Im Zollstreit mit der Europäischen Union und weiteren Ländern könnte US-Präsident Donald Trump die im Juli ablaufende Frist für eine Einigung womöglich verlängern. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, deutete dies am Donnerstag in Washington an. „Diese Entscheidung muss aber der Präsident treffen.“
Für die EU hatte Trump eine Frist bis zum 9. Juli gesetzt, für zahlreiche weitere Länder läuft sie bereits am 8. Juli aus.
Drohung Richtung Spanien
Trump hatte Anfang April hohe Zollaufschläge gegen zahlreiche Staaten verhängt, reduzierte sie dann aber kurz darauf für 90 Tage auf zehn Prozent. Für bestimmte Produkte wie Autos sowie Stahl- und Aluminiumprodukte gilt allerdings bereits ein erhöhter Zollsatz von 25 Prozent.
Beim Nato-Gipfel hatte Spanien signalisiert, sich den auf 5 Prozent der Wirtschaftsleistung erhöhten Verteidigungsausgaben nicht verpflichten zu fühlen. Vom US-Präsident gab es gleich eine Retourkutsche: Trump wolle direkt mit Spanien über ein Handelsabkommen verhandeln. Sollten sie sich nicht beugen, werde Spanien mehr Geld zahlen.