Scooter abgestellt, schnell ins Geschäft und wieder hinaus. Und weg war er. Der Scooter. So erging es einem Voitsberger im Vorjahr. Der Ärger war groß und die Hoffnung wohl gering, dass man das Fahrzeug jemals wieder zu Gesicht bekommt.

Doch es kam anders. Im Voitsberger Bezirksgericht sitzt dieser Tage ein Mann, der zugeben muss, „einen Blödsinn“ gemacht zu haben. Über einen Bekannten habe er das Fahrzeug nämlich an dessen Arbeitskollegen um 700 Euro verkauft. Geld, das er wegen einer schwierigen Familiensituation dringend brauchte. Dieses Kaufgeschäft wurde auf einem Parkplatz abgewickelt.

Kratzer am Lenkrad als Indiz

Wochen später schlug allerdings „Kommissar Zufall“ zu. Der ursprüngliche Scooter-Besitzer erkannte sein Fahrzeug wieder – Modell, Marke, Farbe, alles passte. „Vor allem aber konnte er durch einen langen Kratzer am Lenkrad sein Fahrzeug eindeutig identifizieren“, stellt die Richterin klar. Eins führte zum anderen, der Scooter-Fahrer fiel aus allen Wolken, gab den Namen seines Verkäufers preis – und der sitzt nun vor Gericht.

Vor der Polizei gab der Mann noch an, mit dem Vorfall nichts zu tun und schon gar kein Geld genommen zu haben. Vor der Richterin gibt der Mann nun aber alles – den besagten „Blödsinn“ – zu. Da er unbescholten ist und tatsächlich in einer schwierigen Familiensituation steckt, kommt er mit einer Diversion und einer saftigen Geldbuße in Höhe von 1200 Euro davon.