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MurkraftwerkSchlammiges Murufer im Grazer Süden sorgt für Aufsehen

Gegner des Grazer Murkraftwerks sehen ihre Befürchtungen bestätigt und prangern "Unterwasserwüsten" an. Diese würden in den Stauräumen vor den Staustufen der Wasserkraftwerke entstehen - auch in Graz, prangert man an.

Murufer auf Höhe der Grazer Seifenfabrik: Sinkender Wasserpegel gibt den Blick auf Schlamm frei, der sich im Uferbereich abgelagert hat
Murufer auf Höhe der Grazer Seifenfabrik: Sinkender Wasserpegel gibt den Blick auf Schlamm frei, der sich im Uferbereich abgelagert hat © Franz Keppel
 

Nicht mit der Angel, sondern mit der Kamera war Franz Keppel, besser bekannt als „Huchenfranz“, diese Woche unterwegs. Eingefangen hat Keppel, der als Mitglied von „Rettet die Mur“ gegen die Errichtung des Murkraftwerks in Graz kämpfte, Bilder vom Flussufer oberhalb der neuen Staustufe. Sie zeigen: Der Wasserspiegel im Staubereich wurde kürzlich abgesenkt, die Uferzonen sind großflächig von Schlamm überzogen.

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duesenwerni
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Jetzt habe ich doch glatt die beiden Fotos vom trostlosen und kahlen ...

... Zustand des Murufers mit den schönen bunten Bildern verglichen, mit denen die Stadtpolitik und die Energie Steiermark uns dieses Kraftwerk "verkauft" hat.
Da liegt das Kraftwerk und auch die Seifenfabrik an üppigen Flußauen, eingebettet in saftig grüne Bäume und Büsche. Wer's nicht glaubt, einfach unter murkraftwerk(Punkt)at nachsehen und sich dort die Broschüre "Unsere Mur. Grüner Strom" herunterladen.
Was ich mir beim traurigen Anblick der heutigen Ufer denke, schafft es wohl leider nicht durch die Zensur der Moderatoren. Nur soviel - ich fühle mich vera...

duesenwerni
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Jetzt habe ich doch glatt die beiden Fotos vom trostlosen und kahlen ...

... Zustand des Murufers mit den schönen bunten Bildern verglichen, mit denen die Stadtpolitik und die Energie Steiermark uns dieses Kraftwerk "verkauft" hat.
Da liegt das Kraftwerk und auch die Seifenfabrik an üppigen Flußauen, eingebettet in saftig grüne Bäume und Büsche. Wer's nicht glaubt, einfach unter murkraftwerk.at nachsehen und sich dort die Broschüre "Unsere Mur. Grüner Strom" herunterladen.
Was ich mir beim traurigen Anblick der heutigen Ufer denke, schafft es wohl leider nicht durch die Zensur der Moderatoren. Nur soviel - ich fühle mich vera...

jaenner61
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was darf es dann letztendlich sein?

atom, gas und kohle gehen natürlich gar nicht, und windräder würden ebenfalls bekämpft werden. vor nicht langer zeit war (wie ich glaube hier in der kleinen) ein artikel, in dem es darum ging, dass anrainer ein photovoltaik kraftwerk beeinspruchten bzw bekämpfen. also was solls, letzten endes bleibt nur die wasserkraft, irgendwas wird uns recht sein müssen (vor allem im hinblick auf die kommenden e autos)

Mein Graz
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@jaenner61

Und weil der Standort so super ist, der erzeugte Strom der teuerste in Österreich ist, die Ausbeute im Winter - wenn am meisten gebraucht wird - die niedrigste dann bau ma genau dort eine Staumauer.
Es ist ja so toll, dass Graz jetzt kein Fließgewässer mehr hat, die "Welle" neu gebaut werden muss (wenn es denn geschieht, die Kosten sind enorm), die Luft weniger zirkuliert, die Bäumerln die gesetzt wurden Jahrzehnte brauchen bis sie die gefällten in Höhe und Umfang ersetzen.

Statt dass jeder drauf schaut weniger Strom zu verschwenden verkauf ma mehr Stromfresser (Klimaanlagen z.B.) und erzeugen wir auf Teufel komm raus.

SagServus
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Statt dass jeder drauf schaut weniger Strom zu verschwenden verkauf ma mehr Stromfresser (Klimaanlagen z.B.) und erzeugen wir auf Teufel komm raus.

Gewisse Energieeinsparungen werden langfristig zu einer Erhöhung des Strombedarfs führen.

Um mehr Kraftwerke wird man nicht umher kommen.

Die Frage ist nur, ob solche teuren Kleinkraftwerke wie hier in Graz wirklich für Nachhaltigkeit stehen.

Mein Graz
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@SagServus

Naja, ich brauch kaum keine Klimaanlage, wenn Bäume um mich herum stehen.
In Graz werden lieber 125.000 € in eine Sprühnebelanlage gesteckt, die dann am Anfang sogar bei Regen läuft und jetzt schon wieder abgebaut wird. Alles unter dem Deckmäntelchen der "Analyse des Stadtklimas".
Wie viele Bäume hätten um dieses Geld gepflanzt werden können - und die hättma net Ende des Sommers wieder entsorgt!

Ob mehr Kraftwerke benötigt werden kann ich nicht beurteilen. Die Meinungen gehen da auch sehr auseinander. Was wir m.M.n. nicht brauchen sind Staustufen wie in Graz.

SagServus
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@Mein Graz

Es geht hier nicht unbedingt um Klimaanlagen und deren Stromverbrauch.

Energie ist ja nicht nur Strom sondern auch aus Öl, Gas, Holz etc.

Energieeinsparung ist nicht gleich Stromeinsparung.

Man kann auf der einen Seite Energie einsparen und auf der anderen Seite mehr Strom brauchen. Das liegt vor allem daran, dass sich auch die Bezugsquelle der Energie ändert.

Am leichtesten erkennt man das am Beispiel mit Benzin -> Strom und Öl -> Strom.

Benzin -> Strom: Statt Verbrenner kauft man sich ein E-Auto.
Das E-Auto braucht weitaus weniger Energie für die gleiche Fahrleistung. Du sparst somit auf der einen Seite Energie ein (Benzin und Öl) brauchst aber auf der Stromseite mehr Energie, weil diese Energie noch nicht da ist.
Insgesamt hast du aber Energie eingespart.

Das gleiche gilt auch für Öl -> Strom: Jemand der von einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe umsteigt, spart sehr viel an Energie ein. Aber auch hier muss man den Strombedarf für die Wärmepumpen bereitstellen. Der Energiebedarf auf der Stromseite wird also wieder steigen.

SagServus
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also was solls, letzten endes bleibt nur die wasserkraft

Vielleicht die Erkenntnis, dass Wasserkraft auch nicht bedenkenlos und umweltfreundlich nutzbar ist?

Ja, Strom muss irgendwo hergestellt werden und kommt nicht aus der Steckdose.

Dann soll man aber halt auch mal klar kommunizieren, dass das, was man da jetzt rund um Graz mit der Mur aufführt, halt langfristig zu einem toten Gewässer führen wird.

Achja, und wo hörts denn mit der Wasserkraft auf? Wenns ein paar Fische sind ists egal, wenn man dann aber ganze Täler flutet und Leute umsiedelt dafür, ists auch ok?
Und wenn nicht, wo ist der Unterschied? Die Leute werden sich wohl dann auch zum Gemeinwohl aller umsiedeln lassen oder?

smithers
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Ist das jetzt der Bereich der Mur

der als Bade- und Freizeitparadies angekündigt wurde?

Jetzt können die Leute wenigstens "Dreck schauen gehen".

Mein Graz
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@smithers

Als Badeparadies wurde es nie angekündigt, allerdings als super-tolle "Anlage" für die Freizeit. Die Mur war nie und wird nie ein Badegewässer.

Dass sich Schlamm ablagern wird war von Anfang an bekannt, wurde allerdings von den Verantwortlichen negiert. Dass Fische unterschiedliche Bedingungen bevorzugen wissen sogar Laien, und wo am Grund Schlamm liegt wird sich kein Fischlein aufhalten, das Steine bevorzugt oder braucht.
Mich würde interessieren, welche Fische sich da so pudelwohl fühlen...

Und dass das Sediment ausgeschwemmt wird wenn die unteren Schleusen geöffnet werden ist wohl logisch. Dass das den unterhalb lebenden Fischen nicht gut tut auch.

SagServus
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Als Badeparadies wurde es nie angekündigt, allerdings als super-tolle "Anlage" für die Freizeit.

Es wurde zwar nicht dezidiert als Badeparadies angekündigt, aber in dem tollen Hochglanzfolder der Energie Graz zum Murkraftwerk wird halt auch sugerriert, dass die Grazer künftig auch das machen können was in anderen Städten möglich ist.

Und da ist als Beispiel groß München mit der Isar angegeben.

Mein Graz
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@SagServus

Natürlich wurde suggeriert, dass man die Mur dann für alles Mögliche nutzen kann! Das war doch von Anfang an so geplant, den Menschen vorzugaukeln, was da alles so gemacht werden könnte!
Ich erinnere nur daran, wie für den Speicherkanal geworben wurde: ein Glas mit Wasser aus dem Grazbach wurde auf das Pult gestellt um zu zeigen, welch dreckiges Wasser in die Mur geleitet wird, und der Kanal verhindert das. Nur hat keiner dazu gesagt, dass der Grazbach gar nicht in den Speicherkanal geleitet wird...

Nagl & Co. war JEDES Mittel recht, um den Bau durchzusetzen!

Reipsi
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Musst e net

hingehen , sogt e kana , geh ins Chorbad und gib a Rua.

melahide
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Es gibt

sogar ein paar verrückte die dort Baden. Die Mur ist und bleibt eine Drecklacke. Leider