„Wir sind nicht am Ende des Tunnels angekommen, sondern befinden uns mittendrinnen“ – mit diesen Worten hat zuletzt René Jonke das Pleite-Geschehen in der Steiermark kommentiert. Der Experte des Kreditschutzverbands von 1870 blickt auf ein intensives Jahr zurück. Intensiv und schmerzhaft. 734 steirische Firmeninsolvenzen werden es laut KSV-Hochrechnung zu Jahresende sein, um ein Fünftel mehr als 2023. Für mehr als die Hälfte aller Pleiten sorgten heuer die Bauwirtschaft, der Handel und die Gastronomie. Die addierten Verbindlichkeiten aller Pleitefälle haben sich im Jahresvergleich heuer vervielfacht – auf 4,2 Milliarden Euro. Wobei mit 3,8 Milliarden Euro ein Großteil davon auf die – gemessen an den Passiva – bis dato größte Pleite der steirischen Wirtschaftsgeschichte entfällt, jene der in Graz ansässigen Tochter des insolventen E-Autobauers Fisker. Das Sanierungsverfahren wurde mittlerweile aber abgeschlossen.
Jahresrückblick
Wirtschaftskrise: „Haben dramatische Einschnitte gesehen, keine Frage“
Mehr Arbeitslose, mehr Pleiten: Die anhaltende Rezession hatte die steirische Wirtschaft auch 2024 im Würgegriff. Es gab aber auch Lichtblicke.
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