Die Auflösung der Departmentstruktur an der Abteilung für Innere Medizin am LKH Hochsteiermark-Standort Leoben ist seit Donnerstag per Beschluss durch die Generalversammlung der Kages durch. Derzeit besteht die Abteilung noch aus zwei Departments: jenes für Innere Medizin und Intensivmedizin und jenes für Gastroenterologie und Hepatologie. Letzteres wird von Heinrich Leskowschek geleitet, der auch der Abteilung für Innere Medizin vorsteht. Insgesamt stehen an beiden Departements 82 Betten zur Verfügung.

Doch warum war dieser Schritt nötig? „Durch die bevorstehende Neubesetzung der Abteilungsleitung für Innere Medizin ergibt sich der richtige und erforderliche Zeitpunkt, die Organisation der Inneren Medizin an die gesetzlichen Regelungen anzupassen“, heißt es bei der Kages.

Neue Funktion als Standortleiter

„Primarius Leskowschek wird, auf eigenen Wunsch, ab 2027 Standortleiter am LKH in Leoben. Daneben wird er sich verstärkt der fachärztlichen Ausbildung im Bereich der Gastroenterologie widmen. „Er ist ein ausgewiesener Experte in diesem Gebiet. Das wollen natürlich bei künftigen Fachärzten nutzen“, streut Schaflinger Blumen. Für den Standort Bruck sei übrigens keine eigene Standortleitung nötig, weil „mein Stellvertreter als ärztlicher Direktor ist Michael Feichtinger, der Leiter der Neurologie, und der hat seinen Standort ohnehin in Bruck“, erklärt Schaflinger.

Das zweite Department für Innere Medizin und Intensivmedizin fällt der Auflösung zum Opfer. Die bestehenden Betten werden mit gleichbleibender Anzahl in der Abteilung zusammengeführt. Es bleibe insgesamt bei 82 Betten und auch das Leistungsspektrum werde sich nicht verändern. „Personell wird es keine Abstriche geben. Es wird dann eben statt eines Departmentleiters einen leitenden Oberarzt geben“, bemerkt Schaflinger.

Innere Medizin wird ausgeschrieben

Grund für die Auflösung der Departments sei der Krankenanstaltenplan, dem man nun Rechnung trage. „Für das LKH Hochsteiermark war es ein Meilenstein, dass wir es geschafft haben, die Onkologie und Hämatologie aus der Inneren Medizin durch ein eigenes Primariat herauszulösen. Seit 2004 war es auch ein Departement der Inneren Medizin. Erst seit Juni 2023 ist die Abteilung eigenständig mit Primarius Thamer Sliwa an der Spitze.

Mit dem Funktionswechsel von Heinrich Leskwoschek wird auch die Neubesetzung der Gesamtleitung der Inneren Medizin schlagend. Diese Stelle werde laut Schaflinger noch heuer ausgeschrieben. Spannend dabei aber sind Gerüchte, dass in Graz schon ein Name konkret mit der Abteilungsleitung ins Spiel gebracht wird. Diese Person soll auch große Expertise im Fachgebiet Onkologie haben.

Nach Plan laufe auf jeden Fall die Errichtung der Abteilung für Psychiatrie am Standort Bruck. „Da schaut es im Moment so aus, dass wir Ende 2027 schon in Betrieb gehen können. Auch die Übersiedelung der Pulmologie von Leoben nach Bruck sei im Plan. In Leoben ist erfreulich, dass wir ab Herbst dieses Jahres alle neun OP-Tische nutzen können, weil wir genügend Anästhesisten haben“, so Schaflinger. Das habe auch Auswirkungen auf die Anzahl der Operationen, die dann schneller erfolgen können.