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Bahnhofslärm quält Gösting weiterBulme-Schüler maßen 97 Dezibel - im Klassenzimmer

Die ORF-Sendung "Bürgeranwalt" widmete dem hochfrequenten Lärm vom Bahnhof Gösting einen ausführlichen Bericht samt Studiodiskussion. Bewegung in die Sache kommt vor dem Herbst nicht - erst muss eine weitere Untersuchung durchgeführt werden.

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"Dass es laut ist, wissen wir mittlerweile alle!": Anrainerin Sabine Schuh kam als eine Betroffene in der Sendung zu Wort © Screenshot ORF TVThek
 

Das Problem der quietschenden Züge beim Verschub-Bahnhof, die einigen Grazerinnen und Grazern den Schlaf rauben, zieht sich seit Monaten hin. Der "höllische" Lärm macht auch Leuten, die nicht in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs wohnen, zu schaffen. Am Samstag widmete die ORF-Sendung "Bürgeranwalt" nun dem Thema einen ausführlichen Beitrag: Zu Wort kamen Bezirksvorsteher Bernhard Baier (ÖVP) und sein Stellvertreter Alexis Pascuttini (FPÖ) sowie viele lärmgeplagte Anrainerinnen und Anrainer - und auch Grazer, die gar nicht in der Nähe, sondern ein paar Kilometer weg, am Fuß des Plabutsch,  wohnen. "Die Geräusche bewegen sich in einem Frequenzbereich, dass an Durchschlafen nicht zu denken ist", sagt Schlossbergball-Organisator Ingo Reinhardt. Auch bei geschlossenem Fenster würde man es hören.

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Terrena35
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Wohnpark Gösting - vielleicht die Ursache

Ich wohne seit 2012 in der Zanklstrasse, hinter der Bischofsiedlung und dieses Quitschen hat eigentlich erst begonnen, nachdem der Wohnpark Gösting fertiggestellt war und der Schall somit von den Häusern reflektiert und zu uns gekommen ist, es ist in der Nacht kaum aushaltbar und wir wohnen eigentlich recht weit von den Geleisen weg. Der Verkehrslärm in der Wienerstraße ist auch deutlich lauter seit diese hohen Gebäude direkt neben den Bahngleisen stehen, davor haben wir die Wienerstraße gar nicht gehört. Ich kann verstehen, dass sich die Bewohner die noch näher daran wohnen aufregen, aber wenn laut ÖBB nichts geändert wurde, vielleicht ist der Schall und die hohen Gebäude daran schuld - wurde das einmal untersucht?

menatwork
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Glatte Fassaden verstärken die Lärmbelastung

Das ist richtig und tatsächlich bei den modernen Fassaden ein - eigentlich lösbares - Problem für die Umgebung, aber die Ursache liegt trotzdem beim Emitenten, der hier Lärm weit über dem zulässigen Grenzwert emitiert.

10 dbA+ bedeuten eine Verdoppelung der wahrgenommenen Lautstärke, 97 dbA ist also 16 mal lauter als es des nachts sein dürfte.

Anderes Beispiel: In Diskotheken im städtischen Umfeld wird bei Beschwerden die Anlage selbst auf 80dBA heruntergeregelt, also ca. ein Viertel des Eisenbahnlärm, der dort schon beim Empfänger (Bulme) gemessen wurde.

wagnermartin
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Als Ex-Bulmist

kann ich bestätigen, daß der Verschublärm etwas störend war, allerdings handelte es sich dabei vorwiegend um die Prellgeräusche beim Abbremsen, das Quietschen, wie es die Vorposter angeben ist mir nicht so laut vorgekommen.
Najo, wir haben halt die Fenster zugemacht wenns gestört hat, war gleich leiser. ;-)

wabra149a
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@wagnermartin

Frage: Wann waren Sie "Bulmist"? DIESEN Lärm gibt es so erst seit 2019. Und wenn man da wohnt, möchte man vielleicht auch mal das Fenster öffnen, oder gar bei offenem Fenster schlafen, oder im Garten/am Balkon sitzen, spazieren gehen,......

diss
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Da werden Wohnungen auf billigem Grund neben der Bahn

errichtet und mit großem Gewinn verkauft. Die ÖBB kann dafür nichts! Blöd sind Menschen, die solche Wohnungen erwerben.

wabra149a
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@diss

Blöd und entbehrlich sind solche Kommentare. Das höllische Quietschen belastet tausende Menschen im weiten Umkreis in vier Bezirken.

penoman
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sskm

aber leider auch wahr. Ich hab damals auch kurz überlegt dorthin zu ziehen, mich aber nach 3 Sekunden genau aus dem Lärmthema dagegen entschieden. Und das Gerade der gute Herr Gröbel im Fernsehen beim Bürgeranwalt drüber jammert, dass er aus seinem Penthouse mit direktem Blick auf den Verschubbahnhof diesen auch hört, schlägt dem Faß den Boden aus. Schämen würd ich mich dafür an seiner Stelle.
Ich würde es eine Frechheit finden wenn der Steuerzahler hier zum Handkuss kommt, um den Fehler dieses Herrn und seiner Kunden auszumerzen.

peugeot407
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Nicht nur …

Sorry aber es geht hier auch um unzählige andere Bewohner in der Umgebung denen der Schlaf geraubt wird nicht nur um den von Ihnen kritisierten Herrn Gröbl.

wabra149a
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@penoman

Neid auf Gröbl? Für meinen Geschmack ist der Wohnpark auch zu groß geraten, aber das ist hier nicht das Thema. Es geht um die Gesundheit von tausenden Menschen, die zum Teil schon seit Jahrzehnten im Umkreis leben - und hier gilt "sskm" (selbst schuld und kein Mitleid) wohl nicht! Der Steuerzahler sollte allerdings wirklich nicht zur Kasse gebeten werden.

penoman
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Eigentümer der ÖBB...

... ist halt leider der Steuerzahler.

penoman
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Eigentümer der ÖBB...

... ist nun mal der Steuerzahler.

harakari
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Absolutes Unverständnis . . .

. . . ob der Sturheit der ÖBB. Wenn der Lärmpegel in der Nacht max. 55 dB betragen darf, wie kann man dann 95 dB als rechtens und normal ansehen? An Autobahnen werden Hunderte km Lärmschutzwände gebaut: wie ist da die Lärmschutzgrenze? An Flughäfen werden spezielle An- und Abflugwege vorgeschrieben, der Lärmreduktion wegen, und es gibt Zeiten, in denen KEIN Flugverkehr erlaubt ist, der Lärmreduktion wegen. Wie sind dort die Lärmschutzgrenzen? Einen Verschiebebahnhof im Stadtgebiet zu haben ist in etwa so wie einen Flughafen dort zu haben... welche Stadt hat das noch? Wie laut sind die Verschiebebahnhöfe im übrigen Österreich, oder der übrigen Welt? Wenn der Pegel von 55 dB überschritten wird, sollte der Betrieb stillgelegt werden, bis eine leisere Lösung gefunden ist.

penoman
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Wohnpark Gösting

Hab schon gehört dass die Bewohner des Wohnparks in Gösting sich gegen den Lärm zusammenschließen, obwohl der Bahnhof schon lange da war bevor es den Wohnpark gab. Man kann nur den Kopf schütteln über solche mündigen Bürger die sich eine Wohnung direkt neben einer Bahntrasse und in unmittelbarer Nähe eines Verschubbahnhofes kaufen und sich dann über den Lärm aufregen.
Und nur zur Info ich wohne auch in der Nähe und höre jede Nacht das quietschen, aber ich habs mir ja selbst ausgesucht. Wer A sagt muss auch B sagen.

wabra149a
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@penoman

Ich weiß ja nicht, wie lange Sie schon "in der Nähe" wohnen, ich jedenfalls seit 1979 in der Göstinger Straße, Die üblichen Geräusche der fahrenden Züge und des Verschubs haben mich jahrzehntelang kaum gestört, aber dieses unerträgliche Quietschen gibt es erst seit 2019. Da war der Wohnpark Gösting längst fertiggebaut und bewohnt. Also bitte immer schön bei den Fakten bleiben. Das gilt übrigens auch für die ÖBB, die von einer coronabedingten Überempfindlichkeit der Menschen und geringerem Autoverkehrslärm fantasiert. Das ist Nonsens. Meine erste Beschwerde an die ÖBB datiert vom Oktober 2019 (nach monatelangem Quietschen), also lange vor Corona!

penoman
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@wabra

Ich wohne noch nicht seit 1979 hier aber nachdems seit 2019 auftritt hätte ich doch 9 Jahre Zeit gehabt mir den Zustand davor anzuhören. Und da Sie "in der Nähe" in Anführungszeichen geschrieben haben, ich wohne in der Wiener Straße auf Höhe der Bulme, ich hoffe dass dies für Sie "nah genug" ist.
So und nun noch meine Frage: Wo bin ich nicht bei den Fakten als ich gesagt habe, dass der Bahnhof lange vor dem Wohnpark da war?

wabra149a
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@penoman

Es ist einfach falsch und unfair, wenn Sie "den Kopf schütteln über solche mündigen Bürger die sich eine Wohnung direkt neben einer Bahntrasse und in unmittelbarer Nähe eines Verschubbahnhofes kaufen und sich dann über den Lärm aufregen", da es DIESEN Lärm erst gab, nachdem diese Menschen dort eingezogen waren. Noch einmal: Es geht um das höllische Quietschen und nicht um den üblichen Bahnlärm - über den beschwert sich meines Wissens auch keiner. Aber es freut mich für Sie, wenn Sie das nicht so stark abbekommen, aber haben Sie bitte dafür Verständnis, wenn es hunderten oder tausenden Menschen im weiten Umkreis so arg zusetzt, dass sie dagegen protestieren.

melahide
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Damals

als Student hab ich mir mal eine Wohnung in der Raiffeisenstrasse angesehen. Die Wohnung war schön, günstig … dann fuhr der Zug vorbei, Und dort wo früher die Konditorei Edler war, bauen sie auch ein Wohnsilo :)

manfred130366
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@penoman

Respekt! Aber so sehen das nicht alle, wie es scheint... Nebenbei, der HBF wurde 1847 eröffnet (Quelle: Wikipedia).

wabra149a
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@manfred

Auch zu Ihrer Info:
Ich wohne seit 1979 in der Göstinger Straße, Die üblichen Geräusche der fahrenden Züge und des Verschubs haben mich jahrzehntelang kaum gestört, aber dieses unerträgliche Quietschen gibt es erst seit 2019. Da war der Wohnpark Gösting längst fertiggebaut und bewohnt. Und die ÖBB fantasiert von einer coronabedingten Überempfindlichkeit der Menschen und geringerem Autoverkehrslärm. Das ist Nonsens. Meine erste Beschwerde an die ÖBB datiert vom Oktober 2019 (nach monatelangem Quietschen), also lange vor Corona!