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Wirtschaftskammer GrazNeuer WKO-Obmann positioniert sich gegen "autofreie Innenstadt"

Paul Spitzer ist zum Obmann der Wirtschaftskammer Graz gewählt worden. Zum Antritt spricht er sich gleich gegen die aktuellen Pläne für eine "autofreie Innenstadt" aus.

Herk Spitzer
Der steirische WKO-Präsident Josef Herk gratuliert Paul Spitzer coronagerecht zur Wahl in Graz © WKO/Foto Fischer
 

Jetzt ist Personalrochade bei der Regionalstelle Graz der Wirtschaftskammer offiziell: Paul Spitzer wurde zum neuen Obmann gewählt. Interimistisch ist er bereits seit November 2019 im Amt, als Spitzer nach dem Rückzug von Sabine Wendlinger-Slanina übernommen hatte.

Kommentare (8)

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siral1000
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Ewig gestrig

Die Grazer wünschen sich nicht mehr Autos in der Stadt - da würde ich an seiner Stelle sehr schnell umdenken!

melahide
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Jo

Die Wirtschaftskammer tut das was sie tun muss. Die Interessen ihres Klientel vertreten. Die Wirtschaftskammer hätte am liebsten Parkplätze vor jedem Geschäft, eine flexible 60 Stunden Woche, unbezahlte Überstunden, weniger Gewinnsteuern usw

Es geht aber nicht nur um die Wirtschaft. Wirtschaft ist ein kleiner Teil des Ganzen.

MoVeiT
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Wenn es denn so wäre...

...aber tatsächlich wünschen sich auch viele Gastronomen und Geschäftsleute in der Innenstadt weniger Autos, mehr Fußgängerzonen und mehr Radwege. Laufkundschaft ist eben wichiger als ein paar Parkplätze. Die WKO vertritt ihre Mitglieder nicht, sie macht Parteipolitik für ein paar wenige.

jg4186
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Viele gute Beispiele

Es gibt viele gute Beispiele, österreich- und europaweit, dass autofreie Innenstädte gut funktionieren. Gute Parkmöglichkeiten, gute Angebote für öffentlichen Verkehr, endlich ein Verbot von Einkaufszentren auf der grünen Wiese - und die Innenstadt wird zum Erlebnis. Die WK muss einfach neu denken lernen.

MoVeiT
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Stellen wir sachlich folgendes fest:

1. Die Taktik der Wirtschaftskammer funktioniert nicht. Seit Jahren verhindert die WKO und deren Handlangerin, die ÖVP, alle Projekte zur Verkehrsberuhigung. Und das Ergebnis? Der Innenstadt geht es schlecht, abseits einzelner Einkaufsmeilen ist die Aufenthaltsqualität nicht gut und die Kunden bleiben aus.

2. Viele Unternehmer wissen das. Sie wissen, das ein Geschäft mit viel Laufkundschaft besser ist, als ein paar Parkplätze vor der Tür. Sie fordern Fußgängerzonen und Radwege. Und werden von der WKO, immerhin ihre Vertretung, ignoriert.

3. In Wien bekennt sich die WKO inzwischen offen zur Verkehrsberuhigung, weil die Umgestaltung von Mariahilferstraße, Rotenturmstraße etc. sehr erfolgreich und gut für die Wirtschaft waren.

4. Warum sind Einkaufszentren so erfolgreich? Ja, sie sind gut mit dem Auto erreichbar. Aber im Inneren sind sie autofrei. Kein Verkehrslärum, keine gefährlichen Fußgänger-Übergänge. Keine Abgase. Warum sollte das in der Innenstadt nicht auch funktionieren? Die Garagen sind vorhanden und sollen auch genutzt werden dürfen. Aber muss wirklich in jeder kleinen Seitengasse Autoverkehr erlaubt sein? nützt das jemandem? Der Wirtschaft sicher nicht.

smithers
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bravo

Endlich ein Vernünftiger. Sollen denn alle nach Seiersberg fahren zum Shoppen?

MoVeiT
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In den inneren Grazer Bezirken...

...werden 73 Prozent aller Wege ohne Auto zurückgelegt. Der Auto-Lobbyismus der WKO nützt niemanden, schon gar nicht der Wirtschaft. Gerade in der Kaiserfeldgasse haben sich die Betriebe dezidiert FÜR eine Fußgängerzone ausgesprochen. Und von "autofrei" kann sowieso keine Rede sein. Es geht um einzelne Straßen im Joanneumsviertel.

MoVeiT
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Shoppen ohne Auto...

...soll auch möglich sein. Zumal ja nur ein sehr kleiner Teil der Innenstadt autofrei werden soll. Aber die ewiggestrige WKO steht natürlich auf der Bremse.