Erst vergangenen Freitag hat die Österreichische Nationalbank detailreich dargelegt, warum in vielen österreichischen Haushalten der Sparstift regiert. Die Inflation frisst sich durch unsere Geldpolster, eingekauft wird mit angezogener Handbremse. So lassen sich die Zahlen der Statistik Austria und Studien etwa des Wifo nicht wegdiskutieren. Im ersten Halbjahr musste der österreichische Handel ein inflationsbereinigtes Umsatzminus in der Höhe von 3,4 Prozent verdauen. In der zweiten Jahreshälfte läuft es kaum besser. Der Handelsverband erwartet aufgrund einer eigenen Studie in diesem Jahr für nahezu alle Warengruppen reale Rückgänge. Rainer Will, Chef des Interessenverbandes, sagt: „Insgesamt schrumpft die Nachfrage im Einzelhandel heuer signifikant um 3,9 Prozent. In manchen Handelssparten geht die Prognose sogar von einem inflationsbereinigten Rückgang von mehr als 10 Prozent aus.“ Speziell der Möbelhandel leidet, auch die Bereiche Haus und Garten und E-Geräte.