Die Schneewette hat beim Unternehmen Hartlauer aus Steyr eine lange Tradition. Erfunden wurde sie von Senior Franz Josef Hartlauer, er verstarb im Jahr 2000, in den 1990er Jahren. Die Idee: Ein nachträglicher Rabatt für Kunden in all jenen Bundesländern, in denen es punkt mittags um 12 Uhr am 24. Dezember vor dem Rathaus in der Landeshauptstadt schneit. Bewiesen bzw. beurkundet wurde der Schnee - schon ein zartes Flockerl sollte laut Wette reichen - von der Meteorologieanstalt Zamg und einem Notar. Mittels Glücksrad wurde ermittelt, ob im „beschneiten“ betroffenen Bundesland jene Kunden mit ungeraden Kassenbon-Nummern oder mit geraden das Geld für ihre Weihnachtseinkäufe - konkret ein vorher kommunizierter Prozentanteil des Kaufpreises - zurücküberwiesen bekommen. Seit 2016 wurde die mögliche Rückerstattung sogar auf 100 Prozent des Kaufpreises angehoben.
Klima stoppt Werbe-Gag
Hartlauer geht keine Schneewette mehr ein - weil es nicht mehr schneit
Seit den 90er-Jahren geht die Optik- und Fotokette Hartlauer die Schneewette ein, sie wurde zu einer der bekanntesten Werbeaktionen in Österreich. Heuer fällt sie aus. Grund ist der Klimawandel: Hartlauer hat die Wette zu oft „gewonnen“.
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