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In einem offenen BriefBekannte Uni-Professoren kritisieren Grazer Skaterverbot

Offener Brief der Universität Graz: Skateverbot scheint eine jugend- und bewegungsunfreundliche Politik. Es wird für weitere Gespräche zwischen Anrainer, Politikern und Skatern plädiert. Im Rathaus wird entgegnet.

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Skater am Kaiser-Josef-Platz © Juergen Fuchs
 

Das Skateverbot in der Grazer Innenstadt sorgt weiter für Querelen. Wie berichtet, soll es am Lendplatz und am Kaiser-Josef-Platz ein Skaterverbot geben. „Wir haben eine unmissverständliche Expertise der Landespolizeidirektion: Nur das Befahren von Gehsteigen und Fußgängerzonen ist laut Straßenverkehrsordnung erlaubt, Sprünge und Tricks aber nicht. Die gelten als Sport oder Spiel“, brachte es Stadtpolizeikommandant Kurt Kemeter kürzlich auf den Punkt.

Kommentare (11)
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axe
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Was ist nur

aus der weltoffenen, freundlichen, jugendlichen, fast mediterranen Studentendtadt Graz geworden? Eine verbohrte, von Verboten durchzogene, von schwarzblauen Kleingeistern regierte grantelnde 08/15 Stadt die gerne Großstadt sein möche aber nicht kann… oh jerum jerum jerum…

axe
14
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Ich hoffe, dass

die Herrschaften, die sich hier über die bösen, lauten Skater aufregen (die ständig jemand anderes ein Board auf den Knöchel hauen) achten penibelst darauf, dass ab 20:00h Totenstille am Kaiser Josef Platz ist, am besten innder ganzen Innenstadt! Spaß in der Innenstadt: verboten! Geräusche in der Innenstadt: verboten! Menschen in der Innenstadt: verboten! Am besten Lebenszeichen in der Innenstadt: verboten! Man muss sich ja in Ruhe gesittet auf die Stille am Friedhof vorbereiten können, da stört diese laute Jugend nur!

mazeiner
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Diese Herrschaften

haben keine Vorstellung, wie nervenaufreibend und weit hörbar der Lärm der Skater ist. Ich sehe in einem obersteirischen Skaterpark (bei den Sportanlagen am Rande des Ortes gelegen) öfters den jungen Menschen zu und bewundere ihre Geschicklichkeit. In Graz wird alles zubetoniert, aber für die Jugendlichen kann kein entsprechender Platz gefunden werden, der nicht mitten im Wohngebiet liegt und trotzdem mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist?

sanantonio
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Eine Stadt - auch mit ihrem inneren Bereich - ist zu Wohnen da.

Und zum Wohnen bedarf es eben bestimmter Voraussetzungen. Leider ist Skaten, insbesondere das Praktizieren des fortgeschrittenen, ambitionierten Umgangs mit dem Board, nun einmal sehr laut und letztlich äußerst nervend. Es übertönt allemal die Hintergrundbeschallung durch den städtischen Verkehr. Selbst ein lauteres Fahrzeug wird da nicht zur stressigen Belastung für die Anwohner, da dieses ja rasch vorbeizieht und nicht vor dem Fenster stundenlang auf und ab fährt.
So cool Skaten sein mag, dort wo Menschen wohnen, gilt es auf diese Rücksicht zu nehmen. Lassen wir es weiterhin zu, dass Menschen in der Stadt, in den qualitativ hochwertigen Altbauten, wohnen können.

stadtkater
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Grünanger

Mit Bus im 10-Minutentakt.

carpe diem
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Es ist kein Skater-Verbot.

Es ist ein Verbot, am Kaiser-Josef-Platz zu skaten. Es gibt vermutlich viele Plätze in Graz, wo das einfacher möglich wäre. Vielleicht sogar im Uni-Sport-Bereich, in der Nähe unterschiedlicher Sportstätten usw. Niemand will jungen Menschen die Bewegung verbieten, man muss ihnen halt einen Raum bieten, wo Anrainer-und bald auch wieder Gastrobetriebe- nicht gestört werden.

Hgs19
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Die Theoretiker...

Dann sperren wir mal die Uni Professoren einen Nachmittag am Kaiser Jo Platz ein - sie sollten den Lärm mal längere Zeit ertragen, vielleicht auch ein außer Kontrolle geratenes Board an den Knöchel bekommen und dann mal ihre Aussage nochmals machen.

stadtkater
6
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Gilt das als offizielle Stellungnahme

der Uni Graz?

stadtkater
19
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Bitte einen Skaterpark

direkt vor den Wohnungen der unterzeichnenden Professoren errichten! Dann können sie ihre Toleranz dem stundenlangem Lärm gegenüber und ihre Freude an der Bewegung der Akrobaten unter Beweis stellen.

Isidor9
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Wichtigmacher

Wo wohnen diese Wichtigmacher? Aha. Wie würde deren "Expertise" als Anrainer aussehen? Aha.

Morioka
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Toleranz, Akzeptanz, Rücksichtnahme ... dann könnt's klappen

Indem man Skateparks errichtet, wo sich die Tricksprung-begeisterten sich austoben können, auf öffentlichen Plätzen, bei entsprechender Rücksicht, auch dort das normale fahren und sich austoben erlauben.

Gegenseitige Rücksichtnahme ist doch das um- und auf. Verständnis auf der anderen Seite, für mögliche Anrainer, mögliche Lärmbelästigung? Klar soll darauf nicht vergessen werden - und wird wohl auch nicht. Wenn gegenseitige Akzeptanz und Toleranz geübt wird kann das leben durch die Skater auch etwas bunter werden. :-)

Im übrigen apropos kreativer Aktion, mit Leuchtreklame auf die Sache aufmerksam zu machen, statt Wände anzusprühen - oder Plakate an Häuser zu kleben, finde ich Klasse. Sowas weckt Sympathie.