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Unternehmen wehrt sich Daten zur Parteiaffinität: Post zu Schadenersatz verurteilt

Landesgericht Feldkirch hat einem Post-Kunden 800 Euro Schadenersatz zuerkannt. Post und Kläger wollen gegen das Urteil berufen.

© APA/Georg Hochmuth
 

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Datenskandal um die Speicherung von Parteiaffinitäten von Millionen Post-Kunden und den Verkauf dieser Daten an wahlwerbende Parteien hat ein Vorarlberger Anwalt nun 800 Euro Schadenersatz zugesprochen bekommen. Das berichtet die Rechercheplattform "Addendum".

Der Anwalt hatte die Post im März in eigener Sache auf immateriellen Schadenersatz über 2500 Euro geklagt. Anfang Juli wurde der Fall am Landesgericht Feldkirch verhandelt, und dem Kläger sei vom Gericht ein Schadenersatz von 800 zuerkannt worden, heißt es in dem Bericht.

"Wir werden Rechtsmittel ergreifen"

Sowohl der klagende Anwalt als auch die Post hätten angekündigt, gegen das Urteil Berufung einlegen - das rechtskräftige Urteil werde für Anfang 2020 erwartet. "Wir werden Rechtsmittel ergreifen und daher ein laufendes Verfahren nicht kommentieren", hieß es dazu von der Post auf Anfrage von "Addendum".

Kommentare (4)

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mrbeem02
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UND AUCH VON MIR, WEGEN KREDITSCHÄDIGUNG

Ich habe mit den Freiheitlichen, in allen Arten (auch BZÖ etc) überhaupt nichts am Hut. Aber diese Toddeln von der Post haben bei meinen Daten eine 80 % Affinität zur FPÖ angegeben, und die Daten verkauft. Dies ist eine KREDITSCHÄDIGUNG, da ich diesem Pack ja garnicht nahe stehe. _Da wird die Klage ja noch höher werden.

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paulrandig
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mrbeem02

Gibt es in Ihren Daten tatsächlich konkrete Parteien?
In meinen Daten stehen nur diverse Wahrscheinlichkeiten für folgende Zielgruppen:
Konservative, Traditionelle, Etablierte, Performer, Postmaterielle, Digitale Individualisten, Bürgerliche Mitte, Adaptiv Pragmatische, Konsumorientierte Basis, Hedonisten.
Keine Partei.
Ansonsten gibt es nur noch die Felder zur Einschätzung:
Mögliche Zielgruppe Akademiker/ für Werbung Bio/ Business Entscheider/ Lebensphase/ Werbung Spenden/ Werbung Umzug. Außerdem das errechnete Mindestjahreseinkommen, die Lebensphase und das dominante Geomilieu.

Es würde mich interessieren, ob es hier wirklich konkrete Datei-Affinitätseinschätzungen gibt, denn das wäre wirklich eine Schweinerei.

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paulrandig
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mrbeem02

Ah, okay, ich glaube, ich habe die Lösung: Die Parteiaffinität wurde ab Februar aus den Datensätzen gelöscht, sodass ich auf meine Anfrage im Mai keine entsprechende Zeile mehr erhielt.

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gerbur
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Gut zu wissen!

Wenn der Anwalt erfolgreich ist, dann kommt von mir die nächste Klage.

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