Die Tendenz bei den Patentanmeldungen zeigt nach einer leichten Delle im Vorjahr wieder nach oben: 2272 erfolgreich beim Österreichischen Patentamt angemeldete Erfindungen entsprechen einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber 2024 (2177 Patente). Als gutes Signal für den Standort „trotz herausfordernder wirtschaftlicher Lage“ bezeichnete Patentamt-Präsident Stefan Harasek am Donnerstag die Zahlen in einer Aussendung. Das Länder-Patentranking führt erneut Oberösterreich an.
Wie auch im Jahr davor führt Oberösterreich mit 496 Erfindungen vor der Steiermark mit 435 erteilten Patenten und Wien, wo 428 Erfindungen auf diesem Weg geschützt wurden. Rechnet man die Anzahl der Erfindungen auf die Bundesländerbevölkerung um, landet Vorarlberg – wie auch 2024 – am ersten Platz bundesweit, heißt es.
Spitzenreiter AVL List
Ebenfalls ein alter Bekannter in der Poleposition ist der Grazer Automobilzulieferer AVL List. 2025 meldete die Firma 179 Erfindungen beim Patentamt an. Auf den Plätzen in der Einzelanmelder-Rangliste folgen der Möbelbeschläge-Produzent Julius Blum (105 Patente) und Siemens Mobility Austria (32). Der erste Vertreter aus dem universitären Bereich findet sich mit der Technischen Universität (TU) Wien, die auf 25 Anmeldungen kommt, auf Platz fünf. Als patentstärkster außeruniversitärer Akteur konnte sich das Austrian Institute of Technology (AIT) mit zwölf angemeldeten Erfindungen positionieren.
Mehr Markenanmeldungen
Ein deutlicheres Plus verzeichnete das Patentamt im Vorjahr in Sachen Markenanmeldungen, wo erstmals seit dem Jahr 2021 die Zahlen wieder im Steigen sind: 5.022 Anmeldungen entsprechen einem Zuwachs von 13 Prozent gegenüber 2024. Auch im Bereich der EU-Markenanmeldungen und bei den internationalen Markenanmeldungen durch Österreicherinnen und Österreicher ist ein Plus zu verzeichnen. Der für den Innovationsbereich zuständige Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) wertet die aktuellen Zahlen als „äußerst positives Signal für den Wirtschaftsstandort“.