Die Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU auf 15 Prozent Zoll für EU-Exporte in die USA hat in Europa wohl nur kurzfristig für Erleichterung gesorgt: Da noch zahlreiche Punkte unklar sind, bedarf es bis zu einem Abkommen weiterer Verhandlungen. Der Deal hat zu Wochenbeginn in der EU vielfach durchwachsene bis kritische Reaktionen hervorgerufen. Markus Beyrer, Generaldirektor des europäischen Industrie- und Arbeitgeberverbands „BusinessEurope“, betonte am Montagabend in der ZiB2: „Das ist sicher kein balancierter Deal.“ Es sei kein Tag zur Freude, „aber auch kein schwarzer Tag“. Das wäre dann der Fall gewesen, wenn „wir in einem wirklich Handelskrieg geendet wären“, so Beyrer. Denn dieser hätte „maximalen Schaden“ nach sich gezogen. Auch ihm wäre eine Lösung, bei der die gegenseitigen Zölle auf null gestellt werden, lieber gewesen, das wäre für die EU und auch für die USA besser. Beim Vergleich der Zollsätze müsse man auch bedenken, dass die Welt heute anders ist als noch vor einem Jahr, „man muss die Welt so nehmen, wie sie jetzt ist“, so Beyrer. Ein Zollsatz von 15 Prozent sei im Vergleich zu den angedrohten 30 Prozent „noch irgendwie handhabbar“.
Industrieexperte Beyrer in ZiB2
Zoll-Deal mit den USA: „Kein Tag zur Freude, aber kein schwarzer Tag“
Der Zolldeal zwischen den USA und der EU erntet auch viel Kritik. Markus Beyrer, Chef des Industrieverbands BusinessEurope, betont in der ZiB2, dass es sich um keinen „balancierten Deal“ handle. Ein schwarzer Tag sei es aber nicht, das wäre der Fall, wenn ein Handelskrieg ausgebrochen wäre.
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