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Japanischer Autobauer Anderer Kurs als VW: Toyota setzt stärker auf Wasserstoff

Der japanische Autobauer Toyota setzt bei alternativen Antriebsarten weiter auf die Brennstoffzellen-Technologie und fährt damit klar einen anderen Kurs als der deutsche Wettbewerber VW.

© APA/AFP/Fabrice Coffrini
 

"Wir müssen jetzt mit der Brennstoffzelle anfangen, nicht irgendwann später", sagte Konzernsprecher Hisashi Nakai der "Welt am Sonntag". VW setzt auf Elektroautos. Der Batterieantrieb sei "auf absehbare Zeit die beste und effizienteste Möglichkeit für weniger CO2 im Straßenverkehr", hatte Konzernchef Herbert Diess gesagt. Er hatte Politik und Wettbewerber aufgefordert, sich darauf auszurichten - und so einen Richtungsstreit in der deutschen Branche ausgelöst.

Nach offenem Streit einigten sich VW, BMW und Daimler jüngst darauf, dass Elektromobilität Priorität habe. In der Startphase könnten reine E-Autos und Plug-in-Hybride gefördert werden. BMW-Chef Harald Krüger hatte sich im Gegensatz zum VW-Chef für Technologieoffenheit ausgesprochen. Er schloss nicht aus, dass die Politik die Hersteller dazu verpflichten könnte, Brennstoffzellen-Autos anzubieten.

"Brauchen Batterie und Brennstoffzelle"

"Wir können verstehen, wenn sich jemand auf eine Technologie konzentrieren will", sagte Toyota-Sprecher Nakai der "Welt am Sonntag". "Aber wir glauben, dass wir beides brauchen, die Batterie und die Brennstoffzelle. Das ist nicht nur eine Frage des Geschäfts, sondern auch eine des Klimaschutzes."

In einer Brennstoffzelle reagiert ein Brennstoff - meist Wasserstoff, es gibt aber auch andere - mit Sauerstoff, wodurch elektrische Energie freigesetzt wird. Dieser Antrieb der Zukunft für Autos hat sich bisher aber noch nicht wirklich durchsetzen können.

"Wird auch Kompaktautos mit Brennstoffzellen geben"

Beim VW-Rivalen glaubt man den Angaben zufolge, dass die Kosten mit steigender Marktdurchdringung so sinken, das auch Wasserstoff-Modelle unterhalb von Mittel- und Oberklasse konkurrenzfähig werden: "Auch wenn wir Zeit brauchen, es wird auch Kompaktautos mit Brennstoffzellen geben", sagte Toyota-Sprecher Nakai. Toyota baut unter anderem den Prius. Zur Gruppe gehören auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino.

Kommentare (3)

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scionescio
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VW sorgt sich halt um ihre kleineren Autos und wird im Premiumsegment nicht akzeptiert ...

... deshalb setzen sie auf den Akku, weil sie glauben, dass sie damit schneller und billiger ihre kleineren und mittleren Autos ausstatten können. Toyota ist da mit Lexus besser aufgestellt und hat auch viel in Richtung Wasserstoff geforscht - ich hoffe, die Japaner halten durch, damit der Spuk Akku als Energiespeicher beendet ist, bevor wir auf einen Riesenhaufen Sondermüll sitzen!

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Marcuskleine
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Umgekehrt sagt VW aber...

dass es in absehbarer Zeit keine wirklich kompakten günstigen Batterieautos geben wird, weil sich auch ein kleines Auto mit einer 400 km Batterie einfach nicht um 15000 ausgeht. Toyota hat die Perspektive, dass sich Brennstoffzellenautos, wenn sie klein und leicht sind, sehr wohl auf günstige Preise herunterskalieren lassen. Klingt gut, für mich!

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scionescio
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VW denkt aber gar nicht an 400km Reichweite ...

... die kalkulieren eher mit der Hälfte und gehen von einem Preis um die 25.000,- aus, weil sie wissen, dass die Amis nie um diesen Preis fertigen können.

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