Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Strabag, Hans Peter Haselsteiner (80), ist wieder Generalbevollmächtigter des Baukonzerns. Er steht dem Vorstand der Strabag damit auch als Berater zur Seite. Der Vorstand erteilte ihm am Montag die Vollmacht mit Zustimmung des Aufsichtsrats, teilte die Strabag mit. Die Haselsteiner Familien-Privatstiftung hält derzeit 30,7 Prozent der Strabag-Anteile.

„Mein Sohn Klemens hat die Weichen für Strabag auf Zukunft gestellt“, so Haselsteiner in der Aussendung. Das Unternehmen beweise sich heute „nicht nur resilient gegenüber den vielfältigen Verwerfungen am Markt“, es habe auch „den richtigen Weg eingeschlagen, um weiterhin zukunftsfähig zu sein“, so Haselsteiner weiter. „Diesen Weg wollen wir vonseiten der Eigentümer genauso weitergehen wie der Vorstand und der Aufsichtsrat“, so Haselsteiner in der Stellungnahme. Sein Sohn Klemens, der das Unternehmen seit 2023 führte, verstarb plötzlich und unerwartet Mitte Jänner 2025.

Nachfolge für die Position des CEO

Der Vorstand der Strabag SE wolle den mit „Work On Progress“ eingeleiteten Transformationsprozess des Unternehmens im Sinne von Klemens Haselsteiner fortsetzen. Der Aufsichtsrat wiederum habe „unverzüglich mit den Überlegungen zu einer Nachfolge für die Position des CEO begonnen“. Bis eine Entscheidung getroffen ist, haben die übrigen Vorstandsmitglieder seine Agenden übernommen.

Strabags oberster Bauherr

Hans Peter Haselsteiner baute die Strabag in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender zu einem internationalen Konzern aus. Als Generalbevollmächtigter hat bis zum Mandatsantritt seines Sohnes Klemens Haselsteiner am 1. 1. 2020 den Vorstand bereits einmal beratend begleitet. Klemens Haselsteiner war bis Ende 2022 Vorstand, als CEO wirkte er ab 1. Jänner 2023.