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Steirerinnen des TagesDas sind die Siegerinnen des Kinderrechte Song Contests

Acht Mädchen, ein Ziel: Kinderrechte müssen Gehör finden. Deshalb nahmen die jungen Talente am Kinderrechte Song Contest teil – und sicherten sich den Sieg.

Sechs der acht Siegerinnen: Zoe (11), Lilly (13), Hannah (15), Melanie (15), Lena (11) und Jana (11) von der Musikschule Trofaiach gewannen mit „We have our Voices“ den Kinderrechte Song Contest.
Sechs der acht Siegerinnen: Zoe (11), Lilly (13), Hannah (15), Melanie (15), Lena (11) und Jana (11) von der Musikschule Trofaiach gewannen mit „We have our Voices“ den Kinderrechte Song Contest. © (c) D.Schmid
 

Freitagabend herrschte bei vielen steirischen Kindern große Aufregung: Ab 18 Uhr war der Kinderrechte Song Contest im Stream der Kleinen Zeitung zu sehen. Insgesamt nahmen 14 Schulklassen, Musikschulen, Duos und Solokünstler im Alter von acht bis 18 Jahren teil. Sie alle hatten eigens für den steiermarkweiten Wettbewerb ein Lied zum Thema Kinderrechte geschrieben.

Das Warten, bis die Gewinner des Abends verkündet wurden, schien für manche der Teilnehmer kein Ende zu nehmen. Um 20 Uhr war es dann aber endlich so weit und acht Mädchen durften jubeln: Die Sängerinnen der Musikschule Trofaiach konnten den Sieg für sich verbuchen. „Als ich davon erfahren habe, bin ich vor Freude ausgeflippt. Ich habe alle angerufen.“, erzählt Gewinnerin Lena Widhalm. Gemeinsam mit ihrer Schwester Hannah, Zoe Eyring, Lilly Müller, Jana Reiterer, Sophie Lechner, Anna Schmidberger und Melanie Kramberger hat sie bei einem dreistündigen Workshop das Lied „We have our Voices“ verfasst.

Ich finde es wichtig, dass Kinder gleichberechtigt sind. Sie dürfen nicht schlechter behandelt werden als Erwachsene. Wir müssen unsere Meinung sagen können.

Zoe Eyring, 11 Jahre

Dass die acht jungen Talente beim Songcontest mitmachen wollten, war für alle schnell klar: „Kinder sollen gleichberechtigt sein. Wir müssen unsere Meinung sagen dürfen und gehört werden“, sagt Zoe. „Musik ist dafür ein guter Weg. Einen schwungvollen Song hört sich jeder gerne an. Und so kommt unsere Botschaft zu mehr Menschen.“

Und diese Botschaft kann sich hören lassen: So fordern die Sängerinnen Erwachsene lautstark auf, mit der Zerstörung der Natur aufzuhören, mehr an die Zukunft ihrer Kinder zu denken und „Fridays for Future“ ernst zu nehmen.

Zu den Siegerinnen

Die Gewinner Zoe Eyring, Lilly Müller, Jana Reiterer, Lena Widhalm, Hannah Widhalm, Sophie Lechner, Anna Schmidberger, und Melanie Kramberger sind zwischen 11 und 15 Jahre alt. Sie alle besuchen die Musikschule Trofaiach. Gemeinsam haben sie für den zweiten
Kinderrechte Song Contest das Lied „We have our Voices“ geschrieben und gewonnen.
Beim Onlinevoting konnten sich die Mädchen gegen 13 Mitbewerber durchsetzen. Insgesamt wurden 5530 Stimmen abgegeben.
Gewonnen haben die Sängerinnen eine professionelle Aufnahme ihres Liedes im Tonstudio von Max Bieder von der Band „Alle Achtung“. Die Aufnahme und den Text des Liedes „We have our Voices“ findet man online unter: www.kija.steiermark.at

Auch mit gewaltfreier Erziehung setzt sich der Text der jungen Künstlerinnen auseinander. Das war vor allem Jana wichtig: „In vielen Ländern ist die Situation schlimm und es wird einfach nichts dagegen gemacht. Diesen Kindern gehört geholfen. Erwachsene sollten etwas unternehmen.“

Abschließend behandelt das Lied auch das Thema psychische Gesundheit. Denn die jungen Sängerinnen finden, dass diese in Österreich nicht genügend Beachtung bekommt. Ihren Beitrag zu psychologischer Betreuung von Kindern und Jugendlichen haben die acht auf jeden Fall geleistet: Im Rahmen des Kinderrechte Song Contests wurden gemeinsam mit der Kleine-Zeitung-Aktion „Steirer helfen Steirern“ Spenden gesammelt. Damit soll jungen Menschen psychologische Hilfe ermöglicht werden, wenn sich jemand diese nicht leisten kann.

Ich glaube, dass viele Kinder und auch Erwachsene gar nicht wissen, welche Kinderrechte es gibt. Deshalb wollten wir beim Songcontest mitmachen.

Jana Reiterer, 11 Jahre

„Dass wir so helfen können, ist ein schönes Gefühl“, sagt Lena. Und am meisten freuen sich die acht Sängerinnen darüber, dass sie diesen Beitrag mit ihren Stimmen leisten konnten: „Musik tut mir gut. Wenn man singt, befreit das einfach“, unterstreicht Jana.
Dabei ist als Gruppe vor dem Mikro zu stehen, für die Mädchen eher ungewohnt. Eigentlich singt jede für sich in Einzelstunden bei Gesangslehrer Gregor Bishops. Für den guten Zweck haben sie sich aber zusammengetan. „Gemeinsam konnten wir tolle Ideen finden“, meint Lena.

Einziger Wermutstropfen für die strahlenden Gewinnerinnen: Aufgrund des Lockdowns konnten sie beim Finale nicht live auf der Bühne stehen. „Anfangs waren wir ein wenig traurig. Aber wir sind stattdessen vorab nach Graz gefahren und haben ein Video aufgenommen. Das hat echt Spaß gemacht“, erzählt Zoe.
Die Erfahrungen der letzten Wochen haben die Mädchen auf jeden Fall motiviert, weiter ihre Stimmen zu erheben – für die Rechte aller Kinder dieser Welt und vielleicht ja auch wieder im Rahmen eines Wettbewerbs.

Kommentare (2)
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georg.frauscher
0
1
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Toller Song

Herzliche Gratulation an Gregor Bischops und seine tollen Schüler und Schülerinnen!

AIRAM123
0
5
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Gut gemacht

... herzlichen Glückwunsch