firmen am Freitag mitteilten.

"Wir respektieren die Vision der Libra Association sehr; dennoch hat Ebay beschlossen, als Gründungsmitglied nicht weiterzumachen." Einem Bericht des Sender CNBC zufolge zieht sich auch der Kreditkartenanbieter Mastercard zurück. Erst vor kurzem war Paypal aus dem Projekt ausgeschieden.

Facebook stößt mit seinen Plänen für die eigene Kryptowährung Libra auf den Widerstand von Notenbanken, Aufsichtsbehörden und Politikern. Wegen der potenziellen Zahl der Nutzer - bei Facebook sind etwa 2,4 Milliarden Menschen registriert - könnte die geplante Digitalwährung im internationalen Geldsystem langfristig eine wichtige Rolle spielen. Experten trauen dem weltgrößten Internet-Netzwerk aus dem Silicon Valley zu, damit das Finanzsystem auf den Kopf zu stellen - weil Geldtransfers zwischen Personen und zwischen Ländern schneller und günstiger werden dürften.

Verwaltungsrat soll am Montag gewählt werden

Trotz des heftigen internationalen Gegenwinds schreitet das Libra-Projekt voran. Die Libra Association wird sich am Montag in Genf treffen und einen Verwaltungsrat für die Vereinigung wählen. Zudem sollen die Mitglieder einer Charta zustimmen, welche die Grundsätze des Projekts festlegt.

Die Grundidee und auch der Zeitplan für das Projekt einer Digitalwährung seien weiterhin unverändert, erklärte eine Libra-Sprecherin am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. So werde der Start der Digitalwährung nach wie vor gegen Ende des ersten Halbjahres 2020 angestrebt, zudem solle die Libra Association bis zu diesem Datum auf rund 100 Mitglieder aufgestockt werden.

Eine Allianz mit Rissen

Bei Ankündigung des Libra-Projekts Mitte Juni umfasste dieses 28 Gründungsmitglieder. In der Folge der andauernden und heftigen Kritik von Politikern und Regulatoren ist es allerdings in der Allianz zu Rissen gekommen. Vergangenes Wochenende hatte Paypal den Austritt aus dem Libra-Projekt bekanntgegeben, ohne näher auf seine Bewegggründe einzugehen. Laut US-Medien zeigen sich auch die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard über den politischen Widerstand besorgt.

Der Leiter des Libra-Projekts, David Marcus, hatte im September in einem Interview erklärt, dass die Libra Gesellschaft derzeit ein operatives Team aufbaue. Das Libra-Projekt solle noch bis Ende Jahr von Facebook geführt werden und dann an die Libra Association übergehen.

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