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Mehr als 500 Millionen EuroGrazer Tram-Ausbau: Der Zeitplan, die Kosten, die Problemfelder

Während die U-Bahn-Debatte alles überdeckt hat, wurde still an den Ausbauplänen für das Grazer Straßenbahnnetz weitergearbeitet. Ein millionenschwerer Überblick.

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Waagner-Biro-Straße
In der Waagner-Biro-Straße werden ab November die Straßenbahnen unterwegs sein © Jürgen Fuchs
 

U-Bahn? S-Bahn-Ring? Das wird die Zukunft weisen. Die Gegenwart heißt jedenfalls Straßenbahn. Und da werkelt und plant die Stadt Graz sukzessive am Netzausbau. Vor kurzem wurde der neue Verlauf für einen Teilabschnitt der Süd-West-Linie vulgo 8er vorgestellt, aber die Planungen gehen viel weiter.

Kommentare (11)
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BigC
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Die Metro

Würde vielen Autofahrern eine schnelle Alternative bieten. Ohne Schnelle Öffis werden nur wenige umsteigen.

steptrev
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Einen Reisezeitvorteil ...

... erreicht man nicht nur durch Beschleunigung des einen Verkehrsmittels, sondern auch durch Verlangsamung des anderen.

styrianprawda
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@steptrev

Genau die richtige Denkweise!
Beendigung des Baus des Koralmtunnels und den Packabschnitt der A2 stilllegen.

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Die Metro ist in erster Linie der Wunsch...

...dem Autoverkehr an der Oberfläche keinen Platz "wegezunehmen". Die Reisegeschwindigeit der Metro ist bei kurzen Strecken nicht wesentlich höher, als die einer Tram. Ein konkreter Vergleich: die Fahrt vom Hauptbahnhof zum LKH dauert mit der Linie 7 ca. 20 Minuten. Mit der Metro (Quelle: Website der Holding Graz) ca. 16 Minuten. Hinzu kommen längere Wege bis zur nächsten Station aufgrund größerer Abstände zwischen den Stationen.

Wenn sich die Politik traut, den öffentlichen Verkehr an der Oberfläche zu beschleunigen und ihm zulasten des PKW-Verkehrs mehr Platz zu geben, müssen nicht 3,3 Milliarden in eine U-Bahn investiert werden. 500 Mio für neue Tramlinien sind da entschieden besser angelegtes Geld.

styrianprawda
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@MoVeIT

"Hinzu kommen längere Wege bis zur nächsten Station aufgrund größerer Abstände zwischen den Stationen."
Bei einer höheren Zahl an Haltestellen sinkt aber die Geschwindigkeit des Verkehrsmittels.
Und offensichtlich soll die Reisezeit mit der Tram in Graz erhöht werden, wie am Beispiel der neuen Haltestelle bei der Münzgrabenkirche sieht.
Was folgt als Nächstes? Haltestellenabstände von max. 300m?

fb5cb0b8c66b102db9337f66a94f6e13
0
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Das stimmt natürlich

Mehr Haltestellen verbessern die Erreichbarkeit des Verkehrsmittels, reduzieren aber die Reisegeschwindigkeit. Umgekehrt erhöht sich die Reisezeit, wenn man einen längern Fußweg bis zur nächsten Station hat. Die pauschale Aussage "die Metro ist schneller" muss also dahingehend relativiert werden. Und ja: viele Stationsamstände im Grazer Tramnetz sind viel zu kurz. Weniger als 500 Meter sollten zwei Stationen nicht bzw. nur in Ausnahmefällen beieinander liegen.

melahide
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Leider

Wird man mit dem bisschen Ausbau die Autofahrenden nicht in die Öffis bringen. Diese sind ja jetzt schon überfüllt und viel zu langsam. In den kleinen Straßen der Stadt geht es halt nicht, dass Auto, Bus, Straßen Bahn und Rad nebeneinander existieren. Und wenn man in Graz von A nach B will wird es teilweise langwierig und kompliziert, da ist man mit Auto bzw Rad viel schneller. Rad ist halt teilweise abenteuerlich wegen den fehlenden Radwegen …

styrianprawda
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@melahide

Due Autofahrenden könnte man sehr rasch in die Öffis bringen, wenn die Quelle-Ziel-Relationen die selben wären.
Daher wird die Linie 2 auch nichts bringen, außer einer gegenseitigen Behinderung des ÖV und des MIV.

altbayer
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Autofahren


Autofahren ist teilweise abenteuerlich wegen der Kreuz und Quer fahrenden, Radweg meidenden, undisziziplinierten Radfahrer.
Auch Fußgänger können Lied davon singen.
Ein Radwegnetz ist wichtig, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer daran halten würden.

melahide
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Gibt auch

genug Fußgänger die emsig am Radweg spazieren obwohl ein Fußgängerweg daneben ist (gleich wie Räder auf der Straße trotz Radweg daneben ...). Und von diese E-Scootern am Gehweg..

Naja. Es müssen auf lange Sicht Parkplätze weg um Radwege zu schaffen. Ohne günstige Parkgaragen wird das aber auch nicht gehen. Und der Verkehr gehört entflochten....

MMK2014
15
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Völlig richtig!

Daher gehört dort, wo ÖV, Rad oder Fußgehende mehr Platz brauchen, der Platz vom PKW für Erstere umgemünzt.