Grund zum Feiern hatte die Lawinenkommission Eisenerz im Rahmen eines Festaktes zum 50-jährigen Bestehen, bei dem aktive ehemalige Mitglieder sowie Vertreterinnen und Vertreter des Landes, von Geosphere Austria, der Wildbach- und Lawinenverbauung, der Bezirkshauptmannschaft sowie aller Einsatzorganisationen und benachbarter Lawinenkommissionen mit dabei waren.
Ein schweres Lawinenunglück in Hieflau vor mehr als 100 Jahren, legte den Grundstein für künftige Lawinenkommissionen. Damals wurde die erste Lawinenkommission der ÖBB zum Schutz der damaligen Kronprinz-Rudolf-Bahn gegründet. Erst im Jahr 1975 wurde in der Steiermark begonnen, einen amtlichen Lawinenwarndienst einzurichten und die ersten Lawinenwarnkommissionen in Gemeinden, in deren Gebiet die Gefahr von Lawinenkatastrophen bestand, zu gründen. Am 27. Februar 1976 wurde in Eisenerz die erste konstituierende Sitzung der neu gegründeten Lawinenwarnkommission abgehalten.
Neun aktive Mitglieder und eine Ehrung
2005 übernahm Toni Albinger, damaliger Wirt vom Gasthaus Gemeindealm in der Eisenerzer Ramsau und Einsatzleiter der Bergrettung Eisenerz, den Vorsitz. Seit 2011 folgte ihm Heribert Fritz. Helmut Zwanz blieb Stellvertreter. Derzeit besteht die Lawinenkommission Eisenerz aus neun Mitgliedern.
Einer der Höhepunkte war die Verleihung des Verdienstkreuzes in Silber für besondere Leistungen und hervorragende Verdienste im Lawinenwarndienst Steiermark an Gerhard Auernigg, der seit 40 Jahren Mitglied der Lawinenkommission Eisenerz ist. Die Auszeichnung wurde von Michael Jeschelnig, Referatsleiter in der Katastrophenschutzabteilung des Landes und Leiter des amtlichen Lawinenwarndienstes, und Bürgermeister Thomas Rauninger überreicht.