Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Als LehrlingeKaras und Fischler stellen sich hinter Asylwerber

Die Liste der prominenten ÖVP-Unterstützer für die Initiative "Ausbildung statt Abschiebung" wird länger - auch Othmar Karas und Franz Fischler sind nun dabei.

Othmar Karas
Othmar Karas © APA/Robert Jäger
 

Immer mehr ÖVP-Vertreter schließen sich der Initiative "Ausbildung statt Abschiebung" an und protestieren damit gegen die Abschiebung von Lehrlingen. Nach dem früheren ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner und 54 ÖVP-Bürgermeistern unterstützen nun auch der ÖVP-Europaabgeordnete Othmar Karas, der frühere EU-Kommissar Franz Fischler sowie der frühere Vizekanzler und VP-Chef Wilhelm Molterer das Anliegen.

"Einerseits wird jeden Tag der Fachkräftemangel beklagt. Andererseits stehen arbeitswillige junge Menschen, die während ihres Asylverfahrens eine Ausbildung zum Facharbeiter erhalten, regelmäßig vor ihrer Abschiebung. Viele greifen sich wegen dieser Widersprüche an den Kopf", findet etwa EU-Delegationsleiter Karas, der die Volkspartei als Spitzenkandidat in die nächste EU-Wahl führen könnte und zudem als nächster EU-Kommissar Österreichs im Gespräch ist. Karas wünscht sich eine gemeinsame europäische Asylpolitik und funktionierende Wege für die legale Zuwanderung. "Dabei müssen wir auf leistungs- und integrationswillige Menschen Rücksicht nehmen und internationales Recht respektieren."

Bildung als Starthilfe

Auch der frühere EU-Kommissar Fischler weist darauf hin, dass Österreich Facharbeiter brauche. Für den früheren Parteichef Molterer ist Bildung die "beste Starthilfe" für junge Menschen. "Egal, ob sie bei uns bleiben können oder in ihre Heimat zurückkehren (müssen). Unsere duale Ausbildung ist dafür besonders geeignet. Daher unterstütze ich diese Initiative", so Molterer.

Von rund 900 Lehrlingen mit Migrationshintergrund ist derzeit ein Drittel von Abschiebung bedroht. Der oberösterreichische Landesrat Rudi Anschober (Grüne) hat deshalb die Initiative "Ausbildung statt Abschiebung" gestartet. Über 700 Firmen und rund 57.000 Unterzeichner unterstützen bisher die entsprechende Petition. Neben politischen Vertretern finden sich darunter Prominente oder Manager wie Hermann Maier, Robert Palfrader, Stefan Ruzowitzky, Hilde Dalik, Julia Stemberger, Hans Peter Haselsteiner, Hannes Androsch, Georg Kapsch oder Gerhard Drexel.

In einer Aussendung betonte Anschober, dass sich laut einer SORA-Umfrage auch 79 Prozent der Österreicher gegen die Abschiebung von Lehrlingen aussprechen würden. "Mehrere Landeshauptleute, die Wirtschaftskammern der Steiermark und Oberösterreichs, der Wiener Wirtschaftskammerpräsident und viele andere aus der ÖVP haben sich kritisch zu den drohenden Abschiebungen positioniert. Es ist allerhöchste Zeit, dass auch Bundeskanzler Kurz das Problem zur Chefsache macht und bereit ist zum Gespräch über Lösungsoptionen. Das ist mein Appell, denn die Zeit drängt."

Kommentare (16)
Kommentieren
heinz31
0
7
Lesenswert?

Der Grund

warum die Firmen noch nicht annerkante Asylwerber einstellen, ist vermutlich der, daß die bei allem den Mundhalten. Die reden nicht zurück, fragen nicht, arbeiten ohne Murren 12 Stunden am Tag etc.
Bezahlt wird in diesen s.g. Mangelberugen, vor allem im Gastgewerbe, ein Hungerlohn, mit dem sich ein ausgelernter Koch z.B. nie und nimmer eine Existenz aufbauen kann.
Die Kollektivlöhne gehörten dort unbedingt um 30-40% erhöht.
Dann gibt es genug Interessenten für diese Berufe, wetten?

Oberwoelzer
2
12
Lesenswert?

Lehrlinge

Die Regierung müsste schauen das Österreichische Jugendliche wieder an Lehrstellen herangeführt werden .Bei den Schulabgängern
müsste schon darauf geachtet werden wer einen vorgeschriebenen
Noten Durchschnitt vorweisen kann soll studieren,aber die anderen müssten zu einer Lehre verpflichtet werden sie können sich natürlich ihren Lehrberuf selbst aussuchen.

cindymax1
1
10
Lesenswert?

das ist ja genau der Grund,

die Gescheiden gehen studieren-
die Dummen in die Lehre.

Diese Einstellung hat doch dazu geführt, dass keiner der Dumme sein wollte.

ichbindermeinung
6
6
Lesenswert?

Ok

Ok aber die Firmen sollen eine so hohe Lehrlingsentsch. zahlen sodass diese Personen zu 100% sich selbst erhalten können. Kein Steuergeldzuschuss mehr od. Unbegleitetenunterstützung

Balrog206
1
3
Lesenswert?

Der

Witz ist gut ! Vielleicht wird es jetzt nicht gelöscht !

altbayer
1
9
Lesenswert?

Ausbildung

Ich bin dafür, dass Asylwerber in Österreich eine Ausbildung absolvieren sollen. So lange die Ausbildung "POSITIV" ist, soll das Bleiberecht aufrecht bleiben.
Mich würde interessieren, wie viele Lehrlinge in welchem Lehrjahr in welchen Berufen aktiv sind.
Wie viele Asylwerber haben schon eine Klasse der Berufsschule positiv abgeschlossen?

Vielleicht sollte man auch eine Form der integrativen Lehre für Asylwerber schaffen. Z.B. 4 Jahre Lehrzeit.
3 Jahre zahlt die Firma die Lehrlingsentschädigung, das 4. Jahr zahlt der Staat Österreich.

Meine große Befürchtung ist nur, dass viele Betriebe mit den Lehrlingen das Beschäftigungsverbot aufheben - und sonst nichts -
als Lehrling angemeldet (über 18 Jahre mit Hilfsarbeitergehalt) und bis zu ersten Klasse Berufsschule wird der Lehrling dann abgemeldet - das geht ganz leicht (Lehrziel kann nicht erreicht werden, Mediator von der WK und der Lehrling ist 3 Monate vorm Beendigung des 1. Jahres weg).

heinz31
4
17
Lesenswert?

Warum?

Es gibt ca. 30.000 anerkannte Asylwerber. Warum nehmen die Firmen aber dann genau diejenigen, dessen Verfahren noch offen ist und mit einer Ablehnung gerechnet werden muss?
Sollten die Firmen sich nicht aus den 30.000 Asylwerbern mit positiven Bescheid wen aussuchen (müssen)?
Ich vermute politische Absicht dahinter, um dann genauso einen Aufstand zu veranstalten, wie es momentan passiert.
Ich als Unternehmer würde aus mehreren Gründen keine "offenen Verfahren" als Lehrlinge einstellen.

joulrich
10
2
Lesenswert?

Bevor sie gar niemanden finden auch nicht?

Die Möglichkeit Asylwerber im laufenden Verfahren als Lehrling einzustellen gibt es nur in Mangelberufen, da stellt man sich eben als Unternehmer die Frage ob man Monate keinen Lehrling hat oder eben ein gewisses Risiko eingeht.

Das grundsätzliche Problem ist aber natürlich die Verfahrensdauer, was ich so mitbekomme ist dies unter türkis-blau, wenn man die stark zurück gegangen Asylanträge bedenkt, eigentlich fast schlimmer geworden.
Wenn alles nach max. 6 Monaten klar ist, stellt sich die Frage erst gar nicht.

chbinter
21
20
Lesenswert?

Derzeit ist es wirklich nur "grauslich"

was sich in Österreich abspielt!!! Es wird nur noch Politik am Rücken der Ärmsten der Armen ausgetragen! Respekt vor den Politikern die den Mut haben sich gegen das eigene Lager zu stellen!!!

cindymax1
16
12
Lesenswert?

der Lagerchef

kann dazu nichts sagen, er tut gerade wieder Routenschließen.

MJFQB3QHNO580N1S
4
20
Lesenswert?

"grauslich" ist,

was der 14 jährigen Susanna F. widerfahren ist, die vergewaltigt und ermordet wurde!

X22
5
3
Lesenswert?

Warum nimmst du genau den einen Fall heraus, Caramel, was willst du damit bezwecken?

Alle Verbrechen gegen Menschen sind grauslich!
Das was ich vermute, ist, dass du gezielt hier diese Tat anführst um etwas zu erreichen, und dies zeigt dein Gedankengut auf und das gehört unterbunden!

Planck
9
10
Lesenswert?

Auch, aber keineswegs nur.

Auch das Rauchverbot ist grauslich, wie wir aus dem Mund der besten Gesundheitsministerin aller Zeiten wissen.

voit60
22
22
Lesenswert?

vielleicht passiert doch noch was in der ÖVP

dass sich gestandene, ältere und verantwortungsbewußte Politiker gegen diese JVP-Yuppie-Truppe auftut. Was die mittlerweile aufführen im Lande, siehe auch den Tiroler JVP-Obmann, geht auf keine Kuhhaut mehr.

rand
6
14
Lesenswert?

Die Alten ÖVPeler

Wenn es nach denen ginge gebe es die ÖVP nicht mehr. Es wäre besser sie verhalten sich ruhig.

altbayer
4
15
Lesenswert?

Karas ??

Der ist als hoffnungsvoller Jungpolitiker auch am Pferd hinter seinem Schiegervater her geritten - obwohl sicher der Schiegervater nicht mehr daran erinnern konnte.