Proteste gegen Deponie in Premstätten"Die Strabag kann sich warm anziehen"

Gegner der geplanten Baurestmassendeponie der Strabag in Premstätten informierten bei einer Bürgerversammlung über die nächsten Schritte. Das Fazit der Gemeindevertreter und Rechtsanwälte: „Die Strabag kann sich warm anziehen.“

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Deponiegegner: Alfred Kopfer (Zweiter Vizebürgermeister, SPÖ), Daniela Sprung und Rudolf Kriegl (Obleute der beiden Bürgerinitiativen), Ortschef Matthias Pokorn (ÖVP/von links) © Wieser
 

Die Gemeinde Premstätten werde die „schwersten Geschütze“ gegen die geplante Baurestmassendeponie der Strabag auffahren, erklärte Premstättens Bürgermeister Matthias Pokorn (ÖVP) unlängst. Bei der Bürgerversammlung Donnerstag in der Schwarzlhalle bekräftigte er: „Es sind massivste Einwendungen gegen das Projekt geplant.“

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Danke für Ihr Verständnis.

Midge
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Qualitätsjournalismus?!?

Mir ist es unbegreiflich wie man als "Journalist" so einen undifferenzierten Artikel schreiben kann.
Hr. Wieser ich erwarte mir von Ihnen ja gar nicht, dass Sie sich -nach Ihrem vorherigen STRABAG-„Werbe“Artikel- Investigativ mit Ihren Artikeln auseinandersetzen, aber wäre eine 5 Minuten Google-Recherche um sich mit dem Thema Baurestmassen und Insbesondere deren Definition auseinandersetzen zuviel verlangt!?

Sie verkaufen hier den -Großteils- unwissenden BürgerInnen des Landes, dass die Strabag hier eine Deponie plant deren Inhalt ausschließlich aus den vermeintlich ungefährlichen Bestandteilen „Bruchstücke von Fliesen, Ziegeln, Mörtelresten“ errichten will und dies ist mitnichten der Fall!
Auch bei Baurestmassen gibt es per Definition gefährliche Abfälle für Leib und Leben (dies muss nicht nur Asbest sein!) die Sie sicher nicht in Ihrem Garten vergraben möchten – schon gar nicht wenn es sich dabei um 2.000.000m³ handelt.
Von den Umweltauswirkungen die vor/während/nach einer Deponiermasse in diesem Umfang ausgeht, versuche ich Sie gar nicht zu erhellen.

Bis dato dachte ich ja, die KLZ hat wenigstens einen minimalen Qualitätsanspruch, vor allem, wenn es um das Leib und Leben von tausenden Menschen und Familien im direkten Einzugsgebiet dieser geplanten Deponie geht…
...aber auch diese -ohnehin niedrige- Messlatte haben Sie spielend im Limbo durchschritten.
Shame on you!

Kleine Zeitung
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Recherche und Qualitätsjournalismus

Sehr geehrter/geehrte Midge,

uns liegt es fern, einen Werbeartikel für die Strabag zu schreiben. Dieser Bericht sollte auch nicht undifferenziert sein. Im Artikel kamen Vertreter der Gemeinde und Anwälte zu Wort, wir waren selbst bei der Versammlung, um uns ein Bild zu machen, mit Verantwortlichen und Betroffenen zu sprechen und darüber zu berichten.
Wenn von Baurestmassen und den geplanten Gegenständen, die deponiert werden sollen, berichtet wird, müssen wir auf die Strabag verweisen. Ein Vorstandsmitglied des Baukonzerns erklärte vor wenigen Tagen bei einem Lokalaugenschein am möglichen Standort der Deponie, welche Stoffe dort gelagert werden sollen. Eine Lagerung von Asbest und anderen giftigen Stoffen wurde ausdrücklich ausgeschlossen. Wir werden ihm und der Strabag nicht unterstellen, dass dort geplant sei, andere Stoffe zu lagern. Sollten Sie darauf etwaige stichhaltige Hinweise haben, lassen Sie uns das wissen.
Auch wenn die Emotionen in der Region da und dort (verständlicherweise) hochgehen, ist es unser Auftrag, sachlich und ausgewogen zu informieren.

Die Redaktion

Midge
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Sehr geehrte Redaktion,

vorab danke für Ihre Rückmeldung!

Es mag Ihnen fern liegen Werbeartikel oder undifferenzierte Artikel zu schreiben, dennoch tun Sie es.

Ja, Sie mögen vor Ort gewesen sein, dennoch berichten Sie ausschließlich aus Sicht der Marktgemeinde Premstätten bzw. des Bürgermeisters, die -wie sie vermutlich schon bemerkt haben- nicht die einzigen Gegner dieser Deponie sind.
Sie zitieren den Bürgermeister (Gemeinde), RA Thomas Neger (von der Gemeinde beauftragt), Prof. Gerhard Schnedl (von der Gemeinde beauftragt) und Thomas Zens (ebenfalls von der Gemeinde beauftragt).
Von der anderen -unabhängig und ohne Gemeindefinanzierung auskommenden- Bürgerinitiative ProPremstätten bekommt man ein Foto der Obfrau zu sehen - undifferenziert?
Haben Sie schon einmal hinterfragt warum eine Gemeinde eine eigene BI einrichtet und finanziert, bzw. eine Zweite -unabhängige BI- nicht!? (Message Control?)
Oder etwa warum die Gemeinde Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten zur geplanten Deponie nicht reglementiert - Sie hätte es in der eigenen Hand?! (Man tut seitens Gemeinde -vermeintlich- alles dagegen und dann das offensichtliche doch nicht!?)

Midge
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Nein, Ich würde der STRABAG dies nicht unterstellen, aber die Wahrheit ist halt ein wenig umfangreicher, als Ihnen(bzw. Ihrem „Journalisten“) dargestellt wurde.
Sie müssten auch nicht auf die STRABAG verweisen, sofern Sie vor dem Interview mit dem STRABAG-Vorstandsmitglied, Ihre Hausaufgaben gemacht hätten und das diesbezüglich, für die Öffentlichkeit zugängliche Edikt gelesen hätten und dem STRABAG-Vorstandsmitglied dbzgl. Rückfragen gestellt hätten.
Dies tut ein Journalist meinem Verständnis nach, bevor einen undifferenzierten Artikel verfasst!
Einen kleinen Auszug aus den „STRABAG-Unterlagen“ darf Ich Ihnen hiermit aber geben – beantragt sind unter anderem:
„Industrieabfälle wie Hütten- und Gießereischutt, Schlacken (Elektroofen, Hochofen, Konverter, Kessel), Krätzen aus der Eisen- und Stahlerzeugung, verunreinigte Mineralfaserabfälle, Mineralfasern, Glasvlies, Schlämme (Emaille-, Kalk-, Glasschleif-, Carbid-, Eisenoxid-, Kesselabschlamm), ölverunreinigte und sonstige verunreinigte Böden, Gesteinsstäube, Polierstäube, SiO2-Tiegelbruch, Ofenausbruch aus metallurgischen Prozessen, Ausbruch aus Feuerungs- und Verbrennungsanlagen, Hütten- und Gießereischutt“.

Klingt nicht mehr ganz so „ÖKO“ wie „Bruchstücke von Fliesen, Ziegeln, Mörtelresten“ oder!?
(Natürlich, in 20-25Jahren, wenn dann schön Gras über die Deponie gewachsen ist, siehts wieder super Toll aus und wird den Kindern von GU sicher ein toller Rodelhügel sein….)

Midge
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Abschließend…
Ja Sie berichten von der geplanten Deponie - danke hierfür!
Nein, sie berichten mMn. nicht -dem Ethos des Journalismus entsprechend- recherchierend, kritisch und undifferenziert.
Es mag stimmen, die -vermeintlich- ganze Umgebung kämpft gegen diese Deponie. Doch mehrere Wege führen nach Rom und ob sich Alle auf einen ÖVP-Bürgermeister (mit „seiner“ BI), unter einem ÖVP-Landeshauptmann alleine verlassen sollten, wage ich zu bezweifeln.

(NB:… die schöne „Graphik der Projektgegner“, die Sie in fast all Ihren Deponie-Artikeln verwenden, wurde seitens der BI-ProPremstätten in sehr aufwendiger Arbeit faktenbasierend recherchiert und erstellt - ich gehe davon aus, über eine korrekte Kennzeichnung würde sich die BI-ProPremstätten sehr freuen bzw. vermutlich Ihrem Qualitätsanspruch auch etwas mehr entgegenkommen…!?)

Mit freundlichen Grüßen
Midge

stefstef
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Baustopp in Unterpremstätten?

In Unterpremstätten wird ja nicht gerade wenig gebaut. Wo werden dann eigentlich die Baureste aus Unterpremstätten entsorgt? Florianiprinzip? Baustopp?