Die aktuelle Wirtschaftsflaute und die internationalen Turbulenzen trüben die Konsumlaune der Kärntner. Das hat 2024 auch die Raiffeisen Bankengruppe Kärnten gespürt. Die Einlagen sind um 5,1 Prozent von 6,9 auf 7,3 Milliarden Euro gestiegen. „Die Sparquote ist deutlich gestiegen“, sagt Manfred Wilhelmer, Sprecher des Vorstandes der Raiffeisen Landesbank Kärnten. Das könne ein „Turbo für die Zukunft“ sein, wenn der Konjunkturmotor wieder startet und sich die Stimmung aufhellt. Allerdings rechnet er erst 2026 damit. Positiv entwickelt hat sich für die Bank auch das Finanzierungsgeschäft, das mit 6,7 Milliarden einen Spitzenwert erreicht hat. An Firmen wurden im Vorjahr um 4,5 Prozent mehr Kredite vergeben. Aber auch die Wohnbau-Kredite „ziehen wieder an“, wie Wilhelmer betont. Das nahende Auslaufen der strengen Kreditvergabe-Richtlinien (KIM-Verordnung) und die niedrigen Zinsen befeuern die Nachfrage.
Bilanz 2024
RLB-Chef: Hohe Sparquote ist ein „Turbo für die Zukunft“
Die Raiffeisen Bankengruppe Kärnten erzielte trotz Herausforderungen 2024 das zweitbeste Ergebnis der Geschichte. Mehr Investitionen aber große Konsumzurückhaltung: Wirtschaftlicher Aufschwung erst für 2026 erwartet.
© Raiffeisen Kärnten/Hude