Obwohl die Hersteller in den USA zuletzt ihre Produktion weiter hochgefahren haben, sehen die Konjunkturaussichten für 2026 mittlerweile weniger rosig aus, kommentiert der S&P-Chefvolkswirt Chris Williamson die Umfragedaten der Ratingagentur.

Laut der Umfrage weiteten die Hersteller zwar ihre Produktion weiter aus und trugen damit auch zum BIP-Wachstum im vierten Quartal bei, gleichzeitig gehen die Neuaufträge aber zurück. Zudem schlagen sich die höheren Importzölle negativ auf den Außenhandel und die Produktionskosten nieder.

Roadrunner-Vergleich

Williamson vergleicht die Situation der Hersteller mit dem Cartoon-Charakter Willi Kojote (im Original: Wile E. Coyote), der dem Laufvogel Roadrunner nachrennt, obwohl er eine Bergklippe schon überschritten hat und keinen Boden mehr unter den Füßen hat.

Die US-Industrie ist zuletzt weiter gewachsen, hat dabei aber an Tempo verloren. Der von der Ratingagentur ermittelte Einkaufsmanagerindex für die Industrie lag im Dezember bei 51,8 Punkten. Das Konjunkturbarometer liegt damit zwar weiter über der Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert, aber unter dem November-Wert von 52,2 Punkten. Analysten hatten bereits mit einem Rückfall in dieser Größenordnung gerechnet.

Laut der S&P-Umfrage weiteten die Hersteller zwar ihre Produktion weiter aus und trugen damit auch zum BIP-Wachstum im vierten Quartal bei, gleichzeitig gehen die Neuaufträge aber zurück. Zudem schlagen sich die höheren Importzölle negativ auf den Außenhandel und die Produktionskosten nieder.