Bereits sehr früh im neuen Jahr zeigt sich: Die zumindest leicht aufgehellten Konjunkturprognosen spiegeln sich in vielen Branchen der österreichischen Wirtschaft noch nicht wider. Am Freitag musste etwa der traditionsreiche steirische Lederhersteller Wollsdorf Leder eine millionenschwere Insolvenz mit 365 betroffenen Beschäftigten anmelden. Wird auch 2026 von steigenden Insolvenzzahlen und Großpleiten dieses Zuschnitts geprägt sein? Karl-Heinz Götze, Leiter des Insolvenzbereichs beim Kreditschutzverband von 1870 (KSV), betonte am Freitagabend in der ZiB2, dass nach drei Jahren Rezession eine Wirtschaftserholung „nicht von heute auf morgen“ durchschlage.
Experte warnt in der ZiB2
Viele Firmenpleiten: „Gehen davon aus, dass es ähnlich weitergehen wird“
Großpleiten wie jene des steirischen Lederherstellers Wollsdorf Leder mit 365 betroffenen Beschäftigten könnten heuer noch häufiger eintreten, so KSV-Insolvenzexperte Karl-Heinz Götze am Freitagabend in der ZiB2. Es sei davon auszugehen, dass es mit dem Insolvenzgeschehen vorerst „ähnlich weitergehen wird“.
© KSV/Anna Rauchenberger