Das Video dauert 12:32 Minuten und verdichtet alle Pläne des Regionalen Strukturplans der Steiermark – und wie sich die Versorgung bis 2030 verändern wird. Inhaltlich ist alles bekannt, in der Komprimierung erkennt man aber erst wie tiefgreifend die Maßnahmen des Vorstandsduos Gerhard Stark und Ulf Drabek sind.

Wichtig bei allen Veränderungen: Man garantiert den Patientinnen und Patienten überall Ansprechpartner, jeden Tag und 24 Stunden. Auffallend ist, dass die Kages weitere Aufgaben in der allgemeinen Versorgung übernimmt, weil immer mehr Kassenstellen am Land nicht mehr besetzt werden können.

Im Detail schaut es so aus:

Region Liezen: Der Plan steht, bis April 2026 soll es die Chirurgie-Kooperation mit Bad Ischl geben, die letzten finanziellen Details müssen noch geregelt werden. Die REM-Station (Akutgeriatrie und Remobilisation) kommt anstelle der internistischen Abteilung. Dafür erhält man eine internistische Akutambulanz und eine Erstversorgungsambulanz (24/7).

In Rottenmann steht ein Entwicklungskonzept, das Haupthaus bleibt zwar erhalten, aber der Renovierungsgrad steht erst nach einer so genannten Bauteilöffnung fest. Fix ist, dass es zu einer Neuordnung kommt, im Erdgeschoss soll die Tagesklinik untergebracht werden. Im zweiten Haus in Rottenmann steht ein Neubau an – Akutgeriatrie/Remobilisation sowie Palliativabteilung und Verwaltung sollen hier untergebracht werden. Stationssanierungen/Sanierung OP Rottenmann wären sowieso fällig gewesen.

Die Patientenzahlen in Bad Aussee sind zuletzt weiter gesunken. In Rottenmann wird der Bettendarf insgesamt auf 175 festgesetzt. Nur ein Rechenbeispiel von dieser Woche: 13 Patienten waren in Bad Aussee gemeldet, 104 in Rottenmann – das Bett werde laut Kages „nicht der Engpass“ sein.

Region Murtal: Am Standort Stolzalpe entsteht ein orthopädisches Zentrum für die Steiermark. In Murau geht es um die Errichtung eines Primärversorgungszentrums (samt Kinderheilkunde/Internistische Medizin) – die Kages kann sich vorstellen die Trägerschaft dort zu übernehmen. Damit geht man weiter in die Allgemeinversorgung.

Region Hochsteiermark: In Bruck entsteht das neue Herz-Lungen-Zentrum, dazu kommt eine dermatologische Tagesklinik und bis 2029 auch eine psychiatrische Abteilung. In Leoben kommt ein neuer Linearbeschleuniger. Das Polytrauma-Zentrum steht schon.

Region Oststeiermark: In der Geburtshilfe/Gynäkologie wird es zu einer Kapazitätsanpassung kommen (Bettenzahl), weil die Zahl der Geburten weiter im Sinkflug ist. Zuletzt kam man lediglich auf 65 Prozent Auslastung, eine Reduktion sei „logisch“. Ein neues Hebammenzentrum ist geplant. Bereits heute gibt es das Frauengesundheitszentrum Hartberg der Kages.

Region Südweststeiermark: Ab dem dritten Quartal gehen die tagesklinischen Leistungen aus dem Orthopädie-/Traumatologie-Bereich nach Deutschlandsberg, die Akutchirurgie wird wohl bis 2028 bleiben, weil bauliche Erneuerungen/Veränderungen in Deutschlandsberg notwendig sind.

Gleichzeitig wird die Entwicklung der größten RNS-Station (Remobilisation/Nachsorge) der Steiermark vorangetrieben.

Interessant ist, dass auch in Radkersburg ein 24/7-Gesundheitszentrum geplant ist – auch hier könnte die Kages die Trägerschaft übernehmen. Außerdem ist in Deutschlandsberg ein neues multiprofessionelles Facharztzentrum geplant. Das Angebot der Kages für die Kinderversorgung läuft bereits.

Region Graz und Graz-Umgebung: Hier stehen Kooperationen zwischen den Kages- und den Ordenshäusern im Fokus, etwa zwischen Uniklinik und Barmherzige Brüder (Gynäkologie/Urologie). Ein Teil der Neurologie könnte vom LKH Graz Süd in das LKH West wandern, um die Kräfte zu bündeln. In Hörgas soll ein neues Facharztzentrum entstehen (Gynäkologie, HNO, Innere Medizin), hier wird die Kages ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen und nicht als Träger auftreten. In Voitsberg ist eine traumatologische Ambulanz angedacht, die von der AUVA betrieben werden soll.