AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

SportdiskontDecathlon will 2020 neue Standorte in Österreich eröffnen

Der französische Sportdiskonter, derzeit in der SCS Vösendorf präsent, wollte bereits 2019 expandieren, verschiebt dies nun auf 2020. Decathlon zeigt sich mit dem Start auf dem "schwierigen Markt Österreich" aber zufrieden.

Der Diskonter Decathlon verschiebt die Expansion in Österreich auf 2020 © Decathlon/Vincent Krieger
 

Der französische Sportartikeldiskonter Decathlon ist mit dem Start seiner Österreich-Tochter zufrieden. Die derzeit einzige Filiale im SCS Park in Vösendorf (NÖ) hat in den vergangen zwölf Monaten einen Umsatz von rund 10 Millionen Euro erzielt, im Online-Shop beliefen sich die Erlöse auf 3 Millionen Euro. Dies sei ein "sehr gutes Ergebnis", so Decathlon-Österreich-Chef Gabor Posfai im Gespräch mit der APA.

Zwei bis vier Standorte

Eigentlich wollte Decathlon im Jahr 2019 noch mindestens eine weitere Filiale in Österreich eröffnen. Laut Posfai würden derzeit noch viele Verhandlungen über mögliche Standorte laufen. Bis Ende 2020 will er mindestens zwei bis vier Filialen in Österreich haben, später dann zehn Shops. Decathlon betreibt große Standorte - die Filiale in Vösendorf hat 5.000 Quadratmeter - und verkauft fast ausschließlich Eigenmarken. In Österreich liegt der Eigenmarkenanteil beim Umsatz bei 94 Prozent.

Die Übernahme von Sports-Direct-Österreich (vormals Sport Eybl/Sports Experts) ist für den Decathlon-Österreich-Chef kein Thema. Sports Direct hat in den vergangenen Jahren hierzulande viele Filialen geschlossen. 2013 hatte sich Decathlon noch für Sport Eybl interessiert.

Über Decathlon

Decathlon wurde im Jahr 1976 gegründet und ist mit einem weltweiten Umsatz von 12 Milliarden Euro sowie rund 80.000 Mitarbeitern einer der größten internationalen Sportartikelhändler.

Der Diskonter betreibt mehr als 1.500 Filialen in 54 Ländern. Als erster Auslandsmarkt startete Decathlon 1986 in Deutschland. Erst mit einem flexibleren Filial-Größenkonzept begann in den vergangenen Jahren die große internationale Expansion. Neben Frankreich gehören Spanien, Italien, Deutschland, Polen, Ungarn und Rumänien zu den größten Decathlon-Märkten.

Aktuell kämpfen die Franzosen noch mit einer niedrigen Bekanntheit in Österreich. Posfai verwies auf eine Befragung, wonach nur 13 Prozent der Österreicher den Sportdiskonter kennen. Der Sporthändler investiert deswegen kräftig in Werbemaßnahmen. Mit weiteren Filialeneröffnungen und dem Ausbau des Online-Geschäfts will Decathlon hierzulande langfristig einen Marktanteil von 10 Prozent erreichen.

Camping und Wassersport ziehen

Österreichs Sportartikelmarkt ist heiß umkämpft. Neben Intersport, Sport 2000, Hervis und Sports Direct gibt es auch zahlreiche kleine Fachhändler. Der norwegische Sporthändler XXL Sports ist Decathlon im Herbst 2017 mit seinem Österreich-Start zuvorgekommen und betreibt bereits fünf Filialen. Für Posfai ist Österreich ein "sehr schwieriger Markt, weil es so viele Mitbewerber gibt".

Decathlon will vor allem mit einer großen Auswahl von Eigenmarkenprodukten bei preisbewussten Kunden punkten. Posfai vergleicht Decathlon vom Geschäftsmodell her mit Ikea. Im Skisegment will man die Österreicher dennoch mit den Marken wie Atomic, Fischer und Rossignol in die Filialen locken. Besonders gut haben sich bei Decathlon in Österreich in den vergangenen zwölf Monaten Artikel aus dem Bereich Camping und Wassersport verkauft. Wurfzelte und aufblasbare Zelte wanderten besonders häufig über den Ladentisch. Auch der Fahrrad-Verkauf lief gut. Der Decathlon-Österreich-Chef sieht besondere Wachstumschancen im Bereich E-Bikes und Fitness.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

eleasar
4
4
Lesenswert?

Habe durch eine französische Freundin von Decathlon erfahren.

Preis/Leistung sind wirklich super! Bin sehr zufrieden und hoffe auf eine baldige Filiale in Graz.

Antworten
Kristianjarnig
0
2
Lesenswert?

Naja @eleasar

Ich kann da so nicht ganz zustimmen. Warum fragen Sie?

Gut, beruflich bedingt hänge ich schon einige Zeit hier in Apulien fest(hat seine Vorteile, aber auch einige Nachteile), nähe Bari.

Hier im Süden Italiens gibt es leider recht wenige Baumärkte, diejenigen die es gibt sind von den Franzosen(Leroy & Merlin). Kein Vergleich zu österreichischen Baumärkten, leider. Schwaches Personal, noch schwächere Produktauswahl, dafür hohe Preise.

Bei den großen Sporthändlern ist es ähnlich - was es hier gibt ist sehr kleine Intersport Filialen(nicht Wert dort überhaupt vorbeizuschauen) und dann eben Decathlon. Fahrräder - NUR Eigenmarke(billigstes Billigprodukt, erst gestern versuchten wir wieder ein Fahrrad für meine 7 jährige zu finden und die Auswahl war 1 von 1(ungelogen) - BTWIN)für das Alter. Das gilt auf für den GROSSTEIL des restlichen Sortiments, BTWIN fast überall, dazwischen, wohl als Alibi, ein paar gute Marken mit dabei.

Verstehen Sie mich nicht falsch, BTWIN ist ok wenn man was SEHR billiges braucht weil einem ein Markenprodukt zu schade dafür ist. Aber mir gehen österreichische Sportmärkte(ebenso wie baumärkte) massivst ab.

Ich kann für Decathlon also nur das Billigstsegment hervorheben. Ob man sowas in Österreich braucht sei dahingestellt.

Ich tätige meine Einkäufe nach wie vor im österreichischem Qualitätshandel, inklusive Garantie(inklusive bereits 2er E-Bikes die ich dann 1100km runter nach Apulien brachte).

Antworten