ZeltwegMinex hat mit Bauarbeiten für umstrittene Verhüttungsanlage begonnen

Diese Woche begann das Unternehmen mit den ersten Arbeiten. Der Bau des Werkes soll Anfang 2022 starten.

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Minex-Geschäftsführer Ulrich Koch
Minex-Geschäftsführer Ulrich Koch © Josef Fröhlich
 

Diese Woche starteten erste Bauarbeiten rund um das umstrittene Minex-Werk in Zeltweg. Diesen Schritt hatte das Unternehmen bereits vor einiger Zeit angekündigt. Nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Koch seien von der Bürgerinitiative eingebrachte Revisionsanträge im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren vom Höchstgericht zurückgewiesen worden. Wie berichtet, startet man zunächst mit dem Bau einer Fischaufstiegshilfe – zu diesem Schritt wurde die Firma verpflichtet, weil für die Verhüttungsanlage die Entnahme von Kühlwasser aus der Mur vorgesehen ist. Auch das ehemalige ÖDK-Verwaltungsgebäude wird saniert.

Minex-Geschichte

Im März 2014 präsentierte die Mineral Explorations GmbH (Minex) ihre Pläne, auf dem ehemaligen ÖDK-Gelände in Zeltweg eine Verhüttungsanlage zu errichten.
Bald darauf formierte sich Widerstand wegen möglicher Asbestbelastung. Die Gegner scheiterten allerdings quer durch die Instanzen.
In Vollbetrieb soll das Verhüttungswerk 2024 gehen.

Das Werk selbst wird ab 2022 gebaut, es soll nach etwa eineinhalb Jahren Bauzeit sowie einem halben Jahr Probebetrieb im Jahr 2024 in Vollbetrieb gehen.

Die „Bürgerinitiative für ein lebenswertes Aichfeld“ spricht indes in sozialen Medien von einem „handfesten Skandal“ im UVP-Verfahren. Hier ein Facebook-Posting vom Dienstag mit allen Vorwürfen: 

Die Gefahr durch eine mögliche Asbestbelastung sei zu wenig berücksichtigt worden. Minex-Chef Ulrich Koch hebt dagegen „höchste technische Standards“ hervor.

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