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Lend- und Kaiser-Josef-PlatzSkate-Verbot auf Grazer Plätzen unabwendbar

Nach Expertenrunde zwischen Stadt und Polizei scheint es fix: Skater verlieren Lend- und Kaiser-Josef-Platz und andere Fußgängerzonen als ihr Revier.

Für Skater hat es sich ausgtrickst auf dem Kaiser-Josef-Platz.
Für Skater hat es sich ausgtrickst auf dem Kaiser-Josef-Platz. © Juergen Fuchs
 

In der Skaterszene ist Feuer am Dach. Wie berichtet, sind ihnen ihre Reviere – der Lend- und der Kaiser-Josef-Platz – verboten. Das scheint nach einer Expertenrunde zwischen Stadt und Polizei fix. „Wir haben eine unmissverständliche Expertise der Landespolizeidirektion: Nur das Befahren von Gehsteigen und Fußgängerzonen ist laut Straßenverkehrsordnung erlaubt, Sprünge und Tricks aber nicht. Die gelten als Sport oder Spiel“, bringt es Stadtpolizeikommandant Kurt Kemeter auf den Punkt.

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goje
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Waaaah...

Ein weiterer Tiefpunkt im Zusammenleben. "Die Jugend wird immer schlimmer...blablabla" ... Wenn man den Menschen, vor allem den jungen, jegliche Freiheit nimmt, darf man sich nicht wundern, wenn diese in einigen Jahren nicht mehr bereit sein werden, einen Generationenausgleich zu unterstützen etc. Das ist die Spitze des Eisberges an Folgen einer Verbotspolitik.

Jo.Klem
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Arme Skater

Die sind so Arm und dürfen nix machen.
Das Leute am Lend und Kaiser sich unterhalten wollen und nicht immer schreien müssen um sich zu unterhalten weil neben ihnen waghalsige Stunts und leider betrunkene (Sportler) Skater nich das angebliche “Spielzeug“ unter Kontrolle haben und damit Menschen gefährden interessiert die Skater Comjunety leider nicht. Genauso wie schon ausgemachte Vereinbarungen mit der Stadt Graz, ohne Beisein der Anrainer, wurden von Anfang an nie von den Skatern eingehalten. Da darf man sich net wundern wenn der Frust gegen Sie steigt.
Spielregeln sollten eingehalten werden.
Pech gehabt
Und wie der Junge Mann schon sagt er übt seinen SPORT aus dann bitte wo es erlaubt ist und niemanden Gefährdet oder andere Belästigt, wie viele andere Sportler auch müssen sie geeignete Sportanlagen benützen

peckinpah
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Diese Hatz gegen die Skater...

...begann schon vor vielen Jahren... in den späten 1980ern...
Ich muss immer noch schmunzeln, wenn ich es heute sehen. Damals, als die Betreiber der Oper das denkwürdige Schild angebracht haben: Skateboardfahren verboten.
Am Hauptplatz war - vor dem Umbau - regelmäßig die Polizei, um uns Kids zu vertreiben.... und im Stadtpark. Aus dem Verkehrsgarten geholt. Diese Hatz ist keine neue Errungenschaft, ich wünsch der Szene aber: durchbeißen!
Und wie damals: einer steht Schmiere bei diesen illegalen, kriminellen und unter hohen Strafen gestellten Handlungen! Skate on!

sila01
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Ein weiterer Tiefpunkt!

Wem gehört die Stadt? Den Autofahrer*innen und vor allem den Konstument*innen. Wollen wir wirklich noch mehr Reglementierung? Noch mehr Vorbehaltsflächen? Verbote? Verordnungen, was wo wer darf? Stadt ist ein lebendiger Organismus, in dem Gemeinschaft(en) Platz haben darf/muss. "Aber der 'Lärm'!" – ich denke an den Verlehr, der auch nicht verboten wird, weil ich mich davon gestört fühle. Ich fasse es nicht, was Graz hier vor hat, will es doch immer "cool" sein und "hip" und "grün" und "nachhaltig" und "jugendlich" und und und. Diese Entscheidung ist ein weiterer Beweis dafür, wie weit entfernt der (politische) Werbesprech von der (faktischen) Realität ist. "Shame on you, Graz!" – dachte ich doch, du orientierst dich an internationalen Großstädten und willst so sein wie die? Mehr Provinz geht nicht!

lexi
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Das sagt Österreich.gv.at dazu

Das Spielen mit Skateboarda etc am Gehsteig ist erlaubt, wenn weder Fußgänger noch Verkehr gefährdet werden. Hier steht explizit Spielen und nicht Fahren:

https://www.oesterreich.gv.at/themen/freizeit_und_strassenverkehr/spielen_auf_der_strasse.html

Bin gespannt wie ein allfälliger Rechtsstreit ausgeht. Ich hoffe es findet sich jemand der das notfalls vor Gericht ausstreitet.

stadtkater
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Bravo zum Verbot

Die Stadt hat sündteure eigene Skaterplätze in Absprache mit den Skatern erbauen lassen. Jetzt brauchen sie nur auch noch von den Akrobaten genutzt werden. Das dauernde Gescheppere in Wohngebieten macht alle anderen krank.

handyopfer
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bei weitem nicht ausreichend!!

die 2! "sündteuren" skateparks reichen leider nicht ansatzweise für ganz graz aus. Zumal diese vermehr auch von kindern mit scootern, rädern etc. befahren werden. sehen sie sich die situation in Grünanger oder im Volksgarten selbst mal an. da wurdlts wie im ameisenbau

skaten ist mittlerweile eine olympische disziplin, da müssen wesentlich mehr trainingsmöglichkeiten geschaffen werden. die investition in sportstätten sollte mmn. ohnehin stärker gefördert werden und nicht immer mit dem totschlagargument "das ist zu teuer und man verdient nix dabei" abgetan werden.

styrianprawda
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@handyopfer

"Skaten ist mittlerweile olympische Disziplin.!
Na wunderbar. Dann darf jegliche Disziplin, die olympisch ist, tun und lassen was, wo und wann sie will?

Na gut, dann wäre ich gespannt, wie Sie auf eine Skeet-Range in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft reagieren.

handyopfer
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.

"Na wunderbar. Dann darf jegliche Disziplin, die olympisch ist, tun und lassen was, wo und wann sie will?"

nein, hat auch keiner behauptet. das problem besteht darin, dass nicht genug trainingsstätten vorhanden sind. dementsprechend suchen sie sich dann passende orte. ist eigentlich recht leicht in den griff zu bekommen. die anzahl der ausübenden hat halt stark zugenommen, sodass es keine randsportart mehr ist und die infrastruktur dafür fehlt einfach. ein verbot verlagert das maximal

styrianprawda
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@handyopfer

Die, gegen die jetzt vorgegangen wird, sind also alle Sportler?

Genauso wie jene, die glauben dass sie, nur weil sie mit quitschenden Reifen über Landstraßen glühen, Rennsportler wären?

handyopfer
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ja

welches kriminelle Verhalten werfen sie ihnen denn vor? gehts etwa doch um etwas anderes als ums skaten? bitte um aufklärung

styrianprawda
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@handyopfer

Wer, außer Ihnen, spricht von kriminellem Verhalten?
Nicht alles, was rechtswidrig ist, ist kriminell.

handyopfer
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warum

warum stellens sie dann in frage, dass es sich um sportler handelt? scheinbar kenne sie die situation dort nicht

styrianprawda
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@handopfer

Ah ja, wenn ich Ihrer Argumentation folge, dann bin ich, wenn ich mir auf meinem Grundstück eine Skeet-Anlage installiere (weil es mir zur nächstgelegenen offiziellen Anlage zu weit ist), automatisch ein Sportler, der das einfach so - ungeachtet aller Beeinträchtigungen der Umgebung - machen darf?

Stemocell
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Nehmen Sie‘s

@Stadtkater nicht übel. Möglicherweise Pensionist bzw. ein von mir weiter unten beschriebener ‚anonymer Anzeiger‘.
Für solche Leute sind Skater wahrscheinlich automatisch Kriminelle.

Bravo55555
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Graz ist uns bleibt die Verbotshauptstadt Österreichs

lexi
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Skater wollen Verbot durch alle Instanzen

Dabei kann man die Skater nur unterstützen. Ich vermute die Rechtsauslegung der Stadt bzw Landespolizeidirektion ist gefärbt und ich wäre mir nicht so sicher, dass diese auch hält.

lexi
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Sport und Spiel am Gehsteig verboten?

Nach der Auslegung wäre ja Sport und Spiel am Gehsteig verboten. Dann dürfte man auch nicht Laufen oder Springen am Gehsteig. Und wo zieht man die Grenze zwischen "normalem Fahren" und Sport mit dem Skateboard....

duesenwerni
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Ein Verbot erlassen.

Super kreative Lösung. Ein Armutszeugnis für Graz.

Stemocell
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Hetzliche Gratulation,

ein weiteres Verbot!
Also im Moment möchte ich nicht jung sein.
Zu Hause feiern: Geht nicht, der eifersüchtige ‚anonyme Anzeiger‘ ruft die Polizei.
Ins Kaffeehaus oder die Cocktailbar: Geht nicht, weil geschlossen.
Sich auf öffentlichen Plätzen oder Parkanlagen treffen:
Geht nicht, der ‚anonyme Anzeiger‘ schlägt wieder zu und die Polizei muss den Platz gezwungenermaßen räumen.
Draußen skaten oder sonstigen Sportarten, die Lärm verursachen, nachgehen:
Der ‚anonyme Anzeiger‘ fühlt sich durch die Jugendlichen in seinem trostlosen Leben gestört und greift abermals zum Telefonhörer.
Traurig, das Ganze.