Beim Umstieg von fossilen auf erneuerbare Heizungen ist Kärnten am schnellsten, wie eine Analyse des Branchenverbands proPellets Austria zeigt. Auf 1000 Haushalte umgerechnet sind von 2021 bis 2024 im südlichsten Bundesland 8,6 neue Pelletheizungen dazugekommen.

Mit jeweils 7,8 neuen Pelletheizungen im selben Zeitraum liegen Oberösterreich und die Steiermark ex aequo dahinter, gefolgt von Niederösterreich mit 7,3 neuen nachhaltigen Heizungen. Weit abgeschlagen auf dem letzten Platz liegt Vorarlberg, wo jeder tausendste Haushalt umstieg.

Kärnten mit höchstem Pellet-Anteil

„Es ist schon erstaunlich, in welch unterschiedlichem Tempo die Haushalte in den einzelnen Bundesländern auf nachhaltige Heizungen umsteigen“, sagt Doris Stiksl, Geschäftsführerin des Branchenverbands proPellets Austria. Zusätzliche politische Überzeugungsarbeit und bundesweit einheitliche Förderungen könnten den Heizungstausch weiter antreiben.

Statistisch kommen auf 1000 Kärntner Haushalte rund 99 Pelletheizungen, das ist ein österreichweiter Spitzenwert noch vor Niederösterreich (76,5). Dort sei ein kompletter Ausstieg aus Ölheizungen bei der aktuellen Wechselgeschwindigkeit bis 2035 möglich, so der Branchenverband.

Insgesamt wurden von 2021 bis 2024 mehr als 157.000 fossile Heizungen getauscht und durch die Programme „Raus aus Öl und Gas“ und „Sauber heizen für alle“ gefördert: davon 75.000 Ölheizungen und 60.000 Gasheizungen. Bei den Heizöl-Aussteigern liegen Pellets klar voran – 37.200 Haushalte sind von alten Öl-Kesseln zu nachhaltigen Pelletheizungen gewechselt und liegen damit noch vor der Luftwärmepumpe, die als „Erdgas-Ersatz“ führend ist.