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Nagls fünfte KandidaturOperation Bürgermeister: "Ich hab' noch Kraft und noch lange nicht genug"

Siegfried Nagl will die Mini-Metro nicht als Wahlkampf-Gag enden lassen. Er kämpft mit um Bundesmilliarden für Graz - und steht vor der fünften Bürgermeister-Kandidatur.

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Im neuen Stadtteil Reininghaus trafen wir Bürgermeister Siegfried Nagl zum Gespräch.
Im neuen Stadtteil Reininghaus trafen wir Bürgermeister Siegfried Nagl zum Gespräch. © KLZ/Pajman
 

Sie sind seit heute Grazer Rekordbürgermeister, 18,5 Jahre im Amt. Wie geht es Ihnen, wenn Sie nach Wien schauen– wo es im Dunstkreis der „türkisen Familie“ Rücktritte gibt und Ihre ÖVP wahrlich kein gutes Bild abgibt …
SIEGFRIED NAGL: Ich habe in der Politik schon alle Höhen und Tiefen erlebt. Aber, was ich jetzt in Wien sehe, verwirrt mich. Das gilt für die eigene, aber auch für die anderen Fraktionen: Dieses erbitterte Gegeneinander ist der Demokratie nicht dienlich. Die Menschen wollen das nicht. Und es wird immer weniger Leute von Format geben, die sich die Politik antun werden.

Kommentare (44)
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rouge
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Amtszeit begrenzen.

Er hat noch Kraft und lange nicht genug?
Wir aber.

ma12
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OMG

Gott schütze Graz!

heri13
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Ist Graz noch immer nicht genug verschuldet.

Es scheint noch immer Geld für Freunde da zu sein.

Balrog206
10
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Da

Hast du recht Heri , aber willst wirklich deine Kpö an der Spitze ?

Ragnar Lodbrok
1
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...aber nur,

wenn die Verantwortlichen für allfällige Baukostenüberschreitungen in voller Höhe mit dem privaten Vermögen haften! Mit unserem Steuergeld hat Nagl lange genug Monopoli gespielt.

Balrog206
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Meinst

Zb so wie beim KrH Nord in Wien ? Das ist ein Ausschreibung Problem !

isogs
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U Bahn in Graz?

Schon der zweigleisige Ausbau der Straßenbahn nach Mariatrost dauert mehrere Jahre und ist scheinbar ein Megaprojekt! Wer soll da an die U-Bahn glauben! Was soll sie für Pendler bringen? Jetzt gibt es keine Parkplätze an den Busstationen, daher keine Möglichkeit vom Auto in den Regiobus umzusteigen. Die Wenigsten wohnen an der Haltestelle. Zuerst bitte den Bedarf analisieren, dann bauen.

diss
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Leider hat sich Graz unter seinem Einfluß

sehr zum Nachteil entwickelt.
Betonburgen und gefestigte Parallelgesellschaften von Migranten.

Telegrapher
29
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Das kann man

... aber auch anders betrachten. Moderne Siedlungen in Graz sind nicht nur innen, also im bewohnten, funktionellen Bereich, extrem smart und den heutigen Bedürfnissen mehr als angepasst. Auch die Optik der Fassaden und nicht zuletzt die durchdachten architektonische Konzepte, die man in Graz rundherum umgesetzt findet sind wahrlich nicht von schlechten Eltern. - Und was Ihre angesprchene 'gefestigten Paralellgesellschaften' betrifft, so kann ich nur empfehlen, mal ein bisschen offen eingewanderten bzw. 'anders aussehenden' Menschen zu begegnen. Sie werden überrascht sein, wieviel Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit der 'Zuagroasten' Sie finden werden.

battlefronter007
8
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Herrlich ...

Wie handzahm das Interview für Nagl gemacht wurde.

Siegis Chatprotokolle mit seinen Immobilien- und Betonbonzen würden mich auch sehr interessieren

Heike N.
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Leute von Format die sich Politik antun

Gibt es nicht. Leute von Format verdienen in der Privatwirtschaft zumindest gleich aber meist mehr und das nicht unter den Augen der Öffentlichkeit.
Warum sollte man sich also antun. Politik ist für die zweite Reihe, da fehlt halt das Format.
Ausnahmen bestätigen die Regel

Lodengrün
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Ohne die U-Bahn

werden wir bei dieser Bevölkerungsexplosion wohl nicht auskommen. Oder glauben wir es mit der Bim zu schaffen?

MMK2014
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Natürlich schafft das die Straßenbahn! Günstiger und besser!

Die U-Bahn würde kein Verkehrsproblem lösen, da sie im Prinzip so geplant ist, um nur dem PKW keine Flächen wegzunehmen.

Geplant ist ja derzeit, das ähnlich lange Fahrzeuge, wie sie jetzt bei der Straßenbahn eingesetzt sind, dann im Untergrund verkehren. Würde man die Straßenbahn endlich richtig ausbauen (nicht nur pseudomäßig wie in Graz), dann hätte das mehr Nutzen. Aktuell fahren größtenteils 27 m Straßenbahnen, klar dass die schnell angefüllt sind. Möglich wären aber bis zu 75 m. Selbst über 40 m Fahrzeuge wird seit 20 Jahren diskutiert (aber hier sollen ja ein paar endlich bald kommt).

Dazu hat die Straßenbahn mehrere Vorteile ua kann man direkt dort halten, wo die Fahrgäste sind und muss diese nicht zu einem Weg in den Untergrund zwingen (alleine der Weg zu und von einer U-Bahn macht den derzeitigen geplanten Zeitvorteil von gerade einmal 2 Minuten wieder nichtig).

Des Weiteren der Preis: Selbst wenn man mit der Straßenbahn die gesamte Straße völlig neu und schön gestaltet (wie es zB in Frankreich gemacht wird), dann bekommt man um den Preis für einen Kilometer U-Bahn/Metro ca 10 km Straßenbahn. Im Gegensatz zur U-Bahn könnte man also mit dem genannten Betrag wirklich (und nicht nur zu PR Zwecken) das Grazer Umland anbinden.

Zum Schluss: Die Kapazität, die Graz braucht kann auch die Straßenbahn locker bereitstellen, nur muss man es auch zulassen. Der Bürgermeister will aber ein Denkmal und dafür ist eine neue, „hippe“ Metro natürlich besser geeignet.

Sam125
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Ja,das haben sie richtig gesehen,doch wen haben wie diese Bevölkerungsexplosion

In erster Linie zu verdanken? Ach a,wir schaffen das!Und jetzt brauchen wir auch noch eine U Bahn,die den Steuerzahlern im Endeffekt bestimmt mehr wie 4 Milliarden Euro kosten wird! Eine Mini- U - Bahn mit geradeinmal 25 km Streckenlänge,statt ein Straßenbahnnetz,das bis in die Umlangemeinden reichen würde,mit genügen Park-und Umsteigmöglkeiten für die Einpendler!Mehr braucht man dazu nicht zu sagen,außer dass damit das Problem der Einpendler keinesfalls gelöst werden wird!Danke Herr Nagel,dass sie sooo klug handeln und sie in Graz bald keine Wählerschaft mehr für ihre Partei finden werden!Dann wird der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagel,nach vielen Jahren Stadtregierung auch nur mehr Geschichte sein!

menatwork
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Mit dem vorgelegten Konzept würde nichts besser

denn das Hauptproblem ist nicht etwa fehlendes Tempo der innerstädtischen Straßenbahnlinien, sondern die Anbindung des Umlandes und der Randbezirke.

Für den Zeithorizont um den es da geht, sind so manche Annahmen der U-Bahnstudie nicht in Stein gemeißelt. Ich kann mir z.B nicht vorstellen, dass es beim Ausmaß des Individualverkehrs und dessen Platzbedarf bleiben kann, denn E-Autos für alle sind schlicht keine Lösung für die Klimaprobleme, bzw. mit der derzeitigen Technologie gar nicht darstellbar.

Stattdessen sollte man den Verzicht auf das eigene Auto in der Stadt wirksam fördern und die dadurch entstehenden Möglichkeiten zur Rückeroberung des Stadtraums auch nutzen.

Sowie für die Bewohner des Umlandes echte Alternativen im ÖPNV schaffen wie man sie z.B in Holland erleben kann. Mir ist schon klar, dass das dort dichter besiedelt ist, aber die U-Bahn scheint mir eine Antwort auf eine nichtgestellte Frage zu sein, während die Antworten auf dringendere Fragen ausbleiben.

Lodengrün
1
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Sie @menta

haben sich mit dem Problem intensiv auseinandergesetzt und das hier ausführlich beschrieben. Dafür sage ich danke. Ich nehme nur war was gebaut wird wenn ich in diverse Stadtteile komme. Und dieser gefühlte Bauwahn löst bei mir Unbehagen aus. Da frage ich mich ob diese Wohnungen wirklich alle schon Mieter haben oder das nur Spekulationsbau ist. Und wenn sich da Mieter, Eigentümer finden wer sind diese Leute und wo kommen sie her. So groß ist die Landflucht dann auch wieder nicht.

bimsi1
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Alles Gute für die nächsten 18,5 Jahre.

Danke für Ihre besondere Art Politik zu gestalten Herr Bürgermeister.

Telegrapher
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Habe noch nie

... gehört, dass jemand seinen 18,5ten' feiert. So wie Sie das hier leicht gekünstelt und konstruiert mit den Jubiläums-Glückwünschen hier andeuten, kann man das machen. Kommt aber jedenfalls mehr als 'besonders' und eher seltsam rüber, als die von Ihnen zitierte 'Nagl's besondere Art, Politik zu gestalten''.

11137772PEYE
35
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super

Super Herr Bürgermeister Sie sind sehr zum bewundern alle Achtung

Hieronymus01
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Schön gesprochen Herr Bgm.

.

diss
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Ein Verwalter

und kein Gestalter zum großen Nachteil für Graz.

Lodengrün
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Es ist schon bezeichnend

wie jemand keine Selbstkritik üben kann. Wer arbeitet macht Fehler, so auch er. Diese Reflexion findet nicht statt. Ob Reininghaus ein Erfolg ist lässt sich diskutieren. Fakt, die Stadt wächst nicht organisch, sondern getrieben. Die Infrastruktur hält da zum Beispiel nicht mit und der Kollaps ist vorhersehbar.

jg4186
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neue Politik versprochen

Ja, richtig, S. Kurz hat eine neue Politik versprochen - die haben wir auch: Diesen Stil, diese Wortwahl, diese Gedankengänge hatten wir wohl noch nie, das ist neu. So tief war Politik im Land noch nie gesunken. Und "die Familie" versucht, alles mit Überheblichkeit, Selbstherrlichkeit und Unverschämtheit zu ignorieren. Das erregt die Enttäuschung, die Wut vieler im Land.

bimsi1
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Alle Menschen mögen mit Vollgas für Ihre Arbeitgeber arbeiten.

Und Politiker mögen mit Vollgas dem Land dienen.

menatwork
20
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Beredtes Schweigen

Kein Wort zu den inakzeptablen Angriffen auf einzelne Personen in der Justiz seitens seiner Partei.
Kein Wort zum überwiegend fehlgeleiteten Wohnbau mit Anlegerwohnungen.
Kein Wort zur fehlenden sonstigen Infrastruktur beim Wachstum der Stadt.
Kein Wort zum Verlust an Freiräumen und Lebensqualität.
Kein Wort zum Pflanz mit dem Dach der Kastner-Industrielandschaft.
Kein Wort zur fahrradfeindlichen Politik des Drüberfahrens bei der Augartenbucht.
Kein Wort zu den familienfeindlichen Bäderpreisen.

Und auch keine Fragen dazu!

Glücklicherweise gibt es in Graz auch eine Opposition, der die Menschen - und zwar alle - in dieser Stadt näherstehen, da kann man hoffen, dass die Opposition sich um die wahren Probleme kümmert, wenn schon der Bürgermeister in Sphären und in weiter Ferne schwebt.

beneathome
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Nichts Neues

Auch zu Kreiskys Zeiten war die Politik nicht viel anders. Nur hat es damals keine digitale Kommunikationstechnik gegeben, und die Mauschlereien fanden mündlich und nicht nachvollziehbar und überprüfbar statt. Aber sicher nicht weniger. Der öffentliche Umgang in den Medien und dem Parlament war wohl gesitteter als heute. Das dürfte wohl an der gesellschaftlichen Verrohung der Bürger aufgrund des geistigen Abbaus durch das Ausleben der digitalen Welt begründet sein. Und natürlich auch durch die Vorherrschaft der globalen Finanzwelt in allen Lebensbereichen.

 
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