Koralm-KraftwerkNach der Genehmigung formieren sich die Gegner neu

Mit Fassungslosigkeit und Einsprüchen reagieren Kritiker auf den positiven UVP-Bescheid für den geplanten Pumpspeicher auf der Koralm. Projektwerber bleiben gelassen und betonen Notwendigkeit der erneuerbaren Energieproduktion.

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Auf der Glitzalm im steirischen Koralpengebiet soll neben der 380-kV-Leitung ein riesiger Pumpspeicher entstehen
Auf der Glitzalm im steirischen Koralpengebiet soll neben der 380-kV-Leitung ein riesiger Pumpspeicher entstehen © (c) Robert Lenhard
 

Unverständnis, Wut und Widerstand: Mit diesen Schlagworten lassen sich die Reaktionen von Gegnern auf den positiven UVP-Bescheid für das geplante Pumpspeicherkraftwerk auf der Koralm zusammenfassen. "Die Behörde hat praktisch alles falsch gemacht, was falsch zu machen war", wettert Wolfgang Rehm, Sprecher der Umweltorganisation VIRUS. Die UVP-Behörde des Landes habe gleich drei negative Gutachten ignoriert. Darunter jenes, wonach das Kraftwerk keinen Beitrag zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energie in der Steiermark leiste. "Es handelt sich um ein Vorhaben mit praktisch nicht existentem Nutzen, aber großen Umweltbelastungen", fasst Rehm zusammen. Ob das tatsächlich so ist, muss nun das Bundesverwaltungsgericht prüfen. Die offizielle Beschwerde sei bereits in Arbeit.

Kommentare (15)
Markie2
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Atomkraftwerk

Ok, wenn es den sogenannten Grünen lieber ist, dann müssen wir Atomkraftwerke bauen!

mounty
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Grün, grüner,....

Die Herrschaften wollen ja "nur" keine Wasserkraftwerke, keine Windräder, keine Sonnenkollektoren, aber dafür Atomstrom

scionescio
8
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Wenn diese Egoisten und Querulanten schon früher so eine Bühne gehabt hätten…

… gebe es weder Kaprun, Eisenbahnstrecken, Autobahnen, etc.
Natürlich ist alles ein Eingriff in die Natur und immer haben einzelne individuelle Nachteile oder fühlen sich in ihrem Idyll gestört - aber es gilt eben die Vorteile für alle gegen die Nachteile von ein paar Menschen/Tieren/Landschaften abzuwägen- und wer da gegen ein Speicherkraftwerk Stimmung macht, hat in meinen Augen gar nichts verstanden und ist deshalb auch nicht ernstzunehmen!

melahide
19
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@zionienchen

Wenn jemand in „deinen Augen nichts verstanden hat“ ist das - beim Thema Energie und Mobilität - eine Auszeichnung :)

bond007
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Einfach bauen

Das ding ist grün, es ist nachhaltig, es ist effizient. Also einfach bauen!!! Und mögliche Aktivisten festnehmen und wegsperren bei Wasser und Brot (also Vegan und wenig CO2 Verbrauch) und OHNE STROM und Licht in der Zelle. Denn Strom wollens ja nicht. Ich würde denen allen zu Hause auch den Anschluss wegnehmen. Radikal, so wie sie selbst auch. Aber das macht man nicht, weil man will sich ja nicht auf das Niveu der Naturschützer stellen.

rb0319
19
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Bitte

als Satire kennzeichnen, oder Hilfe bei einem Psychologen suchen.

mschloegl
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Hoffentlich ist jetzt Jedem klar, was die „Grünen“ wirklich wollen

Keine Autos mit Verbrennungsmotoren, aber auch keine Autos mit E- Antrieb. Also weg vom Individualverkehr. Denn selbst die für E- Autos erforderliche alternative Energiegewinnung wird von ihnen abgewürgt.

bond007
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Und dann...

Und ein Zug fährt dann mit was? Luft und Liebe?

critica
2
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Klimaziele: Zeitrahmen für Erreichung und mit welchen Mitteln?

Politik und NGO`s, von Brüssel bis Graz schwören sich auf E-Nutzung und Biomasse ein. Die Hindernisse auf diesem Weg türmen sich schon am Beginn der Wege auf.
Wo soll der Strom für all diese Vorhaben und Veränderungen im geplanten Zeitrahmen herkommen? Können wir die Biomasse für diese Zwecke aufbringen? Ich glaube nicht. Es ist auch nicht sinnvoll, Holz welches man vorher noch einmal veredeln (Papierindustrie) kann, gleich der Verbrennung zuzuführen! Die Technik hat mit modernen Verbrennungsanlagen möglich gemacht, den Haushalt energiesparend und umweltfreundlich mit Wärme zu versorgen (Brennwertgeräte). Eine vernünftige anteilige Verwendung von allen Energieträgern bringt uns längerfristig weiter zu angestrebten Zielen als für 2030-2050 in den Raum gestellte Verbote.
Meine fast neue Gasheizung benötigt keine LKW-Fahrten mehr und hat auch einen geringen Energieaufwand für die Bereitstellung das bei geringsten Abgaswerten.

freeman666
9
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Speicherkraftwerke sind sinnvoll

Welche Alternativen möchten die „angeblichen“ Umweltschützer?

melahide
53
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Die

„angeblichen“ Umweltschützer sind nicht GEGEN Kraftwerke. Sie sind dagegen, dass Ökosysteme durch eine unsanfte Bauweise komplett zerstört werden. Kraftwerke gehören sanft eingebaut. Nicht alles „Krach bumm abholzen und zerstören“…

bond007
9
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Aha,

Aber das ist nicht möglich, da jedes unbebaute Fleckerl als "unberührte Natur" gilt. Die Grünen sollen auf eine Insel und wieder am Baum wohnen und uns hier leben lassen.

jaenner61
7
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melahilde

irgendwie erinnern sie mich an die demonstranten, die bussweise zu den staustufen der mur herangekarrt wurden. sie wussten zwar teilweise nicht worum es genau ging, setzten sich für tiere ein, die es nicht gab, aber hauptsache demo! sie schreiben hier vom abholzen, wo kein holz zum abholzen ist, aber hauptsache ………

FJBrauchart
6
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Abholen?

@ Melahide: Wie oft waren sie schon im betroffenen Gebiet wandern? Es liegt über der Baumgrenze und es gibt nichts "abzuholzen". Wenn wir von Kohle/Atomkraftwerken weg wollen müssen wir solche Kraftwerke zukünftig ohne 5Jährige UVPs rasch bauen können.

Wo soll der Strom für unsere E-Autos herkommen wenn wir ihn nicht je nach Besarf selbst erzeugen können?

Es gibt auch tolle Kraftwerkprojekte, die sich super in die Landschaft einbinden, wie zB der Sobother Stausee....

melahide
19
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@fj

Es ist nicht nachhaltig immer diese “Megaprojekte“ zu machen. Überall werden Vertreter von Investmentfonds vorstellig, weil sie Land kaufen wollen, um hier etwas zu versiegeln und zu verbauen. Weil die damit Geld machen wollen. Man müsste endlich mal die Flächen nutzen die schon verbaut sind und die Energiegewinnung Kleinstrukturiert aufbauen.
Da hier auch wieder das Murkraftwerk erwähnt wurde. Auch hier waren „die dummen Grünen“ nicht gegen ein Kraftwerk. Sondern gegen die Zerstörung des Ökosystems Mur zu Gunsten eines Erlebnis- und Baulandes. Für ein Kraftwerk hätte man nicht 20.000 Bäume fällen müssen …